weather-image
25°
Stickstoffdioxid-Ausstoß von 71 Mikrogramm im Jahr 2007 auf 52 Mikrogramm gesunken

Weniger Feinstaub an der Deisterstraße

Hameln (HW). Bis zum Jahr 2015 soll die Luftqualitätsrahmenrichtlinie der Europäischen Union zur Verringerung schädlicher Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Umwelt in allen EU-Mitgliedsstaaten und damit auch in Hameln gelten. Doch um der Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung in der Innenstadt Herr zu werden, braucht die Rattenfängerstadt eigentlich zwingend die Südumgehung. Die aber ist mangels öffentlicher Gelder derzeit in nicht sehbare Ferne gerückt. „Wir werden mit vielen Einzelmaßnahmen das Problem in den Griff kriegen“, ist Ralf Wilde, Fachbereichsleiter Umwelt und technische Dienste im Hamelner Rathaus überzeugt.

veröffentlicht am 05.10.2011 um 06:00 Uhr

270_008_4870128_rueck106_0510.jpg

Um den Schadstoffausstoß im Blick zu haben, ist an der viel befahrenen Deisterstraße vor Jahren durch das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim eine Messstation installiert worden. Zulässig sind im Jahresmittel 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft. In Hameln lag dieser Wert im Jahr 2007 bei 71 Mikrogramm. Die aktuellen Daten für das erste Halbjahr 2011 weisen an der Deisterstraße nur noch durchschnittlich 52 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft aus. „Ein allgemeiner Rückgang“, begründet Dr. Andreas Hainsch und betont dabei, dass es sich um einen vorläufigen Wert handele. Der Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes macht den nicht unerheblichen Rückgang der Schadstoffbelastung unter anderem an der technischen Entwicklung fest. „Die Motoren in den Fahrzeugen sind schadstoffärmer geworden; sie emittieren nicht mehr so viel Stickstoffdioxid“, begründet er. Allerdings spielten viele Faktoren in dieses Ergebnis hinein. So könne auch eine Abnahme des Durchgangsverkehrs nicht ausgeschlossen werden: „Immer mehr Menschen verzichten auf das Auto, setzen auf öffentliche Verkehrsmittel. Aber das können wir aus Hildesheim nicht beobachten. Wir messen nur die nackten Daten.“

Ein endgültiges Ergebnis für 2011 sei ohnehin erst am Jahresende möglich. „Wir werden das Ergebnis dann in unserem Jahresbericht veröffentlichen“, kündigt Dr. Andreas Hainsch an und betont: „Es macht keinen Sinn, nur über einen kurzen Zeitraum oder einige Monate zu messen. Wir müssen den Jahreswert ermitteln.“

Deshalb werde das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim an der Messstation am Nadelöhr Deisterstraße auf unbefristete Zeit festhalten. Hainsch: „Wir werden weiter messen, weiter beobachten. Ein Messende ist noch nicht festgelegt.“

Der Dewezet-Bericht über die Messstation an der Deisterstraße erschien am 23. Januar 2010.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare