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Äußerst gesund

„Superfood“ Avocado

HAMELN. Sie ist eine Beere, die es in sich hat, denn sie steckt voller guter Eigenschaften. Noch vor einigen Jahren kam sie in heimischen Gefilden eher selten auf den Tisch, mittlerweile gilt sie jedoch als „Superfood“, denn sie ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und wertvollen Fettsäuren – die Frucht aus der Familie der Lorbeergewächse mit dem südamerikanisch klingenden Namen „Avocado“. Fälschlicherweise wird sie hin und wieder als „Steinfrucht“ und auch als Gemüse bezeichnet, aus botanischer Sicht handelt es sich jedoch um eine Beere.

veröffentlicht am 07.03.2017 um 15:55 Uhr

Aus Avocados lässt sich schnell ein Süppchen zaubern. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin

In Mittelamerika soll sie bereits vor 7000 Jahren gezüchtet und gegessen worden sein. Als die Spanier nach Mittelamerika kamen, war die Avocado von Nordmexiko bis Peru verbreitet. Ihren Name verdankt sie vermutlich ihrer Form, denn er leitet sich ab von dem aztekischen Wort „ahuacatl“, das übersetzt so viel bedeutet wie „Hoden“.

Die Spanier sorgten dafür, dass die Pflanze auch in andere Länder kam und dort angebaut wurde. Das Mittelmeergebiet eroberte sie allerdings erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Mittlerweile wird sie auch in Spanien und Griechenland angebaut.

In Deutschland ist die Avocado aus verschiedenen Anbaugebieten erhältlich in Supermärkten und auf Wochenmärkten. Auf dem Wochenmarkt Hameln sind Avocados an fast allen Obst- und Gemüseständen erhältlich. „Wir beziehen unsere Früchte aus Griechenland von einem Bio-Betrieb und verkaufen sie bis etwa Ende April“, so Sabine Zeller vom Stand des Marienhofes aus Esperde. Die Sorte „Hass“ sei der Renner, denn sie sei besonders nussig und aromatisch. Zu erkennen ist die „Hass“ an ihrer leicht warzig aussehenden Haut, die zunächst grün ist und sich mit zunehmender Fruchtreife bräunlich bis schwärzlich verfärbt. „Hat die Frucht die dunkle Farbe erreicht, ist sie reif und besonders aromatisch“, so Sabine Zeller.

Die Sorte „Hass“ ist der Renner“, schwärmt Sabine Zeller. Foto: sto
  • Die Sorte „Hass“ ist der Renner“, schwärmt Sabine Zeller. Foto: sto

Grüne Früchte der Hass-Avocado reifen bei Zimmertemperatur vier bis fünf Tage nach. Geerntet in ihren Herkunftsländern werden sie unreif. Der Reifeprozess kann beschleunigt werden, indem die Frucht zusammen mit einem Apfel in Zeitungspapier eingeschlagen und zwei bis drei Tage bei Raumtemperatur aufbewahrt wird. Die richtige Reife ist erreicht, wenn das Fruchtfleisch bei leichtem Druck nachgibt. In diesem Stadium lässt sich die Frucht leicht schälen und mit einer leichten Drehbewegung der Kern herauslösen.

Der Name „Hass“ geht übrigens auf den Postmann Rudolpf Hass zurück, der sie um 1930 auf seinem Anwesen zwischen anderen Avocadobäumen entdeckt hat. Die Hass-Avocado zählt neben der „Fuerte-Avocado“ zu den beliebtesten Sorten auf europäischen Märkten.

Ob Hass, Fuerte oder andere Sorten – die birnenförmigen Butterfrüchte sind äußerst gesund und sollten öfter auf den Tisch kommen. Ihre Inhaltsstoffe sind gesundheitsfördernd und gut für Herz, Nerven, Energie, gute Laune, Haut & Haar. Sie enthalten viel Vitamine, beispielsweise A und E und sind reich an Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium und Kalium. Mit etwa 180 Kalorien pro 100 Gramm sind die ölhaltigen Avocados sehr gehaltvoll, doch ihre ungesättigten Fettsäuren sind ein Gewinn für die Gesundheit und sollen sogar den Cholesterinspiegel im Gleichgewicht halten.

Avocados schmecken „einfach so“ mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft, als gerührter Brotaufstrich, als Soße, in Smoothies, in Salaten und sogar als Suppe. Aber Vorsicht: Avocados sollten nicht gekocht, sondern nur erhitzt werden, da sie sonst bitter werden könnten.

Information

Avocado-Suppe

Hier ein Rezept für eine schnell zubereitete Suppe für vier Personen:

Eine große Kartoffel und ein Stück Staudensellerie in Olivenöl anbraten,

ein Liter Gemüse- oder Hühnerbrühe zufügen und solange leicht köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

Nun drei mittelgroße, geschälte, entkernte und klein geschnittene Avocados hinzugeben, erhitzen und dann die Suppe pürieren.

Mit Salz, weißem Pfeffer und etwas süßer Sahne abschmecken. Sollte die Suppe zu dickflüssig sein, noch etwas Brühe zufügen.

Garniert mit kleinen Avocadoscheiben, klein geschnittener Petersilie oder anderem „Grünzeug“ schmeckt das Süppchen besonders gut und ist außerdem eine Augenweide.

Ein Tipp: Vor dem Verzehr einige Tropfen frischen Zitronensaft oder etwas Worcestersauce in die Suppe geben.



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