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Im afghanisch–türkischen Restaurant gibt es Grill-Spezialitäten, aber auch vegetarische Gerichte

So schmeckt’s bei „Balutsch“

An einer von Hamelns wohl meistbefahrenen Straßen – der Deisterstraße – liegt das afghanisch–türkische Restaurant „Balutsch“. Recht unscheinbar von außen, aber eine Perle von innen, wie sich bei unserem Besuch herausgestellt hat.

veröffentlicht am 21.02.2018 um 11:54 Uhr
aktualisiert am 21.02.2018 um 15:40 Uhr

Frisch vom Grill: Die Fleischbällchen (Köfte genannt) werden mit Reis, Bulgur, Gemüse und diversen Dips serviert. Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite

An einer von Hamelns wohl meistbefahrenen Straßen – der
Deisterstraße – liegt das afghanisch–türkische Restaurant „Balutsch“. Recht unscheinbar von außen, aber eine Perle von innen, wie sich bei unserem Besuch herausgestellt hat.

Angenehmes Ambiente trifft auf Essen, das wir so nicht erwartet hätten. Eine lange Theke am Eingang ist das Erste, was wir sehen, das Zweite ein großes Schild mit vielen Gerichten darauf, das uns erst mal eine Weile beschäftigt. Wir starren auf die Namen von Drehspieß-Gerichten, Grillspezialitäten und ja: auch Pizza. Überfrachtet von der Essensauswahl fallen uns die eigentlich herausragenden Dinge erst später auf. Eines davon ist der Holzkohlengrill, der mitten im Restaurant steht. Bestellt jemand Fleisch – das übrigens appetitlich aufgereiht hinter eben besagter langer Theke liegt –, wird es frisch auf dem Holzkohlengrill gegart. Und nein, stinken tut das nicht. Zumindest wir merken nichts davon.

Ein anderes nicht alltägliches Ding ist der Steinofengrill hinter der Theke. Dort wird nicht nur ständig frisches Brot gebacken, auch die Pizza wandert direkt dort rein. Wir sind positiv überrascht.

Futtern sich durch Hameln: Maike (li.) und Franziska. Foto: ms
  • Futtern sich durch Hameln: Maike (li.) und Franziska. Foto: ms

Wir setzen uns und mit Blick auf die Deisterstraße. Störend ist die überhaupt nicht, eher ein netter Aussichtspunkt. Das Restaurant an sich ist sauber, die Einrichtung gepflegt und wirkt wertig. Wir mögen den verschachtelten Gastraum mit der Wasserwand. Im hinteren Teil darf geraucht werden. Das Licht ist größtenteils weich und angenehm, warme Farben an den Wänden strahlen Gemütlichkeit aus.

Eigentümer Hschmat Balutsch ist Afghane, sein Restaurant auf afghanisch-türkische Speisen ausgelegt. Gerichte aus seiner Heimat finden wir auch auf der Speisekarte. Die hausgemachten Nudeln (Osch) für 4 Euro mit Bohnen und Erbsen in suppiger Konsistenz überzeugen uns allerdings nicht.

Was uns hingegen wirklich flasht, ist der Döner – saftiges, krosses Fleisch trifft auf frisches Gemüse und selbst gebackenes Brot. Super. Mehr davon. Kostenpunkt für den normalen Kalbfleisch-Döner und den mit Hähnchenfleisch: vier Euro. Aus der langen Reihe der Grillspezialitäten probieren wir die Köfte (Frikadellen) aus. Für zehn Euro bekommen wir fünf Fleischklopse auf Reis und Bulgur samt Salatbeilage, einem Brotkorb und mehreren Dipmöglichkeiten. Die Köfte sind gut gewürzt, man erkennt die frischen Kräuter darin. Wir finden es ein wenig zäh, unsere Köfte-liebende Kollegin ist von den Frikadellen hingegen überzeugt.

Auch für Vegetarier gibt es im Balutsch leicht etwas zu finden. Wir probieren den vegetarischen Teller mit zwei Falafeln, zwei Blätterteigröllchen mit Feta-Füllung, gebratenen Auberginen, Paprika, Champignons und Dip für 7,50 Euro. Die Hauptakteure auf dem Teller – Falafel und Blätterteigröllchen – sind herausragend. Die Falafel außen kross und innen weich, die Röllchen mit super Füllung und nicht spröde. Die Gemüsebeilage hingegen ist uns zu weich, die Auberginen ölig. Ein gemischtes Erlebnis. Die Salatbeilage bei den Köfte haben wir schneller verputzt.

Vegetarisch fällt auch unsere Pizza-Wahl aus. Wir nehmen Mozzarella für sechs Euro. Balutsch ist zwar kein Italiener, doch die Pizza im Restaurant muss sich nicht verstecken. Der Boden ist nicht zu dünn und nicht zu dick – ein solider Hefeteig, der schmeckt. Wie alles, was wir im Restaurant probiert haben, ist auch die Pizza auf den Punkt gewürzt, allerdings ein ganz klein bisschen anders, als wir das aus italienischen Pizzerien gewohnt sind. Lecker ist sie trotzdem.

Etwas überrascht waren wir über den Nachtisch, den wir auf der Speisekarte gefunden haben. Wir nehmen Künefe mit – Überraschung: Mozzarella! Für 4,50 Euro bekommen wir ein warmes Gericht, das außen sehr süß ist und an türkisches Gebäck erinnert, innendrin ist der weiche Mozzarella. Bereits nach dem ersten Bissen schmeckt es nach mehr.

Am Ende des Essens steht für uns fest, dass das Balutsch an der Deisterstraße definitiv ein ernst zu nehmender Spieler in der Hamelner-Gastro-Szene ist.

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