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Wie unser Alltag in naher Zukunft aussehen könnte

Zehn Dinge, die bald verschwinden

Videorekorder, Schreibmaschine, MP3-Player oder Walkman haben es bereits hinter sich. Sie sind aus unserem Alltag verschwunden. Doch bald schon wird es Gegenständen so gehen, die jetzt noch ganz selbstverständlich für uns sind. Ein Leben ohne Bargeld, Schlüssel oder Lichtschalter ist schwer vorstellbar, doch keineswegs utopisch. Wir haben zehn Jahre in die Zukunft geblickt.

veröffentlicht am 21.08.2018 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 22.08.2018 um 14:02 Uhr

Lichtschalter blicken einer traurigen Zukunft entgegen. Sie werden wohl durch smarte Lösungen ersetzt. Foto: pixabay
Tomas Krause

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Tomas Krause Onlineredakteur zur Autorenseite
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  • 1. Die Deutschen lieben ihr Bargeld. Doch zu sehr sollten sie sich nicht daran klammern. Was in vielen Ländern bereits gelebte Praxis ist, wird auch hier kommen. 77 Prozent aller Einkäufe werden derzeit bar bezahlt. Laut Handelsinstituts EHI stiegen die bargeldlosen Transaktionen pro Kopf zwischen 2011 und 2016 nur um 7 Prozent. Weltweit sieht dies ganz anders aus.

  • 2. Schlüssel können schnell verloren gehen oder nachgemacht werden. Chipkarten, Netzhaut- oder Fingerabruckscanner sind da schon wesentlich sicherer, flexibler und absolut individuell. Zudem lassen sie sich mit diversen Alarm- und Kamerasystemen synchronisieren.

  • 3. Das gedruckte Zugticket wird es immer schwieriger haben. Schon jetzt bieten Bahn- und Busunternehmen selbstverständlich E-Tickets für das Smartphone an, die mit QR-Codes ausgestattet sind. Obwohl das viel Papier spart, lehnen noch etwa 58 Prozent der Deutschen das E-Ticket ab (Stand 2017). Auch Fahrkartenautomaten werden dem Internet-Kauf zum Opfer fallen.

  • 4. Ähnlich wird es auch Papier-Dokumenten ergehen. Nicht umsonst spricht man bereits vom papierlosen Büro oder E-Gouvernant, also der Möglichkeit alle behördlichen Dinge im Internet zu erledigen. Bei der E-Mail-Nutzung etwa belegt Deutschland in Europa den 8. Platz. 84 Prozent der Bürger versenden jeden Tag E-Post. Frankreich kommt mit 74 Prozent nur auf Rang 13. Der absolute Spitzenreiter liegt im Norden – Dänemark mit 94 Prozent.

  • 5. Autos sollen schon sehr bald automatisiert fahren, das heißt Leitsysteme werden die Aufgaben des Fahrers selbstständig übernehmen. Bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Japan und Singapur sollen die Besucher mit führerlosen Taxis von A nach B kutschiert werden. Der Autobauer Nissan startete im März 2018 Tests unter Realbedingungen in Yokohama – allerdings noch mit einem Fahrer hinter dem Steuer.

  • 6. Unsere Häuser werden immer smarter. Lichtschalter, Heizungsregler, Fensterläden oder der Fernseher werden miteinander verbunden und über Apps gesteuert. Klassische Knöpfe und Schalter haben dann keinen Platz mehr. Auch über Sprache werden wir viele Dinge im Haushalt bedienen. Bis 2022, so wird geschätzt, werden unsere Häuser immer smarter. 6,4 Millionen Haushalte steuern bis dahin das Licht, 5,5 Millionen Haushalte regeln ihren Energieverbrauch smart.

  • 7. Mehrere Fernbedienungen für Fernseher, Receiver, Stereo-Anlage, DVD-Player. Alles Asbach. Bis 2022 sollen 9,3 Millionen deutsche Haushalte per Device, beispielsweise Smartphone oder Tablet, vernetzt und steuerbar sein. Schluss mit dem Sammelsurium, ein Gerät steuert alles.

  • 8. „Schöler Pfeifer, kommen Sie an die Tafel“. Diesen Satz wird man so nicht mehr hören. Auch das Quietschen der Kreide wird nicht mehr zum Kanon kollektiven Schulerlebnisses gehören. 61 Prozent der deutschen Schulen waren im vergangenen Jahr mit einem digitalen Whiteboard ausgestattet. Der Trend hält an.

  • 9. Die meisten Menschen verwenden ohnehin das selbe Passwort für unterschiedlichste Portale und Anwendungen im Internet. Das ist praktisch aber nicht sicher. Einfacherer und sicherer soll es durch Fingerabdruck-, Stimm-, Iris- oder Gesichtserkennung werden. Laut einer Studie von IBM sehen 44 Prozent der Millenials den Fingerabdruck als die sicherste Authentifizierungsmethode an.

  • 10. Batterien sind bereits auf dem Rückzug. Die meisten Geräte werden über USB-Anschluss per Ladegerät aufgeladen. Aber auch die gehören in zehn Jahren zum alten Eisen. Die drahtlose Energieübertragung durch Induktion – genannt Qi-Standrad – ermöglicht es das Smartphone, die Bluetoothbox oder die E-Zigarette ohne Kabel aufzuladen. Bei einigen Smartphones geht das bereits: etwa beim Samsung Galaxy S9 oder iPhone 8.


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