weather-image
14°
×

Studie beschäftigt sich mit dem Ableben in der Erfolgsserie

So stirbt es sich bei „Game of Thrones“

Enthauptung, Gift, Feuertod: In der Kultserie „Game of Thrones“ haben Männer von niederem Stand besonders schlechte Überlebenschancen. Zudem haben prominent herausgearbeitete Charaktere eine hohe Todesrate. Das hat eine Analyse von 330 Charakteren aus den ersten sieben Staffeln ergeben, die Experten in einem Fachjournal über Verletzungen („Injury Epidemiology“) präsentieren.

veröffentlicht am 17.12.2018 um 13:32 Uhr

Autor:

Wer in der nächsten Staffel mitraten will, welche Schauspieler vorzeitig ausscheiden, sollte auch ganz genau auf deren Verhalten achten: Personen, die ihre Allianzen nie wechseln, haben in der Fantasyserie demnach ebenfalls ein erhöhtes Risiko für den Filmtod.

Beim wichtigsten Fernsehpreis der Welt hat die Serie in diesem Jahr gleich neun Emmy-Trophäen abgeräumt: als bestes Drama und in vielen Nebenkategorien wie Make-up und Spezialeffekte. „Game of Thrones“ („GoT“) begeistert Millionen Fans mit einer ziemlich komplexen Geschichte sowie einer gehörigen Prise Sex – und eben auch Gewalt.

„Am Ende der siebten Staffel ist schon über die Hälfte aller Charaktere gestorben – 186 von 330“, berichtete der Hauptautor Reidar Lystad vom australischen Institut für Gesundheitsinnovation der Macquarie Universität in Sydney. Die häufigste Todesursache sei mit großem Abstand Gewalt. Die kürzeste Überlebenszeit auf den Bildschirmen war elf Sekunden.

Auch feuerspuckende Drachen und eine eiskalte Zombie-Armee mischen in der Serienwelt mit, die dem Mittelalter angelehnt ist. Mehrere Familienstämme kämpfen um den „Eisernen Thron“ des Kontinents Westeros – ein gefährlicher Ort. Dort finden gleich 80 Prozent aller Todesfälle statt, das hat die Auswertung der Experten ebenfalls ergeben.

Auch die Todesursachen listeten die Forscher akribisch auf: Knapp 74 Prozent starben an ihren Verletzungen, vor allem an Kopf und im Nacken – 13 Enthauptungen eingeschlossen. Und wie viele Charaktere sind eines natürlichen Todes gestorben? Gerade mal zwei: der runzelige Maester Aemon und die Alte Nan wegen Altersschwäche.

Die Studie könne vielleicht helfen, herauszufinden, wer sich wohl in der achten und letzten Staffel durchsetzen werde, hofft Lystad.

Der weltweite Hype um die Saga ist aus Sicht der Wissenschaft durchaus erklärbar. „Der Knackpunkt ist eine innere Spannung zwischen knallhartem Realismus und Fantasy“, erklärte Kulturtheorie-Professor Jan Söffner von der Zeppelin Uni in Friedrichshafen am Bodensee. Im Gegensatz zu herkömmlicher Fantasy komme bei „Game of Thrones“ tatsächlich immer alles anders, als man denke.

Information

Achte Staffel ab April 2019 / Ableger-Serie geplant

Die achte und letzte Staffel von „Game of Thrones“ wird ab April bei dem US-Fernsehsender HBO gezeigt. Für gewöhnlich sind die neuen „GoT“-Folgen unmittelbar nach US-Start auch in Deutschland zu sehen. Hier wird die Serie im Pay-TV von TNT Serie und bei Sky Deutschland von Sky Atlantic HD sowie im Free-TV von RTL 2 verbreitet. „Game of Thrones“ basiert auf der Romanreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ des US-amerikanischen Autoren George R. R. Martin. Fünf Bände sind bereits erschienen, zwei weitere sind geplant. Die ersten sechs Staffeln der Serien-Adaption umfassen jeweils zehn Episoden, die siebte Staffel sieben Folgen, in der achten Staffel gibt es noch einmal sechs Folgen.

Die Macher der Serie hatten ursprünglich geplant, die letzten Folgen nicht im Fernsehen auszustrahlen, sondern als Kinofilme zu konzipieren. Das hatte Autor und Produzent David Benioff dem US-Magazin „Entertainment Weekly“ Anfang November verraten. Der Grund: Die Kosten seien für TV-Verhältnisse immens hoch. HBO habe die Idee, drei Kinofilme nach dem Vorbild der „Herr der Ringe“-Reihe zu drehen, zwar abgelehnt, aber das Budget verdreifacht. Eine Folge koste demnach 15 Millionen Dollar.

Zum Abschluss soll es dem Magazin zufolge zur größten Schlacht der Fernsehgeschichte kommen. Der Kampf gegen eine Armee von Untoten sei über Wochen im nordirischen Belfast gedreht worden. Allein die Dreharbeiten für die Außenaufnahmen hätten 55 Nächte gedauert.

Noch vor dem Serien-Ende sollen Anfang 2019 die Dreharbeiten für die erste Episode einer neuen Serie starten, die ebenfalls im „GoT“-Universum spielt, allerdings viele Tausend Jahre vor den Ereignissen des Originals.

dpa/red



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt