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Millionen-Gewinner Thorsten Fischer ist auf dem Boden geblieben – und hat keine Neider erlebt

„Sehen, dass man das Geld zusammenhält“

Hameln. So schnell wie er im Oktober letzten Jahres wurde noch niemand in Günther Jauchs Show zum Millionär. In einer Spezialausgabe zum 15- jährigen Jubiläum schaffte es Finkenborn-Wirt Thorsten Fischer in elf Fragen zum Hauptgewinn. Die Frage, die sich jeder bei so einer großen Summe stellt, ist immer die eine – was macht man mit dem ganzen Geld? Die meisten Menschen würden wohl sofort daran denken, sich Luxus-Konsumgüter zu leisten. Ein neues Auto beispielsweise oder einen tollen Urlaub ganz weit weg am feinen Sandstrand unter Palmen. Doch Thorsten Fischer blieb nach dem Gewinn bescheiden. Er wollte „keinen Porsche und keinen Ferrari – es läuft alles ganz normal weiter“, versicherte er damals. Einen Teil des Geldes wollte er zunächst für die Ausbildung seiner Kinder zur Seite legen und einen zusätzlichen Koch einstellen. Etwas Geld sollte in die Renovierung seiner Hannoveraner Wohnung fließen. Lediglich einen Traum wollte er sich erfüllen: Einmal zum Super Bowl in die USA fliegen. Denn Fischer spielte selbst mal American Football in der Bundesliga.

veröffentlicht am 15.04.2015 um 06:00 Uhr

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Den Reichtum nach außen zu tragen, das wollte Fischer damals nicht und seinen Worten ist er treu geblieben. Der Millionär fährt immer noch den gleichen gebrauchten BMW, obwohl sein Sohn direkt nach dem Gewinn für ein tolles neues Auto plädierte.

Was hat er als erstes mit dem Geld gemacht? „Ich habe ein paar kurzfristige private und geschäftliche Verbindlichkeiten aufgelöst“, sagt Fischer ganz rational. Das Geld für die Ausbildung der Kinder ist schon zurückgelegt. Einiges von dem Gewinn ist auch in den Betrieb geflossen. Im Forsthaus Finkenborn hat der Wirt Fenster erneuert und die Fassade renoviert. „Auch ein Teil der Einrichtung in der Küche wurde ausgewechselt. Da passiert schon einiges, was die Gäste gar nicht sehen“, sagt der Gastronom, der das Gasthaus vor elf Jahren gekauft hat. Dabei ist so ein Gerät in der Gastronomie gleich um einiges teuerer, als die Geräte, die man in der eigenen Küche stehen hat.

Die Renovierungsarbeiten in der Familienwohnung laufen: Es gibt neue Elektrik und Fenster. Das alles hätte er aber auch ohne den Millionengewinn jetzt im Frühling in Angriff genommen, wie er sagt. Auch das Ziel des diesjährigen Sommerurlaubs stand eigentlich schon im letzten Jahr fest. Es geht wieder in das gleiche Hotel in der Türkei. Das günstigere, neben dem Robinson Club. Auch die Suche nach einem zusätzlichen Koch für den Finkenborn läuft im Moment.

Selbst arbeitet Fischer als „Wer wird Millionär“-Gewinner nach eigenen Angaben aber immer noch genauso viel wie vorher. „Man muss sehen, dass man das Geld auch zusammenhält und Rücklagen für schlechte Zeiten schafft.“ Das einzige, was sich Fischer bisher außerhalb der Reihe neben den ohnehin anstehenden Investitionen geleistet hat, war „eine schöne teure Lederjacke, die allerdings im Preis heruntergesetzt war“. Den Traum vom Super Bowl, den will sich Fischer noch erfüllen. Für den Diesjährigen im Februar hatte er keine Karten mehr bekommen. Im nächsten Jahr findet die in Amerika sehr beliebte Veranstaltung in San Francisco statt. „Da fliege ich auf jeden Fall hin“, sagt Fischer, denn ihn reizt es auch, die Stadt zu sehen.

Neider oder Leute, die Geld von ihm haben wollten, hat er nicht erlebt. „In den ersten drei Wochen nach meinem Gewinn bin ich viel angesprochen worden, das aber nur nett.“ Umsonst wollte niemand etwas von ihm haben. Auch nicht im Restaurant. Denn zu verschenken hat der Geschäftsmann trotz seines Gewinns nichts. „Ich muss von dem Geschäft meine Mitarbeiter finanzieren. Das verstehen auch die meisten Leute.“ms

Am 20. Oktober berichtete die Dewezet über Fischers Pläne mit dem Millionengewinn.



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