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Projekt BioenergieRegion Weserbergland ausgelaufen – das Fazit fällt durchwachsen aus

„Wir sind unter die Räder gekommen“

Weserbergland. Das Weserbergland ist nicht mehr BioenergieRegion. Das Projekt, in dem die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden, Nienburg und Schaumburg seit 2009 zusammenarbeiteten und das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert wurde, ist im Juli ausgelaufen. „Das ist schade, war aber schon länger absehbar. Wir sind unter die Räder des EEG gekommen“, bedauert Folkart Müller, Projektmitarbeiter bei der BioenergieRegion Weserbergland.

veröffentlicht am 11.11.2015 um 06:00 Uhr

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Gestartet war das bei der Weserbergland AG angesiedelte Projekt mit dem ambitionierten Ziel, Ressourcen zur Energiegewinnung zu erschließen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Nach einer ersten Projektphase, die bis 2012 lief und mit 400 000 Euro gefördert wurde, erhielt die BioenergieRegion für weitere drei Jahre eine Fortsetzung. Die Kofinanzierung erfolgte durch die beteiligten Landkreise Hameln-Pyrmont (65 000 Euro), Holzminden (30 500 Euro), Schaumburg (65 000 Euro) und Nienburg (50 000 Euro). Als „Zwillingsregion“ der Weserschiene wurde der Landkreis Northeim angekoppelt, der sich mit 56 500 Euro beteiligte. So sollte von bisherigen Erfahrungen profitiert werden. In der zweiten Phase belief sich die Fördersumme auf 330 000 Euro.

„Im Wesentlichen waren wir für die Erstellung von Studien, Analysen und Untersuchungen zuständig, um Bioenergie-Potenziale in der Region zu erschließen“, sagt Müller. In der Projektzeit waren zwei Mitarbeiter und eine Halbtagskraft an der Arbeit beteiligt. So habe man versucht, Reserven aus dem Holzabschnitt, beispielsweise aus Pflegemaßnahmen am Straßenrand oder öffentlichen Anlagen, zu generieren und zur Gewinnung von Bioenergie zu nutzen. „In diesem Bereich haben wir nicht so viele Verbesserungen erzielt. Das liegt auch daran, dass der Holzmarkt unter den günstigen Ölpreisen leidet“, sagt Müller.

Das Fazit für die BioenergieRegion Weserbergland nach sechs Jahren Projektzeit fällt eher durchwachsen aus. „Es gab durchaus positive Entwicklungen. Aber dann wurde der Bereich Biogas durch die Politik quasi totgemacht und es ist viel Potenzial auf der Strecke geblieben. Die Einspeisevergütung wurde durch die Reformierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stark beschnitten. Durch die veränderte EEG-Umlage wurde die Bremse gezogen. Bioenergie scheint politisch nicht mehr gewollt zu sein“, klagt der Projektmitarbeiter. Auch habe es mitunter vor Ort an der Umsetzung der Ergebnisse gemangelt.

Die Biogasbranche baut nun auf das Jahr 2017. Denn dann wird das EEG erneut novelliert und voraussichtlich die künftige Förderung von Biogasanlagen über ein Ausschreibungsverfahren ermittelt werden.

Am 8. Mai 2013 berichtete die Dewezet über die Fortsetzung des Projekts BioenergieRegion Weserbergland.Dana



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