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Warum Bürohunde uns gut tun und wo es Grenzen gibt

Tierischer Kollege

Der beste Freund des Menschen steht einem in jeder Lebenssituation treu zur Seite, ist immer für Frauchen oder Herrchen da. Ein treuer Begleiter, der von allen geliebt wird. So die Theorie. Ich selber brauche manchmal einige Zeit, bis ich mit ihnen warm werde. Zu tief verwurzelt ist die damals nicht widerlegte Kinderangst, Hunde, die bellen, knurren oder an einem hochspringen, wollen mir an die Wade oder Kehle gehen. Doch seitdem ich ins Berufsleben gestartet bin, verfliegt diese Angst immer mehr. Der Grund: Bürohunde.

veröffentlicht am 22.08.2018 um 16:03 Uhr
aktualisiert am 22.08.2018 um 17:04 Uhr

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Franziska Winkler

Autor

Franziska Winkler Redakteurin / Pressereferentin zur Autorenseite
Mein Kollege und ich teilen uns quasi einen Hund, der keinem von uns beiden, dafür aber einer Kollegin aus einer anderen Abteilung gehört. Der Weg einmal quer über den Gang ist dabei kein Hindernis, uns regelmäßig zu besuchen. Was von beider Seite eher etwas zaghaft begann, ist zu einer zarten Zuneigung gewachsen. Wenn der eine vom Streicheln müde Arme bekommen hat, wird eben zum anderen rübergedackelt.

Nicht ganz uneigennützig. Aber so ist er. Und er tut damit wissenschaftlich bewiesen etwas Gutes für das Büroklima.

Laut Studien mindert er den Stress aller Büroinsassen. Wie das geht? Mit dem Hundeblick, versteht sich: Wer kann schon widerstehen und sich nicht zu einem netten Wort, einem kleinen Leckerli oder einer gesundheitsfördernden Spiel- und Streichelpause hinreißen lassen?

Wer sich häufig bewegt, stärkt sein Immunsystem und wird seltener krank. Der Stresspegel wird zudem reduziert und man wird im Allgemeinen zufriedener. Man lernt so Kollegen kennen, mit denen man ohne Hund an seiner Seite kaum in Berührung gekommen wäre.

Außerdem ist es für viele Arbeitnehmer eine große Entlastung, wenn sie ihren Liebling nicht so gerne alleine zuhause lassen und weder Lebenspartner, Familie, Freunde noch Nachbarn auf den Vierbeiner aufpassen können.

Dennoch solltet ihr beachten, dass ein Hund nicht dazu gemacht ist, jeden Tag acht oder mehr Stunden unter einem Tisch zu liegen.

Versucht lieber, die Hundstage im Büro eurem Vierbeiner zuliebe auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn schon nicht ihr Teilzeit macht, dann wenigstens euer Hund.



DO's

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  • Spiel und Spaß ist außerhalb der Räumlichkeiten in der Pause ist grundsätzlich möglich und bereitet dem Hund nicht nur Freude, sondern macht zudem müde. Vorausgesetzt, das Spiel wird zeitgerecht beendet und der Hund überdreht nicht. Es gilt schließlich noch einen Berg voll Arbeit zu bewältigen.
  • Der Hund sollte möglichst viele Freundschaften schließen, um sich wohl zu fühlen. Dazu können Kollegen mit Lieblingssnacks ausgestattet werden.
  • Das Befriedigen der Grundbedürfnisse (wie zum Beispiel ausreichend Wasser, kein übermäßiger Hunger, das Verrichten aller Geschäfte) ist wichtig, damit der Hund entspannen kann.
  • Regelmäßige Spaziergänge bereiten dem Hund Freunde und halten Mensch und Tier fit. Eventuell wirst Du von Kolleginnen und Kollegen begleitet? Zahlreiche Freundschaften können entstehen.
  • Management ist alles: über die Eigenschaften des Vierbeiners aufklären (z.B. „Eddy mag Streicheleinheiten am Kopf weniger, aber versuch’s mal an der Brustgegend – das liebt er!“), darauf achten, niemanden zu stören, sowie Action im Büro möglichst vermeiden.
  • Eine Hundehaftpflichtversicherung gibt ein ruhigeres Gefühl, sollte mal ein Missgeschick geschehen.


DONT's

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  • Einen aggressiven Hund ins Büro mitnehmen. Deine Kollegen sollen keine Angst haben, den Raum zu betreten.
  • Vernachlässigung der Arbeit.
  • Den Hund über einen vollen Arbeitstag hinweg in eine Box sperren. Hunde brauchen Bewegung und müssen sich auch mal strecken oder umlegen können.
  • Den Hund frei im Office laufen lassen und gar nicht wissen, wo er sich gerade befindet. Bedenke: Selbst wenn niemand Angst vor Hunden hat, so kann dennoch mal ein Kunde vor der Tür stehen, der weniger erfreut darüber ist, von einem Hund begrüßt zu werden.
  • Den Hund nicht füttern oder ausreichend Wasser bereitstellen, um weniger Spaziergänge machen zu müssen.
  • Wilde Spieleinlagen im Büro.
  • Hinterlassenschaften des Hundes (ganz gleich ob Hundehaare, Kot oder Urinflecken) nicht wegräumen, sondern die Aufgabe an das Putzpersonal übertragen.






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