weather-image
23°

„feed a dog“ und „feed a cat“ ermöglichen Spenden an Tierschutzvereine

Tiere füttern per App – auch im Weserbergland

Notleidenden Hunden und Katzen mit dem Smartphone helfen? Das ist mithilfe der Apps „feed a dog“ und „feed a cat“ ganz einfach. Die virtuell gefüllten Näpfe kommen dann als Futterspende bei den Tieren an. Auch Tierschutzvereine aus dem Weserbergland nutzen das Angebot.

veröffentlicht am 07.04.2019 um 06:00 Uhr

Über die App „feed a dog“ wurden bislang (Stand Mitte März 2019) insgesamt knapp 193 000 Näpfe gefüllt. Foto: Feed a dog
Nicole Trodler

Autor

Nicole Trodler Onlineredakteurin zur Autorenseite

Seit Dezember 2017 gibt es „feed a dog“, seit September 2018 „feed a cat“. Mithilfe der Apps können Tierfreunde für notleidende Hunde und Katzen spenden – und dabei auch ganz gezielt Tierschutzvereine in ihrer Nähe unterstützen. Wer beispielsweise in Hameln wohnt, findet bislang drei Vereine aus der Region. denen er helfen kann – es könnten allerdings noch mehr werden.

Der Aerzener Verein „Zorro Dogsavior“ nutzt die App seit etwa einem Jahr und hat bereits Futterspenden erhalten. Neben einem Schutzhof in Aerzen, auf dem behinderte und kranke Hunde versorgt werden, kümmern sich die Ehrenamtlichen um Straßenhunde im Norden Griechenlands. Sobald genügend Spenden für zwei Paletten Futter (etwa 700 bis 1000 Kilogramm) zusammengekommen sind, schickt „feed a dog“ einen Transport los. Der Versand ist in den Spenden enthalten. Für Vereinsgründerin Marina Mantopoulos ist die App eine „wahnsinnig tolle Idee“. Man müsse jedoch auch Eigeninitiative zeigen. Zum Beispiel in sozialen Netzwerken auf die Möglichkeit der Spende per App hinweisen oder das von „feed a dog“ angebotene Marketing-Material nutzen.

Der Tierschutzverein Südkreta aus Salzhemmendorf ist ebenfalls in der App „feed a dog“ verzeichnet. Wie der Name schon vermuten lässt, kümmert sich auch dieser Verein um Hunde im Ausland und hat sich die Linderung des Tierleids auf der griechischen Insel Kreta zur Aufgabe gemacht. Mobilisiert werde aber vor allem über den eigenen Facebook-Account und weniger über die Spenden-App, heißt es auf Anfrage. Wer „feed a dog“ oder ähnliche Angebote nutze, müsse dies auch bewerben, nur auf Gelegenheitsbesucher zu setzen sei nicht zielführend.

Bei „feed a cat“ sind bislang knapp 80 000 Näpfe zusammen gekommen. Foto: feed a cat

Für „Pfötchen Chance“ aus Bad Pyrmont kann gleich doppelt gespendet werden, sowohl in der App für Hunde als auch in der für Katzen. Die Spenden kommen dann heimatlosen Hunden und Katzen in Bulgarien zugute. Futterspenden sind in den sechs Monaten, die Pfötchen Chance dabei ist, noch nicht eingegangen, aber vielleicht ändert sich das ja demnächst.

Beim Tiernotruf Aerzen waren die Apps noch nicht bekannt. Die Gründerin, Susanne Mundhenk-Alpert, zeigte sich aber begeistert von dem Angebot und will es sich einmal anschauen. Bislang würden Futterspenden direkt beim Verein in Gellersen abgegeben. Zudem bekomme der Verein auf Nachfrage von Futterherstellern Proben oder auch Futterpakete gespendet.

Auch der Tierschutzverein Hameln-Pyrmont, der unter anderem das Hamelner Tierheim betreibt, nutzt das Angebot noch nicht, sieht die Apps allerdings ebenfalls als eine Möglichkeit für die Zukunft. Bislang werde in sechs Supermärkten in Hameln, Bad Pyrmont und Emmerthal gesammelt, außerdem würden Futtermittelhersteller mit Spenden unterstützen.

Information

So können Sie helfen

Wer spenden möchte, kann sich die Apps kostenfrei aufs Smartphone laden. Auf Wunsch erhalten die Spender eine Spendenbescheinigung, die steuerlich geltend gemacht werden kann. Das ist möglich, weil die Spenden über den Dienstleister Givio, abgewickelt werden. Ob nur einmalig oder regelmäßig gespendet wird, ist jedem selbst überlassen. Wer nicht weiß, wie viel er spenden soll, bekommt folgende Hinweise: ein Euro sei ausreichend für ein Tier für einen Tag, sieben Euro für ein Tier für eine Woche und 30 Euro für ein Tier für einen Monat. Es ist auch möglich, langfristig für ein Tier zu spenden. Neben der freien Wahl von Spendenbetrag und Häufigkeit kann jeder Nutzer frei bestimmen, wohin seine Spenden gehen. Es kann auf dringliche Spendenaufrufe („aktuelle Hilferufe“) reagiert werden oder es kann gezielt nach Vereinen „in der Nähe“ oder „im Ausland“ gesucht werden.

Information

Das müssen Vereine tun

Jeder Tierschutzverein in Deutschland, der als gemeinnützig anerkannt ist, kann die Apps zum Spendensammeln nutzen. Voraussetzung ist, dass es einen konkreten Bedarf an Futterspenden für Hunde oder Katzen gibt und sich der Verein vorher auf der Charity-Plattform Gooding.de registriert. Nach einer Prüfung des Vereins erfolgt die Freischaltung für die App. Die Teilnahme ist für die Vereine kostenlos. Eine Übersicht, wie viele Spenden ein bestimmter Verein bereits bekommen hat, gibt es in der App nicht. Die Vereine können das aber über ihr Konto bei Gooding einsehen. Sobald der Spendenwert ausreicht, um einen Futter-Transport los zu schicken (für den Inlandversand muss es genug Geld für eine Palette sein, im Ausland erhöht sich die Mindestmenge auf zwei Paletten), gibt es eine zusätzliche Information. Die Futterspenden werden über den Logistikpartner ZooRoyal ausgeliefert.

Der Download der Apps ist kostenlos. Für iOS im iTunes App Store unter www.feedadog.com/iphone und www.feedacat.com/iphone. Für Android im Google Play Store unter www.feedadog.com/android und www.feedacat.com/android.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?