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Hessische Wahrheiten, Asche aufs Haupt und 50-Wörter-Sätze: Wochenrückblick der Redaktion

Von heimlichen Zensoren und kleinen Lügen

Bringen wir’s hinter uns. Wer mit Steinen wirft und sein Glashaus nicht mit Panzerglas ausgerüstet hat, muss mit Häme leben, wenn es geklirrt hat. „Hast du eigentlich in letzter Zeit viel über die Arbeiten an der Münsterbrücke geschrieben?“, fragt Kollege Behmann grinsend. Fragender Blick zurück „?“. „Hast du doch, oder?“ „… – was willst du, Ulli?“ „Du hast Coppenbrücke geschrieben!!“ Und es wurde gedruckt. Schepper, schäm, „oh, nein!“ Dank gebührt Christian Branahl, der entlastend meinte, Coppenbrügge stamme ja auch von Brücke. Eben drum, na also. Dann werden jetzt wieder Steine geworfen:

veröffentlicht am 24.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:50 Uhr

Birte Hansen

Autor

Reporterin zur Autorenseite

Lang-weilig: Aus maximal zwölf Wörtern sollte ein Satz bestehen, damit er verständlich bleibt. Diese Regel ist im Lügder Rathaus aber offenbar nicht bekannt. Bekannt ist auch nicht, ob folgender Satz jemals bis zum Ende gelesen wurde: „Die Eigentümer, die sonstigen zur Nutzung oder zum Gebrauch dinglich Berechtigten, denen nicht nur eine Grunddienstbarkeit oder beschränkte persönliche Dienstbarkeit zusteht, die Mieter, Pächter und Nießbraucher sämtlicher im Stadtgebiet gelegenen bebauten und unbebauten Grundstücke werden gebeten, Befallstellen auf ihren Grundstücken bis zum 14. Oktober 2011 unverzüglich dem Ordnungsamt der Stadt Lügde, Herrn Marx, Zimmer 2, Am Markt 1, 32676 Lügde, Tel.: 05281/770832, anzuzei-gen.“ Und, geschafft??

Zensiert: Dass neben Pressefreiheit auch Meinungsfreiheit herrscht, wird in Gesprächen mit Pressesprechern und anderen Gesprächspartnern immer sehr deutlich. Kaum ein Tag, an dem nicht versucht wird, Journalisten zu diktieren, was berichtet und was verschwiegen werden sollte. Beliebte Antworten auf Presseanfragen aus dem Repertoire der heimlichen Zensierer: „Das ist doch keine Geschichte“, „Das müssen Sie jetzt aber nicht schreiben“, „Das interessiert doch gar nicht“, „Das sollte man jetzt aber nicht schlechtschreiben!“ Jeder dieser Sätze löst auf der anderen Seite nur eine Reaktion aus: „Jetzt erst recht!“

Beschwingend: Die Mail einer Chorsängerin, die so nett endete: „Gospelige Grüße.“ Das erhellt die Stimmung doch sofort. Glory, glory, halleluuujaa …

Gelogen: Die Überschrift „Hessisch Oldendorfer sind keine Hessen“ hat mit der Wirklichkeit in der Redaktion nichts zu tun. Peter Jahn selbst, zuständig für den Bereich Hessisch Oldendorf, wo er auch lebt, ist nämlich ein gebürtiger „Hässe“.



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