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Wildkatzen auf dem Vormarsch

Weiteres Tier bei Haste entdeckt

veröffentlicht am 09.03.2013 um 00:00 Uhr

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Bad Nenndorf. Die Wildkatze wird langsam wieder heimisch in der Region. Und wie das Niedersächsische Forstamt ist jetzt auch in einem Wald bei Haste eine Wildkatze aufgetaucht. Das Tier sei im nördlichsten Zipfel des Haster Waldes von Jagdpächter Wilhelm Lamprecht mehrfach boebachtet worden. Am 12. Dezember konnte sie dann erstmals durch eine Fotofalle bestätigt werden. Offenbar stellt die Autobahn A2 nicht mehr die für die Tiere lange als unüberwindbar geltende Hürde dar.

Bereits Ende des Jahres 2011 ist am Steinhuder Meer eine Wildkatze fotografiert worden. Und 2012 sind sowohl in Deckbergen bei Rinteln als auch im Auetal Wildkatzen sogar gefunden worden (wir berichteten). Naturschutzförster Hannes Möhlecke vom Forstamt Fuhrberg ist begeistert von der Wildkatze bei Haste: „Wir haben jetzt noch eine Haarprobe an das Senckenberginstitut in Gelnhausen geschickt, eine Untersuchung soll die letzten Zweifel beseitigen.“

Inzwischen, teilt Rintelns Nabuvorsitzender Nick Büscher auf Anfrage mit, werden in der Region zunehmend mit Baldrian versehene Lockstöcke eingesetzt. „Darauf reagieren alle Katzen. Sie reiben sich dann an dem Stock. Und anhand der hinterlassenen Haarproben der Tiere wird untersucht, ob es sich um eine Wildkatze handelt oder nicht“, schildert Büscher.

Die Niedersächsischen Landesforsten beteiligen sich nicht nur im Fall von Haste finanziell an Forschungen zur Wildkatze, ist sie doch eine Leittierart im Naturschutz für naturnahe Wälder.

Das Vernetzen von Lebensräumen der Wildkatze sowie der Bau von Wildbrücken zum gefahrlosen Überqueren viel befahrener Straßen soll helfen, die Verbreitung der Tiere zu fördern. Bei Wildkatzen handelt es sich übrigens nicht etwa um davongelaufene Hauskatzen. Sie wirken größer, sind kräftiger und tatsächlich wilder als unsere Stubentiger. Prähistorische Knochenfunde belegen, dass schon unsere steinzeitlichen Vorfahren Wildkatzen recht gut gekannt haben müssen. Heute ist die Wildkatze allerdings für die meisten Menschen ein unbekanntes Wesen. Dabei ist sie im Gegensatz zur Hauskatze, die vermutlich von den Römern aus Afrika mitgebracht wurde, eine echte Europäerin.

Von der Hauskatze unterscheidet sie sich durch vier bis fünf parallel verlaufende dunkle Streifen im Nackenbereich. Zudem hat sie Streifen auf den Schultern und mehrere deutlich abgesetzte dunkle Bänder am Schwanz.pk



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