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Was hat die afghanische, persische und indische Küche in Hameln zu bieten?

So schmeckt’s im „Safran“

„Styles of Hamelns“ kulinarische Reise durch Hameln geht weiter. Diesmal haben wir halt im Restaurant Safran an der Bahnhofstraße 35 gemacht. Hier bietet die aus Afghanistan stammende Familie Hussaini Gerichte aus ihrer Heimat sowie persische als auch indische Spezialitäten an.

veröffentlicht am 14.02.2018 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 21.02.2018 um 12:00 Uhr

Eine Empfehlung: das afghanische Gericht „Borani“, gebackene Auberginen mit Tomaten in Naturjoghurt. Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite

Wer auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen ist, der ist im Restaurant „Safran“ in Hamelns Bahnhofstraße genau richtig. Dort ist der Geschmack des Mittleren Ostens in der Rattenfängerstadt angekommen.

Wir suchen uns einen netten Platz im Restaurant. Zwei tiefe runde Tische laden dazu ein, es sich auf dem Teppich bequem zu machen, die Schuhe aus, ein großes Kissen stützt den Rücken. Wir fläzen uns gemütlich hin. Der Rest der Sitzgelegenheiten besteht aus normalen Tischen und Stühlen. Dass in den Räumen des Safran zuvor ein American Diner war, ist noch deutlich zu erkennen. Ein bisschen prallen hier die Kulturen der Welt aufeinander, ganz stimmig ist das Ambiente nicht: Diner-Leuchten an der Decke, Plastikblumen auf dem Tisch, dazu Figuren aus der Antike als aufgesetzter Wandschmuck. Umso herzlicher ist allerdings der Service von Ajmal Hussaini, dem Betreiber des Safran.

Wir sind gespannt, was die Küche des Restaurants zu bieten hat und testen uns einmal quer durch die Karte. Unser erstes Experiment nennt sich Dugh und ist ein persischer Joghurtdrink mit Minze und Gurke.

Essen macht gute Laune. Foto: ms
  • Essen macht gute Laune. Foto: ms
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Das 0,2-Liter-Glas kostet 2 Euro und erinnert uns an flüssiges Zaziki – würzig, interessant, erfrischend. Als Vorspeise bestellen wir die absolut besten gebratenen Auberginen, die wir je gegessen haben – unsere Empfehlung für jeden Safran-Besucher! Das Gericht nennt sich Borani, kostet 5,50 Euro und ist schnell verputzt. Außerdem probieren wir noch Bolani. Hier bekommen wir für 5 Euro zwei große Teigtaschen, gefüllt mit Kartoffeln und dazu Quark.

Die Teigtaschen sehen zwar eher wie zwei Pfannkuchen aus, geschmacklich erinnern sie aber eher nicht daran. Sie sind würzig, in Fett ausgebraten und recht lecker. Nur mit dem mitservierten Quark wirken sie schnell fade, aber egal, schmeckt auch ohne. Die gelungenen Vorspeisen lassen uns auf ebenso gute Hauptgerichte hoffen. Fans von Lammfleisch werden hier jubeln, andere eher weniger. Es gibt viel auf der Karte mit Lamm, einiges mit Hühnchen, aber nichts im Hauptspeisenbereich ohne Fleisch. Betreiber und Kellner Ajmal Hussaini bietet uns auf Nachfrage an, aus den Vorspeisen ein fleischloses Hauptgericht zusammenzubasteln. Wir lehnen dankend ab und halten uns an die Karte.

Das afghanische „Qabeli Palaw mit Hähnchenkeule“ für 9,90 Euro schmeckt uns am besten. Der Hühnerschenkel schlummert unter einer Decke aus Basmatireis und Rosinen – tolle Kombi. Als bekennende Soßen-Fans fehlt uns persönlich hier allerdings was zum Dippen für das Fleisch. Beim persischen Gheimeh-Pollo (für 12,50 Euro) und dem indischen Lamb Bhuna Masala (ebenfalls 12,50 Euro) gibt es genug Soße dazu.

Die zwei Teller sind sich optisch sehr ähnlich, geschmacklich dominiert allerdings das Lamm im persischen Gheimeh-Pollo mit einem strengeren Geschmack als im indischen Bhuna Masala, in dem man das Lammfleisch kaum herausschmeckt. Scharf ist das indische Essen in unserem Test nicht.

Positiv bei allen drei Gerichten: Das Fleisch ist superzart und zerfällt gefühlt schon beim Angucken, das Essen kommt heiß und scheinbar frisch gemacht aus der Küche, jedes Gericht ist geschmacklich eine neue Überraschung für uns.

Und auch bei der Nachspeise wird das Essen im Safran nicht langweilig, wir bestellen das hausgemachte Safraneis auf Empfehlung des Chefs. Für 4,50 Euro bekommen wir drei gelbe Eiskugeln mit Pistazienstücken und Sahne. Es schmeckt gut und wie schon bei den Gerichten zuvor ohne uns an etwas Bekanntes zu erinnern.

Wir zwei Mädels verputzen mühelos zwei Vorspeisen, drei Hauptgerichte und ein Dessert und legen dafür samt Getränken etwas über 56 Euro auf den Tisch. Am Ende sind wir pappsatt und um einige kulinarische Erfahrungen reicher.

Wer jetzt Hunger bekommen hat und mehr über regionale Food-Tests lesen möchte, wird bei Styles of Hameln, dem neuen Hamelner Lifestyle-Blog, unter www.styles ofhameln.de fündig. Dort wird über Essen, Mode, Menschen und Wohnen berichtet. Und das alles direkt aus dem Weserbergland.

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