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10 Dinge über Äpfel, die Sie noch nicht wussten

veröffentlicht am 13.10.2016 um 15:21 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:13 Uhr

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Statistisch gesehen isst jeder Deutsche gut 25 Kilo Äpfel pro Jahr. Der Apfel ist keine heimische Frucht, sondern war ursprünglich in Zentral- und Westasien beheimatet. Um 10 000 vor Christus wuchsen auf dem Gebiet des heutigen Kasachstan Äpfel, die auch der Hauptstadt ihren Namen gaben: „Almaty“, heute „Alma-Ata“, heißt übersetzt „Stadt des Apfels“. Über die alten Handelsstraßen gelangte er schon in der Antike in den Schwarzmeerraum und wurde dort von Griechen und Römern kultiviert: Der süße Apfel, den wir heute kennen, entstand.

Von Italien aus gelangte der Apfel mit den Feldzügen der Römer etwa um 100 vor Christus nach Nordeuropa und erreichte dort auch bei den Kelten und Germanen schnell mystischen Status. Für die Kelten war der Apfel ein Symbol für Tod und Wiedergeburt, bei den Germanen wachte die Göttin Iduna über goldene Äpfel, die Unsterblichkeit verleihen konnten.

Im ersten Jahrhundert nach Christus wurden bereits im gesamten Rheintal Äpfel kultiviert, dennoch blieb die Frucht bis in die Neuzeit hinein ein Luxusobjekt und galt als Herrschaftssymbol.

Auch in die Volksseele erhielt „malus domestica“ Einzug: Die prominente Rolle des Apfels im Märchen „Schneewittchen“ ist ein Beispiel dafür und auch der Nikolaus brachte ursprünglich keine Süßigkeiten, sondern Äpfel als gute Gaben.

Über Jahrtausende galten Äpfel als Symbol für Reichtum, Liebe und Fruchtbarkeit - Assoziationen, die durch die moderne industrielle Massenproduktion fast vollständig abhanden gekommen sind: Der Apfel ist heute die vielleicht alltäglichste Frucht.



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