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Edda Fahrenhorst und die Superlative

Am Limit: Hamelnerin sucht für Foto-Projekt Herausragendes

Das größte Passagierflugzeug der Welt, die größte Tropfsteinhöhle Deutschlands, die größte künstliche Sonne der Welt, die höchste Talbrücke Deutschlands: Mit ihrer Agentur fotogloria heckte die in Hamburg lebende Edda Fahrenhorst die Superlative-Tour durch Deutschland aus. Die Bilder selbst macht der in Hamburg und Miami lebende Fotograf Christoph Morlinghaus. „Superlative – made in Germany“ ist das Projekt überschrieben.

veröffentlicht am 07.05.2018 um 17:04 Uhr

Berühmter Superlativ: Deutschlands größte Werft, die Meyer-Werft in Papenburg. Foto: Christoph Morlinghaus
Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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„Made in Germany“ das stehe für international anerkannte Leistungen, für innovatives Denken, auch für Nachhaltigkeit. 20 Superlative waren beim Start 2016 angepeilt, 40 sind es inzwischen. Ende offen. „Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit“, sagt Fahrenhorst – und auch keinen journalistischen. Doch die imposanten Bilder – „eine Wertung ist da nicht drin“ – fangen gemeinsam dann eben doch viel ein vom „wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stand Deutschlands“, wie es die einstige Dewezet-Volontärin formuliert. Der Bundesverband der deutschen Industrie wurde als Partner an Bord geholt, das Magazin „Geo“ und er Kamerahersteller Olympus ebenso.

Morlinghaus fotografiert mit einer Großbildkamera, oft in Langzeitbelichtung, künstliches Licht von Scheinwerfer oder Blitz ist tabu. Ideengeberin Edda Fahrenhorst kümmert sich indes um die nächsten Superlative, trifft Verabredungen, klärt Abläufe. Auch dokumentiert sie das Langzeitprojekt auf Instagram und Facebook und im eigenen Blog. Nicht bei allen Superlativen ist die 43-Jährige so selbst vor Ort, spektakuläre Eindrücke hat sie dennoch gesammelt: etwa im Studio der „Tagesschau“, Deutschlands erfolgreichster Nachrichtensendung. „Das ganze Studio ist eine begehbare Maschine“, erzählt sie. „Kameraleute gibt es da nicht mehr.“ Oder – ebenfalls in Hamburg – der Termin im Miniaturwunderland (die größte Modelleisenbahnanlage der Welt). Das Team durfte dort eine Nacht lang in Ruhe arbeiten. „Eine Nacht allein im Miniaturwunderland – das hatte was.“

Und wie geht es nun weiter? Die Superlativ-Liste ist – wie gesagt – noch nicht geschlossen. Vorschläge nimmt Edda Fahrenhorst noch über die Projekt-Seiten im Netz entgegen. Die Heimatregion der Fotografin könnte zum Beispiel durchaus noch nachlegen. Immerhin – das leistungsstärkste Überspannungsschutzlabor der Welt hat Morlinghaus bei Phoenix Contact in Blomberg fotografiert. Doch Hameln-Pyrmont wie Schaumburg sind noch ohne (dokumentierten) Superlativ.

Fotograf Christoph Morlinghaus im Einsatz bei Phoenix Contact in Blomberg. Foto: Raphael Janzer
  • Fotograf Christoph Morlinghaus im Einsatz bei Phoenix Contact in Blomberg. Foto: Raphael Janzer
Tolle Aussicht: Christoph Morlinghaus fotografiert in der größten Mehrzweckhalle Deutschlands, der Kölner Lanxess-Arena. Foto: Raphael Janzer
  • Tolle Aussicht: Christoph Morlinghaus fotografiert in der größten Mehrzweckhalle Deutschlands, der Kölner Lanxess-Arena. Foto: Raphael Janzer
Es ist ein Blick auf den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stand Deutschlands. Edda Fahrenhorst, Agentur fotogloria
  • Es ist ein Blick auf den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stand Deutschlands. Edda Fahrenhorst, Agentur fotogloria
„Synlight“ – die größte künstliche Sonne der Welt beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Jülich. Foto: Christoph Morlinghaus
  • „Synlight“ – die größte künstliche Sonne der Welt beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Jülich. Foto: Christoph Morlinghaus
Fotograf Christoph Morlinghaus im Einsatz bei Phoenix Contact in Blomberg. Foto: Raphael Janzer
Tolle Aussicht: Christoph Morlinghaus fotografiert in der größten Mehrzweckhalle Deutschlands, der Kölner Lanxess-Arena. Foto: Raphael Janzer
Es ist ein Blick auf den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stand Deutschlands. Edda Fahrenhorst, Agentur fotogloria
„Synlight“ – die größte künstliche Sonne der Welt beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Jülich. Foto: Christoph Morlinghaus

In diesem Monat steht für die Superlative-Jäger nun aber erst mal die Ausstellungspremiere an: Beim Fotofestival „horizonte zingst“ an der Ostsee werden die (ersten) 40 Bilder vom 26. Mai bis zum 3. Juni gezeigt.


Im Internet:www.superlative-made-in-germany.de

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