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Hygiene-Ratschläge: So machen die rohen Eier nicht krank / Wie man mit pflanzlichen Stoffen färbt

Vor dem Malspaß kommt das Auspusten

Eier auspusten und bunt bemalen – normalerweise ein Riesenspaß für Kinder vor Ostern. „Aber nur eine kleine Menge Bakterien auf der Eierschale reicht schon aus, um eine schwere Durchfallerkrankung hervorzurufen“, warnt Marko Ostendorf, Arzt beim R+V-Infocenter. Die kleinen Künstler sollten die Eier nicht direkt mit dem Mund berühren, rät auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): „Beim Auspusten von Eiern besteht die Gefahr, dass Salmonellen aufgenommen werden“, erläutert Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des BfR. Die Keime, die vor allem auf der Schale der Eier vorkommen, können schweren Durchfall und Magenkrämpfe auslösen.

veröffentlicht am 05.04.2012 um 06:00 Uhr

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Obwohl die Anzahl der gemeldeten Infektionen durch Salmonellen seit einigen Jahren rückläufig ist, wurden 2011 rund 25 000 Salmonelleninfektionen gemeldet. Da Kinder besonders gefährdet sind, sollten sie möglichst gar nicht mit rohen Eiern umgehen, empfehlen Gesundheitsexperten. Eine gefahrlose Alternative zur Osterzeit sei dagegen das Bemalen von hart gekochten Eiern oder Eiern aus Materialien wie Holz oder Kunststoff. Wer aber auf das Auspusten von rohen Eiern nicht verzichten will, sollte folgende Regeln beachten:

Ausschließlich nur frische und saubere Eier auspusten. Die Eier können mit warmem Wasser und etwas Spülmittel vorher abgewaschen werden.

Spitze Werkzeuge, mit denen die Eier angebohrt werden, wie Stecknadeln, Nägel oder Eierstecher, sollten sauber sein und nach der Benutzung gründlich gereinigt werden.

Wann immer es möglich ist, sollten Eier mit Hilfsmitteln ausgepustet werden, um so den direkten Kontakt mit dem Mund zu vermeiden. Zum Auspusten eignen sich zum Beispiel dünne Strohhalme. Es gibt auch Drogerien oder Bastelgeschäfte, die zum Auspusten von Eiern spezielle kleine Blasebälge anbieten.

Bevor die ausgepusteten Eier bemalt werden, muss man sie von innen und außen mit warmem Wasser und etwas Spülmittel säubern, um so die Reste des rohen Eis zu entfernen.

Verspritztes Eigelb und Eiweiß sofort mit Küchenpapier entfernen und die Arbeitsfläche gründlich reinigen.

Nach dem Auspusten der Eier die Hände mit warmem Wasser und Seife waschen.

Danach kann’s losgehen mit dem kreativen Teil des Ostereiervergnügens. Wer nicht zu Filzstiften, Schere und Klebstoff greifen will, um die Eier zu bemalen oder zu bekleben, kann sie einfach nur einfärben. Auch zum Einfärben von hartgekochten Eiern muss man nicht zwingend zu Kunstprodukten greifen – die Natur liefert genügend farbliche Rohstoffe, die gesundheitlich unbedenklich sind. Für Rottöne eignen sich Rote Bete und rote Zwiebelschalen. Für Goldgelb bis Braun sind schwarzer Tee oder Zwiebel- und Walnussschalen perfekt. Grüneffekte erreicht man mit Spinat, Brennnesselblättern und Petersilie. Rotkohlblätter und Holundersaft sorgen für Blau- und Lila-Töne.

Eier auspusten und bunt bemalen ist normalerweise ein Riesenspaß vor Ostern. Durch Bakterien auf der Schale kann es aber zu schweren Durchfallerkrankungen kommen. Wie man sich schützt und wie man Eier auch mit pflanzlichen Farben schön bunt kriegt – wir geben Tipps.

Foto: dpa



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