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Tipps für ein ungetrübtes Grillvergnügen

So werden Sie zum Grillmeister

Erreicht die Außentemperatur um die 20 Grad, holen viele Menschen den Grill aus dem Keller. Für ein unbegrenztes Grillvergnügen gibt es einiges zu beachten – ein Überblick:

veröffentlicht am 30.04.2018 um 19:06 Uhr

Würstchen sind der Klassiker auf dem Grill. Es gibt aber auch viele vegetarische Alternativen. Foto: Pixabay

Autor:

Christian Röwekamp und Nina C. Zimmermann

Bevor es losgeht:

  • Gasgrill untersuchen: Vor dem ersten Einsatz eines Gasgrills gilt es, die Dichtungen, Schläuche und Ventile zu überprüfen. Gibt es Lecks, sitzen sie lose oder sind sie verschlissen? Nach Angaben der Prüforganisation Dekra gehen viele Unfälle auf Wartungsmängel und Fehler beim Anschließen der Gasflasche zurück.
  • Grillrost nicht zu tief hängen: Der Abstand zwischen Glut und Rost darf nicht zu eng sein. Eine Handbreit sollte es sein, empfiehlt Ernährungsexpertin Susanne Moosmann von der Verbraucher Initiative in Berlin. „Bei Fisch kann es sogar noch mehr sein, weil der zarter ist als Fleisch.“ So lasse sich verhindern, dass das Grillgut verbrennt.
  • Richtig anzünden: Jedem dürfte klar sein, dass Brennspiritus oder Benzin keine geeigneten Grillanzünder sind. Das macht das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) deutlich. Dessen empfohlene Technik: Holzkohle oder Briketts pyramidenförmig stapeln und darin Grillanzünder verteilen. Sobald die Kohlen ordentlich brennen, wird das Glutbett auseinandergezogen und mit Wedeln oder Pusten das Durchglühen beschleunigt.
  • Das kann alles gegrillt werden: Rostbratwürste und Steaks sind Klassiker. Doch die Vielfalt ist groß. „Der Trend geht zum Fleischarmen, bei vielen zum Fleischlosen“, sagt Heidrun Schubert von der Verbraucherzentrale Bayern. Spargel etwa biete sich im Frühjahr zum Grillen an. Spieße aus Champignons, Zwiebeln, Paprika und Zucchini sind ein Dauerbrenner. „Generell kann man nahezu jedes Gemüse auf die Spieße drücken“, sagt die Ernährungsexpertin. Lecker seien auch Süßkartoffeln, die im Gegensatz zu normalen Kartoffeln problemlos roh oder halb roh gegessen werden könnten, weil die Gefahr der Solaninbildung bei ihnen nicht besteht. Das Gemüse würzt sie mit Chili, Salz, Pfeffer und Thymian. Eine weitere fleischlose Alternative ist Grillkäse, etwa der Halloumi. Er ist würzig und schmilzt in der Hitze der Glut nicht.
  • Selbst marinieren: Von vorgewürzten Fleischprodukten rät Verbraucherschützerin Heidrun Schubert ab. Die Qualität des Grillgutes sei nicht erkennbar. Außerdem entfalle die Kennzeichnungspflicht für das Fleisch, da es bearbeitet wurde, erklärt Schubert. Damit könnten Verbraucher nicht sehen, woher das Fleisch kommt. Eine einfache und schmackhafte Marinade lässt sich aus Knoblauch, Salz, Pfeffer, Senf sowie in gleichen Anteilen Oliven- und Rapsöl zubereiten. Darin zieht das Fleisch im Kühlschrank einige Stunden durch.

Wenn der Grill angezündet ist:

  • Grillgut nicht zu früh auflegen: Erst wenn die Kohle glüht, sollte es losgehen mit dem Grillvergnügen. „Grillen ist ein Ritual“, sagt Heidrun Schubert von der Verbraucherzentrale Bayern. Grillfreunde sollten der Holzkohle Zeit lassen und Fleisch, Fisch und Gemüse erst auf den Rost packen, wenn keine Flammen mehr zu sehen sind. Eine dünne weiße Ascheschicht zeigt, dass der Brennstoff heiß genug ist.
  • Kein gepökeltes Grillgut verwenden: Kassler, Schinken oder Wiener Würstchen haben auf dem Grill nicht zu suchen. Das Nitrit aus dem Pökelsalz verbinde sich mit dem in den Lebensmitteln enthalten Eiweiß, erläutert die Expertin. Daraus können krebserregende Nitrosamine entstehen.
  • Bier lieber nur trinken: Beliebt ist oft die Bierdusche für das Grillgut. Das mag zwar den Geschmack verbessern, gesund sei es aber nicht, warnt Verbraucherschützerin Susanne Moosmann. Denn alles, was neben dem Steak in die Glut tropft, verraucht dort. So gelangen Aschepartikel ans Fleisch.
  • Grillschalen benutzen: Der Gebrauch von Alufolie oder Grillschalen aus Alu oder Edelstahl verhindert, dass Fett oder andere Flüssigkeit in die Glut tropft.


Bevor serviert wird:

Quelle: Aktion Das Sichere Haus, Feuerwehr Güdingen, DRK, dpa
  • Quelle: Aktion Das Sichere Haus, Feuerwehr Güdingen, DRK, dpa
  • Am Ende würzen: Gewürze und frische Kräuter sollten generell erst kurz vor Ende der Garzeit auf das Grillgut. Durch die Hitze könnten sie verbrennen. Fleisch sollte nicht auf dem Rost, sondern nach dem Grillen mit Salz bestreut werden, weil es austrocknen könnte, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
  • Verbranntes nicht mitessen: Alle Stellen, die aus Versehen verkohlt oder angebrannt sind, werden am besten abgeschnitten und nicht mitverzehrt. Das passiert leicht, wenn Fett oder Soße in die Glut tropft, dort verbrennt und sich Rauch entwickelt. Dann besteht die Gefahr, dass zum Beispiel Benzpyrene entstehen, warnt Moosmann. Sie gehören zu den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAKs), die als krebserregend gelten.
Information

1. Hamelner Grillmeisterschaft

Vier Mannschaften, jeweils ein Drei-Gänge-Menü und ein Sternekoch: Im Rahmen des Hamelner Street-Food Markets „VollMund“ veranstaltet die Dewezet am Samstag, 5. Mai, auf dem Pferdemarkt Hamelns erste Grillmeisterschaft. Beginn ist um 11 Uhr, dann erhalten die Teilnehmer ihre Einkaufskörbe. Die Amateur-Griller haben völlig freie Hand in der Zusammenstellung ihrer Menüs. Einzige Vorgabe: Als Hauptgang müssen sie einen „Rattenburger“ kreieren. Nach jedem Gang findet eine Bewertung statt, ehe um 15.15 Uhr die Jury das Ergebnis bekannt gibt und Hamelns ersten Grillmeister kürt. In der Jury sitzen Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese, Dewezet-Geschäftsführerin Claudia Reisch und Sternekoch Achim Schwekendiek vom Schlosshotel Münchhausen. Der Sternekoch sitzt aber nicht nur in der Jury, sondern wird sein Können auch am Grill unter Beweis stellen: Um 11.45 Uhr und um 14.45 Uhr tritt er zum kommentierten Showgrillen an.as



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