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Wussten Sie, dass pro Jahr 85 000 Computer von Hackern angegriffen werden?

Schaumburg fühlt sich ziemlich sicher

Sehr geehrter Kunde, bitte klicken Sie auf den Link und geben Sie ihre Bankdaten zur Verifizierung dort ein.“

veröffentlicht am 02.02.2013 um 00:00 Uhr

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Mit sogenannten „Phishing Mails“ versuchen Internet-Kriminelle immer wieder, ahnungslose Internet-Nutzer zur Bekanntgabe ihrer Daten zu bringen. Vor allem Bankdaten sind dabei häufig das Ziel. Oft sind auch Trojaner oder Viren in den teils sogar persönlich zugeschnittenen Mails versteckt. Sobald man eine dieser besagten E-Mails öffnet, kann es passieren, dass Fremde Zugriff auf die privaten Daten erlangen.

Diese Problematik ist bekannt. Nun aber sind ja sogar die Bundesregierungen verschiedener Länder Opfer eines organisierten Falls von Computerkriminalität geworden. Die russische Computersicherheitsfirma „Kaspersky“ gab kürzlich bekannt, dass sie die so genannte „Operation Roter Oktober“ aufgedeckt hat. Diese soll jahrelang Informationen von Botschaften, Ministerien und Militärs geklaut haben. Im Fokus standen dabei vor allem osteuropäische Länder. Doch auch Deutschland blieb von den Angriffen nicht verschont. Die Angreifer hatten es vor allem auf Dokumente der Nato und der Europäischen Union abgesehen. Wer dahinter steckt, ist nicht bekannt – und das wird wohl auch schwer herauszufinden sein.

Bekannt hingegen ist aber, wie die Verbrecher auf die geheimen Daten zugreifen konnten: Über genau die Art von E-Mails, vor denen immer wieder gewarnt wird. Dabei waren die Mails persönlich auf die Beamten und Soldaten zugeschnitten. Und aufgrund bekannter Sicherheitslücken in Programmen wie beispielsweise Microsoft Word hat das ganze dann trotz Virenschutzprogrammen und Ähnlichem funktioniert.

Offensichtlich ist man also nirgendwo vor den immer raffinierten Hacker-Attacken sicher. Laut Kriminalstatistik der Polizei lagen allein im Jahre 2011 84.981 Fälle von Computerkriminalität in Deutschland vor – Tendenz steigend. In Niedersachsen ist darum nun extra ein zusätzliches, fünfköpfiges Expertenteam beauftragt worden, um die Computer des Landes und der Kommunen vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Beim Landkreis Schaumburg soll es bislang keine Probleme mit Hacker-Angriffen gegeben haben. „Bei unserem Kommunikationssystem werden Angriffe normalerweise schon beim Land Niedersachsen abgewehrt, bevor sie uns überhaupt erreichen können. Firewalls, Spamfilter und ähnliches sind natürlich überall eingerichtet.“, so zum Beispiel Kurt Brandt vom Landkreis Schaumburg. „Auch bei der Stadt Rinteln hat es noch nie Probleme gegeben“, berichtet Roman Brzank, IT-Experte der Verwaltung. „Es werden regelmäßig Maßnahmen zur Prävention durchgeführt. Außerdem haben wir spezielle Programme, die bisher alle versuchten Angriffe abgewehrt haben.“

Da viele Hacker ja bekanntlich auf die Kontodaten ihrer Opfer aus sind, müssen sich natürlich vor allem Banken um einen einwandfreien Schutz bemühen. Denn insbesondere Online-Banking ist ein sensibler Bereich.

Bei der Sparkasse Schaumburg ist es bislang noch zu keinem vollendeten Betrugsfall gekommen. „Jegliche Angriffe werden vom Rechenzentrum abgewehrt“, so Werner Nickel von der Sparkasse Schaumburg.

Doch vor Phishing-Mails müssen sich die Kunden natürlich selbst schützen. „Wir weisen darum auch immer wieder auf die Relevanz von Virenschutzprogrammen hin“, sagt Nickel. els



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