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Sieben Tipps

So sichern Sie Ihre Passwörter

Wer im Internet unterwegs ist, kommt um Passwörter nicht herum. Sie werden zum E-Mail-Schreiben, für Bankgeschäfte und zum Einkaufen gebraucht. Auch für ein Konto in Sozialen Netzwerken muss ein Passwort gewählt werden. Aber: Sensible Daten wollen gut gesichert und vor Missbrauch geschützt sein. Im Internet kursieren viele Tipps rund um die Passwort-Sicherheit, hier fassen wir die besten zusammen.

veröffentlicht am 16.01.2018 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 16.01.2018 um 17:15 Uhr

Foto: Pixabay
Nicole Trodler

Autor

Nicole Trodler Onlineredakteurin zur Autorenseite

Mindestlänge, Zahlen und Sonderzeichen

Ein gutes Passwort sollte mindestens aus acht Zeichen bestehen, empfiehlt das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Es gelte aber: Je länger desto besser. Zudem sollte ein Passwort gewählt werden, dass möglichst nicht im Wörterbuch steht. Neben Buchstaben sollte es auch Ziffern und Sonderzeichen enthalten.

Keine Standard-Passwörter

Der Security-Tool-Entwickler SplashData veröffentlicht jedes Jahr eine Liste der schlechtesten Passwörter im englischsprachigen Raum. Regelmäßig belegt darin die aufeinanderfolgende Zahlenreihe „123456“ den obersten Platz, aber auch das Passwort „password“ ist äußerst beliebt. Solche gängigen Varianten und Tastaturmuster sollten aber auf gar keinen Fall verwendet werden. Auch Namen von Familienmitgliedern, Haustieren oder auch Geburtsdaten sind tabu. Denn: Diese Informationen können oft bereits durch eine einfache Internet-Recherche herausgefunden werden.

Pass-Sätze statt Passwörter

Eine Möglichkeit, um lange und komplizierte Passwörter mit Zahlen und Sonderzeichen zu erstellen, ist es, sich einen bestimmten Satz auszudenken und in diesem dann auf Groß- und Kleinschreibung zu achten sowie bestimmte Buchstaben durch Zahlen zu ersetzen. Der Buchstabe I sieht beispielsweise aus wie eine 1, das A wie eine 4 oder das E wie eine 3. Mit einem einfachen Satz aus fünf Wortern, der entsprechend modifiziert wurde, hat man schon ein sehr sicheres Passwort erstellt. Nun noch das ein oder andere Sonderzeichen ergänzt und schon ist das Passwort oder besser der Pass-Satz so gut wie nicht zu knacken.

Keine Zweitverwertung

Ist ein gutes und sicheres Passwort gefunden, sollte dieses auf keinen Fall mehrfach verwendet werden. Denn wird das Passwort in einem Dienst geknackt, sind auch Ihre anderen Anwendungen nicht mehr sicher. Auch die voreingestellten Passwörter bei vielen Softwareprodukten müssen auf jeden Fall geändert werden. Meist handelt es sich bei diesen um ein Standard-Passwort, das allen Nutzern mitgegeben wird. Ist es bekannt, sind Hacker gleich an mehreren Stellen erfolgreich.

Doppelt absichern

Das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät weiterhin zu einer regelmäßigen Änderung der verwendeten Passwörter. Es ist allerdings umstritten, ob das wirklich nötig ist. Wenn man einmal ein sicheres Passwort anhand der hier gegebenen Tipps erstellt hat, sollte man als Nutzer im Grunde auf der sicheren Seite sein. Erst einmal sind ab dann die Online-Dienste in der Pflicht dafür zu sorgen, dass die Passwörter ihrer Nutzer auch sicher hinterlegt sind. Viele Anbieter bieten durch die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung einen zusätzlichen Schutz. Damit können die Nutzer eine zweite Sicherheitsabfrage einrichten, bevor Zugriff gewährt wird. Selbst wenn ein Hacker dann über ein Passwort für etwa einen Online-Banking-Account verfügt, kann er sich ohne den zweiten Faktor zu kennen nicht einloggen.

Wie merken?

Klar, je komplizierter das Passwort und je mehr davon man hat, umso schwieriger wird es, den Überblick zu bewahren. Eine Möglichkeit, dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, ist es, die Passwörter irgendwie in Zusammenhang mit dem Dienst, für den sie gelten zu bringen. Für die Plattform Ebay könnte man zum Beispiel eine Aussage wie „Sachen zu ersteigern macht mir sehr viel Spaß“ als Pass-Satz (siehe Tipp 4) modifizieren. Zur Absicherung können die einzelnen Passwörter ganz analog auf einem Zettel notiert und an einem sicheren Ort (zum Beispiel im Lieblingsbuch) verwahrt werden. Eine Datei auf dem Computer sollte eher nicht gewählt werden und falls doch, dann sollte es auf jeden Fall eine verschlüsselte Datei sein. Es besteht auch die Möglichkeit einen Passwort-Manager zu verwenden, in dem alle Angaben gespeichert werden. Der Vorteil: Es muss nur noch ein Passwort, nämlich das zum Passwort-Manager, gemerkt werden. Der Nachteil: Ist dieses eine Passwort geknackt, sind auch alle anderen weg.



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