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Wie sich Igel im heimischen Garten wohlfühlen / Kranke Tiere zum Veterinär bringen

So wird der Herbst zum stacheligen Vergnügen

Der Herbst steht vor der Tür – sobald die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, rüsten sich die nachtaktiven Igel für den Winterschlaf. Mit ein paar einfachen Tricks können Gartenbesitzer ihr Grundstück igelfreundlich gestalten und die stacheligen Tiere so bei der Vorbereitung auf die kalten Monate unterstützen. Doch Achtung: Auch wenn Igel niedlich aussehen, bleiben sie Wildtiere. Gesunde Igel sollten keinesfalls zum Überwintern in menschliche Obhut genommen werden. PETA-Expertin Charlotte Köhler hat einige Tipps zusammengestellt, wie der Herbst zu einem „igeligen“ Vergnügen wird:

veröffentlicht am 27.09.2012 um 06:00 Uhr

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Naturnaher Garten: Ganz egal, ob es sich um einen kleinen Schrebergarten oder ein großes Grünparadies handelt: Zu aufgeräumte Gärten bieten kaum Unterschlupf und Nahrung für die heimische Tierwelt. Äste, die beim Beschneiden der Bäume anfallen, sollten nicht entfernt, sondern zu kleinen Haufen gestapelt werden. Das Gleiche gilt für Laub: Igel lieben es, in Laubhaufen zu schlafen oder sogar darin zu überwintern. Durch Laub und Holz werden Insekten angezogen – diese sind nicht nur für Vögel, sondern auch für Igel ein wichtiges Hauptnahrungsmittel. Gartenbesitzer, die ihren Rasen ordentlich halten möchten, können als Kompromiss auf das Mähen unter Hecken und Sträuchern verzichten. Bei der Düngung des Gartens sollte unbedingt auf natürliche Produkte wie Komposterde und Rindenmulch zurückgegriffen werden. Chemische Mittel, die Insekten und Schnecken töten, schaden in der Folge auch den Igeln.

Durchgänge schaffen: Igel durchstreifen auf ihrer Nahrungssuche große Gebiete. Eingezäunte Gärten blockieren die Laufwege und können schlimmstenfalls zur tödlichen Falle für die Insektenesser werden. Damit sich Igel nicht in groben Drahtzäunen verfangen, sollten die Gitter nicht bodentief sein und einen Durchschlupf haben. So können die Tiere ungestört von Garten zu Garten streifen.

Nahrung: Sollten Herbst oder Winter sehr kalt und nahrungsarm sein, bietet es sich an, mäßig hinzuzufüttern. Oft genügt eine regelmäßige Beifütterung an einem gewohnten Platz im Garten. Zum Schutz vor größeren Tieren kann die Schale mit Nahrung unter eine umgestülpte Obstkiste mit Eingng gestellt werden. Der Igel wird die Nahrungsstelle finden, er hat eine ausgesprochen gute Nase. Die Nahrungsempfehlung für Igel lässt sich beim Tierarzt oder einer ortsansässigen Igelstation erfragen. Um die Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten, sollten Igelfreunde täglich eine Schale mit frischem Wasser bereitstellen.

Kranke Igel: Als Wildtiere müssen Igel zwar prinzipiell in Ruhe gelassen werden, doch Ausnahmen bestätigen die Regel: Immer wieder kommt es vor, dass Igel krank werden. Diese Tiere benötigen Hilfe. Krankheitszeichen sind: Untergewicht, Taumeln, Zittern, Husten und Röcheln, rasselnde Atmung, ein „Sich-nicht-Einrollen“ und das Umherlaufen am hellen Tag. Tierfreunde, die einen kranken Igel finden, sollten das Tier zum Tierarzt, ins örtliche Tierheim oder eine Igelauffangstation bringen.

Sollten Herbst und Winter kalt sein, dürfen Igel, wenn auch nur mäßig und mit spezieller Nahrung, gefüttert werden.

Foto: Dana



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