weather-image
16°
×

Köstlich: In dem Film „Alles steht Kopf“ nehmen fünf Emotionen Gestalt an – im Gehirn

Wut, Angst und Ekel suchen Freude und Kummer

Hameln. Wer immer schon mal wissen wollte, wie es in seinem Oberstübchen zugeht, ist in diesem Trickfilm aus dem Hause „Pixar“, inszeniert von Pete Docter („Oben“), goldrichtig. Unser Gehirn muss man sich nämlich als riesiges Kontrollzentrum vorstellen, in dem fünf Wesen namens Wut, Angst, Freude, Ekel und Kummer ihren Dienst tun und auf Knöpfe und Schalter drücken. Am Ende eines jeden Tages werden die Erinnerungen in einer Kugel festgehalten und per Rohrpost ins Langzeitgedächtnis verfrachtet.

veröffentlicht am 01.10.2015 um 06:00 Uhr

Autor:

Bei so viel Organisationskram geht auch schon mal etwas schief. Davon erzählt dieser Film: Die elfjährige Riley war bislang immer ein fröhliches Mädchen. Doch dann zieht ihre Familie aus der Kleinstadt nach San Francisco, und nichts ist mehr so, wie es einmal war. Das neue Haus hat keinen Garten, die neue Schule nervt. Kurzum: Rileys Gefühle sind ganz schön durcheinander. Und dann verschwinden zu allem Überfluss durch ein Missgeschick auch noch Freude und Kummer in der hintersten Ecke ihres Langzeitgedächtnisses. Wut, Angst und Ekel haben nun alle Hände voll zu tun, um ihre beiden Kollegen zwischen abstraktem Denken und Traumfabrik wiederzufinden. Denn schließlich soll Riley wieder gute Laune kriegen…

Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Die komplexe Gefühlswelt des Menschen wird – zwar vereinfacht, aber trotzdem wissenschaftlich fundiert - an fünf umherwandelnden und sprechenden Emotionen festgemacht, die für Riley nur das Beste wollen. Die Aufregungen untereinander und die Versuche, an einem Strang zu ziehen, sorgen für viel Situationskomik und köstliche Dialoge. Doch noch fesselnder sind die Bildideen, die sich die Pixar-Macher diesmal haben einfallen lassen. Das Gehirn als riesiges, quietschbuntes Lager, in dem auch schon mal Löscharbeiter Erinnerungen vernichten, um Platz für neue zu schaffen – besser lässt sich der Verstand des Menschen, sein Gedächtnis und Bewusstsein für Kinder nicht veranschaulichen. Besonders lustig geht es bei einem Streitgespräch beim Mittagstisch zu, wenn wir auch Einblick in die Kontrollzentren von Rileys Eltern erhalten. Da wird geschaltet und gedrückt, dass es eine Freude ist. Gottseidank steckt Riley noch nicht in der Pubertät. Sonst wäre es hier noch verrückter zugegangen.

„Alles steht Kopf“ läuft täglich im Maxx-Kino um 15.20, 17.35, 19.45 Uhr, freitags auch um 22 Uhr, samstags und sonntags auch um 12, 14.05, und 22.45 Uhr.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt