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Die Person Peter Stahlhut

„Berufsschule hatten wir auch in Rinteln“

RINTELN. Peter Stahlhut führt nun die Geschicke am Rintelner Standort von O-I Glasspack. Für ihn war es keine Frage, nach Rinteln zu ziehen, als er den Job annahm. Ein Kurzporträt über einen Werkleiter, der immer nach vorn blickt.

veröffentlicht am 31.07.2018 um 15:03 Uhr

Rückkehr nach Rinteln mit Perspektive für eineinhalb Jahrzehnte: Peter Stahlhut. Foto: dil

Autor:

Dietrich Lange
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RINTELN. Peter Stahlhut, Jahrgang 1962, ist in Stadthagen aufgewachsen. 1979 begann er bei Heye in Obernkirchen seine Ausbildung, die ihn im Zuge des Azubi-Austausches auch für einige Wochen zur Glashüte Gebrüder Stoevesandt in Rinteln führte. „Und Berufsschule hatten wir auch in Rinteln“, erzählt Stahlhut. Nach 37 Jahren schloss sich also ein Kreis seiner beruflichen Laufbahn.

Stahlhut war zuletzt in Oberfranken für ein anderes Unternehmen tätig, folgte gern dem Ruf an die Weser. Und er zog mit seiner Frau auch gleich hierher, „denn es gefällt uns in Rinteln sehr“. Die beiden Kinder sind schon außer Haus, studieren in Heidelberg und Dresden. Er könne viele Freunde aus alten Zeiten in der Umgebung besuchen, so Stahlhut, er fühle sich schon heimisch. „Und den Mitarbeitern habe ich gleich gesagt, sie müssen sich auf eine längere Zeit mit mir einstellen. Die Arbeit macht mir Freude, hier will ich nicht mehr weg.“

In seiner neuen Rolle gehört es zu seinen Tätigkeiten, das globale Herstellungsprogramm umzusetzen, um effiziente Betriebsabläufe zu ermöglichen und kontinuierlich Qualität, Produktivität und Kostenmanagement zu verbessern. Stahlhut hat es sich zum Ziel gesetzt Marktnachfragen in den Bereichen Qualität, Flexibilität und neue Produktentwicklungen so zu bedienen, dass das Werk Rinteln stets bevorzugter Anbieter für Glasbehälter ist. Ebenso verfolgt er weiter die Ausrichtung, einen ökologisch verträglichen und sicheren Arbeitsplatz zu gewährleisten.

„Wichtige Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft für Veränderung, als Team zusammenzuarbeiten und an einem Strang zu ziehen, um alle Bereiche zu verbessern“, so der Werksleiter. „Diese Kultur möchte ich vorleben und andere begeistern, es mir nachzumachen.“ Als anerkannter Hersteller und Arbeitgeber in der Region setzt O-I stark auf das Thema Ausbildung. In seiner Funktion verantwortet Stahlhut auch Initiativen zur Personalentwicklung und -einbindung. Durchschnittlich beschäftigt das Unternehmen 20 Auszubildende in Rinteln, von denen fast alle nach der Ausbildung übernommen werden.

Und die Zukunftsperspektiven für den Standort? „Der Trend zu individuellen Flaschen hält seit Jahren an, und ich glaube, Glas erlebt eine Art Revival, vor allem angesichts der Kritik an Plastik in Bezug auf die Verschmutzung der Meere. Das Produkt Glas ist unbegrenzt recycelbar“, stellt Stahlhut fest. „Wir haben hier eine Glashütte, wie ich keine zweite kenne. Zwei Schmelzwannen mit sechs Produktionslinien, das ist auch eine gute Größe für den langsam steigenden Bedarf. Und man kann uns nicht so einfach kopieren, dafür braucht es viel Erfahrung und eine lange Vorlaufgeschichte.“

Der Trend zu Industrie 4.0, digital gesteuerte Produktion fast ohne Menschen, beunruhigt Stahlhut nicht: „Wir modernisieren unsere Anlagen ständig mit den neuesten Technologien. Dazu gehören in einigen Anlagen auch einige Automatisierungskomponenten unserer Prozesse. Aber wir sind noch weit entfernt von dem, was Sie Industry 4.0 nennen!“ Sorge durch Fachkräftemangel personell auszubluten, hat Stahlhut auch nicht: „Wir sind als Arbeitgeber angesehen, bieten Entwicklung und Fortschritt.“dil



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