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Auch auf dem Wochenmarkt gibt’s Weihnachtsbäume / Preise stabil

Weihnachtsbäume für Kurzentschlossene

HAMELN. Nur noch wenige Tage – dann ist Weihnachten. Sind alle Vorbereitungen getroffen? Ist alles eingekauft? Irgendetwas fehlt ja immer. Vielleicht sogar der Weihnachtsbaum? Noch ist es Zeit zum Kauf des prächtigsten Schmuckstücks der Weihnachtszeit. In Gärtnereien, auf Plantagen, auf Bauernhöfen und in Baumärkten sind Tannenbäume noch bis Samstag erhältlich. Ebenso an einigen Ständen auf dem Wochenmarkt.

veröffentlicht am 19.12.2017 um 15:08 Uhr
aktualisiert am 19.12.2017 um 15:40 Uhr

Heinz Poock gehört zu den Händlern, die auf dem Wochenmarkt auf den Tannenbaum-Verkauf auf ihrem Hof hinweisen. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin

HAMELN. Nur noch vier Tage – dann ist Weihnachten. Sind alle Vorbereitungen getroffen? Ist alles eingekauft? Irgendetwas fehlt ja immer. Vielleicht sogar der Weihnachtsbaum? Noch ist es Zeit zum Kauf des prächtigsten Schmuckstücks der Weihnachtszeit. In Gärtnereien, auf Plantagen, auf Bauernhöfen und in Baumärkten sind Tannenbäume noch bis Samstag erhältlich. Ebenso an einigen Ständen auf dem Wochenmarkt. Dort werden die Bäume zwar nicht in Hülle und Fülle angeboten, manche Händler weisen jedoch darauf hin, dass bei ihnen noch Bäume erhältlich seien. Auf den Höfen einiger Landwirte sogar noch bis zum 24. Dezember – beispielsweise auf dem Kartoffelhof Poock in Fuhlen.

„Manche Leute kommen sogar erst am Heiligabend kurz vor dem Gottesdienst“, weiß Mechthild Poock aus langjähriger Verkaufserfahrung. Meist seien es Männer, die von ihren Frauen die Ansage erhalten haben, „ja nicht ohne einen Baum nach Hause zu kommen“.

Wie in den vergangenen Jahren sind Nordmanntannen mit ihren weichen Nadeln am begehrtesten. Hauptsächlich, weil sie nicht „pieken“ beim Schmücken. Der Frost im Frühjahr hat den Bäumen keinen Schaden zugefügt. Im Gegenteil: Die vielen Niederschläge im Sommer nämlich haben ihr Wachstum gefördert, sodass es keine Einbußen gibt. Das wiederum wirkt sich auch positiv auf die Anschaffungskosten aus. „Die Preise sind stabil geblieben“, betont Susanne Sporleder von der Gärtnerei Sporleder.

Wie in den vergangenen Jahren sind Nordmanntannen mit ihren weichen Nadeln am begehrtesten. Foto: pixabay
  • Wie in den vergangenen Jahren sind Nordmanntannen mit ihren weichen Nadeln am begehrtesten. Foto: pixabay

Zwar gibt es immer noch genügend Leute, die erst in letzter Minute einen Weihnachtsbaum kaufen, die meisten jedoch erledigen das viel früher. Manche sogar schon zu Beginn der Adventszeit, denn sie wollen den Baum nicht nur über die Weihnachtstage genießen, sondern längere Zeit etwas von ihm haben.

Ähnlich wie in Amerika, wo der Weihnachtsbaum in vielen Familien schon Ende November in den Wohnungen aufgestellt wird, und zwar nach dem traditionellen Fest „Thanksgiving“, also rechtzeitig zum 1. Advent. Egal, wann der Baum in die Wohnung gebracht wird, er sollte nicht direkt vor der Heizung stehen, damit er nicht zu schnell nadelt. „Empfehlenswert ist außerdem, den Christbaumständer mit Wasser zu füllen und den Baum regelmäßig mit frischem Wasser zu besprühen“, so Susanne Sporleder.

Das Tannenbaumschmücken ist heutzutage ein Spaß für die ganze Familie – im Gegensatz zu früher. Wenn Eltern oder Großelten den Baum am Morgen des Heiligabends schmückten, mussten die Kinder draußen bleiben, denn sie sollten glauben, der Baum sei vom Christkind geschmückt worden. Damit neugierige Kinderaugen nicht etwa durch das Schlüsselloch der Wohnzimmertür spähten, wurde es einfach zugehängt.

Mit welchem Schmuck der Baum am schönsten aussieht, ist Ansichtssache. Bunte Kugeln, rote Äpfel und Strohsterne passen immer. Über den Ursprung des Weihnachtsbaums ranken sich viele Mythen.

Unter anderem ist aus dem 17. Jahrhundert überliefert, dass die Weihnachtsbäume damals in Straßburg mit Papierrosen dekoriert wurden – als Symbol für die Rose vom Zweig Jesse, von der das alte Weihnachtslied „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ erzählt. Den ersten Baum mit Kerzen soll jedoch bereits Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien anno 1611 geschmückt haben. Eine andere Quelle wiederum schreibt den geschmückten Baum den Zünften zu und geht von Deutschland als Ursprungsland aus. Im 18. Jahrhundert hat sich der Weihnachtsbaum dann immer mehr verbreitet.

Aus der Zeit stammt auch eine der ersten literarischen Erwähnungen des Weihnachtsbaums. In seinem Roman „Die Leiden des jungen Werther“ aus dem Jahr 1774 ließ Goethe nämlich seinen Protagonisten an einem Sonntag vor Weihnachten von einem aufgeputzten Baum mit Wachslichtern, Zuckerwerk und Äpfeln schwärmen. Um 1830 entstanden die ersten Weihnachtsbaumkugeln aus Glas, Lametta als Christbaumschmuck ist etwas jünger: Es wurde 1878 in Nürnberg entwickelt.

Statt eines Rezepts, das meist an dieser Stelle steht, hier ein Gedicht. Der Autor ist leider unbekannt. Es trägt den Titel „Der Weihnachtsbaum“.

Information

Strahlend, wie ein schöner Traum, steht vor uns der Weihnachtsbaum.

Seht nur, wie sich goldenes Licht auf den zarten Kugeln bricht.

„Frohe Weihnacht“ klingt es leise und ein Stern geht auf die Reise.

Leuchtet hell vom Himmelszelt – hinunter auf die ganze Welt.



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