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Das königliche Gemüse hat auf dem Hamelner Wochenmarkt Einzug gehalten

Zeit zum „Anspargeln“

HAMELN. Pünktlich zum Frühlingsbeginn lässt er sich blicken – der erste weiße Freilandspargel aus deutschem Anbau. In Anbetracht der noch niedrigen Temperaturen ist es eigentlich noch zu früh für die kälteempfindlichen Stangen, ihre Köpfchen aus dem Boden zu stecken – es sei denn, die Spargelbauer bedienen sich einer Bodenheizung und Tunneln aus Folien.

veröffentlicht am 21.03.2017 um 15:01 Uhr
aktualisiert am 21.03.2017 um 15:46 Uhr

Der deutsche Klassiker: Weißer Spargel mit Kartoffeln. Foto: pixabay
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Spargelbauer Thiermann aus Scharringhausen-Kirchdorf im Landkreis Diepholz beispielsweise nutzt die überschüssige Wärme aus einer Biogasanlage. Auf dem Wochenmarkt hat das königliche Gemüse am Stand von Thiermann und an einigen anderen Obst- und Gemüseständen kürzlich Einzug gehalten.

Es sei wie jedes Jahr. „Manche Kunden können es kaum erwarten, den ersten Spargel zu genießen“, betont Anita Sievers, Mitarbeiterin bei Thiermann. Der Kilopreis für deutschen Spargel der ersten Wahl bewegt sich auf dem Wochenmarkt zwischen 14,50 und 18,50 Euro. Ein Kilo Spargel aus Griechenland kostet um die zehn Euro. Er ist genauso knackig und hat ebenso saftige Schnittflächen wie seine deutschen Kollegen und somit ist er ebenfalls zum genussvollen „Anspargeln“ geeignet.

Aber keine Panik – die Saison dauert ja noch etliche Wochen und mit steigenden Temperaturen wird der Spargel außerdem günstiger.

Anita Sievers: „Manche Kunden können es kaum erwarten, den ersten Spargel zu genießen.“ Foto: sto
  • Anita Sievers: „Manche Kunden können es kaum erwarten, den ersten Spargel zu genießen.“ Foto: sto

Die Saison endet traditionell am Johannistag am 24. Juni. Bis dahin können Liebhaber des „Gaumenschmeichlers“, wie der römische Feldherr Cato den Spargel genannt haben soll, tüchtig zulangen. Mit gutem Gewissen übrigens, denn das aus 90 Prozent Wasser bestehende Gemüse steckt voller Vitamine und Mineralien wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Chrom, Zink, Magnesium, Eisen und wenig Natrium. Chrom und Zink sind wichtige Spurenelemente. Chrom unterstützt das Blutzuckerhormon Insulin, Zink braucht unser Gehirn, um zu lernen.

Ein weiteres Plus: 100 Gramm Spargel haben nur etwa 18 Kalorien. „Asparagus“, wie die alten Griechen die jungen Spargeltriebe nannten, soll schon in der Antike als Heilmittel eingesetzt worden sein. Unter anderem wegen seiner Asparaginsäure, die die Nierenfunktion anregt und somit entwässert.

Das köstliche Gemüse lässt sich bekanntlich auf vielerlei Weise zubereiten. Mit am beliebtesten ist die Zubereitung mit zerlassener Butter oder mit holländischer Soße. Ein Versuch lohnt sich, Spargel mal mit einer anderen Soße zu servieren.

Beispielsweise mit „Sauce Mornay“, die zu Ehren des Diplomaten Philippe Mornay (1549 bis 1623), Berater Heinrichs IV. von Frankreich, einst kreiert wurde.

Information

Spargel mit „Sauce Mornay“

Zubereitung: 800 Gramm geschälten Spargel in gesalzenem Wasser und mit etwas Butter etwa 15 Minuten bissfest kochen. In der Zwischenzeit für die Soße 30 Gramm Butter in einem Topf erhitzen. 30 Gramm Mehl reinstreuen und unter langsamen Rühren etwa zwei Minuten durchschwitzen. Dann mit gut einem Viertel Liter Milch auffüllen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und etwa zehn Minuten köcheln lassen. Anschließend 50 Gramm geriebenen Hartkäse unterrühren. Zum Schluss ein Eigelb in einer Tasse mit drei Esslöffeln der Soße und bei Bedarf mit etwas Sahne verrühren und unter Rühren in den Soßentopf geben. Ist die Soße zu dickflüssig noch etwas Milch
oder Weißwein zufügen. Den fertig gekochten Spargel aus dem Topf nehmen, gut abtropfen lassen und in eine feuerfeste, gebutterte Form legen. Die Spargelköpfe mit der Soße überziehen, die Spargelstangen mit etwa
40 Gramm geriebenen Hartkäse bestreuen, zum Schluss 50 Gramm zerlassene Butter drüberträufeln. Unter dem vorgeheizten Grill fünf
Minuten gratinieren, aus dem Ofen nehmen und nach Lust und Laune dekorieren. Beispielsweise mit Tomatenscheiben und Dill.

Kleine Abwandlung der Sauce Mornay: Mit in Butter gebratenen Süßkartoffelscheiben und Garnelen oder Surimi anrichten und mit Petersilie bestreuen.



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