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Auf diesem Schachbrett darf gespielt werden

Wer wird der Erste sein?

Rinteln. Allgemeine Unklarheit herrscht derzeit in Bezug auf das große Schachbrett am Kirchplatz. Dieses wurde vom Verschönerungsverein Rinteln, der Evangelisch-lutherischen St. Nikolai Kirche, dem Ingenieurbüro Steding und dem Steinmetzbetrieb Meier vor einigen Wochen in der Innenstadt errichtet. Zuletzt berichteten wir darüber, dass das fertige Brett einen nicht unwesentlichen „Schönheitsfehler“ beinhaltet. Die Zahlen und Buchstaben am Rand des Feldes sind falsch platziert. Betrachtet man sie aus der augenscheinlich richtigen Richtung, sind die Felder falsch beschriftet, betrachtet man sie aus spieltechnisch richtigen Richtung, liegen sie auf der Seite. Doch eine wesentliche Frage blieb bisher unbeantwortet: „Wann darf auf dem Brett endlich gespielt werden?“

veröffentlicht am 26.06.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

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Autor

Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Im direkt angrenzenden Geschäft „Buch und Wein“ ist man sich ebenfalls noch im Unklaren. „Ich frage mich das schon die ganze Zeit“, sagt Uta Fahrenkamp, Inhaberin des Ladens. „Gibt es denn überhaupt schon Figuren?“ Auch die Passanten, die dem Schachbrett immer wieder einen interessierten Blick zuwerfen, wissen nichts über die Spielmöglichkeiten zu sagen. „Da dürfen sie mich nicht fragen“, meint einer.

Nichts Neues sind diese Fragen für Nicole Weikinnes. Allerdings hat die Mitarbeiterin der Nikolaikirche auch eine Antwort parat. „Die Figuren gibt es schon“, weiß sie und zieht flugs einen Vorhang zur Seite. Dahinter steht das weiße Königspaar neben den schwarzen Majestäten. „Und es darf auch schon gespielt werden.“

Dieser Umstand scheint allerdings bisher kaum jemandem bekannt zu sein. Denn noch hat niemand auf dem Brett gespielt. Das wird sich spätestens nach der feierlichen Eröffnung des Feldes ändern. Dann werden nämlich zwei große schwarze Truhen mit den Figuren neben dem Brett stehen und jede Menge Schachfreunde anziehen. Zwar werden die Truhen verschlossen sein, doch der Schlüssel kann in der benachbarten Nikolaikirche ausgeborgt werden, woraufhin dem Spielspaß nichts mehr im Wege stehen dürfte. Über Nacht werden die Kisten dann wieder in die Kirche gerollt, um eventuellen Schabernack mit den großen Plastikfiguren zu verhindern.

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Wann genau es so weit sein wird, steht noch nicht fest. „Diese oder nächste Woche wird das Schachbrett offiziell eröffnet“, erklärt Weikinnes. Der Kirchenvorstand und der Verschönerungsverein haben sich nun der Sache angenommen und möchten sie schnell vorantreiben, denn momentan herrschen die perfekten Bedingungen für Freiluftschach.

„Es sollen auch zwei Bänke aufgestellt werden“, erzählt Weikinnes noch. Doch hier sei die Finanzierung bisher nicht ganz geklärt, weswegen sich in dieser Sache derzeit nichts tue. Doch auch ohne Sitzmöglichkeiten wird das Schachbrett im Sommer bestimmt zahlreiche Freunde finden, die im Schatten der beiden großen Bäume spannende Partien austragen. Wenn sich dann auch noch Schaulustige einfinden, um das Freiluftspektakel zu verfolgen, wird der Kirchplatz um eine Attraktion reicher sein.

Erfreut zeigt sich Uta Fahrenkamp, dass bisher trotz teilweise vollgestelltem Kirchplatz, niemand auf dem Schachbrett geparkt hätte. „Das wäre wirklich eine Schande, vor allem wenn da jemand Öl verliert“, ist sich die Büchhändlerin sicher. Doch wie unser kleines Foto zeigt, hat kürzlich zumindest ein Autofahrer das Schachbrett für einen besonders kunstvoll dekorierten Parkplatz gehalten.



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