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Sowjets waren die Schnellsten – Amerikaner aber schrieben Geschichte

Rückschläge im Wettlauf zum Mond

Seit jeher fühlen sich die Menschen vom Mond angezogen. Die 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts aber waren geprägt von einem ganz speziellen Charakterzug des Kalten Kriegs – der Eroberung des Weltalls. Die Supermächte USA und Sowjetunion lieferten sich zu jener Zeit ein Wettrennen um die Erstürmung des Mondes.

veröffentlicht am 27.02.2012 um 00:00 Uhr

Als die Sowjetunion im Jahr 1957 mit „Sputnik“ ihren ersten künstlichen Erdtrabanten ins All schoss, stand der Westen unter Schock. Erst ein Jahr später gelang den USA mit der Raumsonde „Explorer“ der erste Flug Richtung Weltall. Am 12. April 1961 startete der Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch ins All und umrundete die Erde. Eine bittere Niederlagenserie im Rennen um die Vorherrschaft im All für die USA. Fast zehn Monate – im damaligen Weltraumsprint der Supermächte eine Ewigkeit – musste die US-Nation warten, bis sie den Erfolg der Russen kopieren konnte. Am 20. Februar 1962 schickte die Raumfahrtbehörde NASA den 40 Jahre alten Astronauten John Glenn auf die bis dahin wichtigste Reise eines Amerikaners im All. Als er nach 296 Minuten und drei Erdumrundungen mit der „Friendship 7“-Kapsel am Fallschirm sicher im Atlantik landete, waren von Maine bis Hawaii vermutlich etliche erleichterte Seufzer zu hören.

Glenn wurde nach seiner Rückkehr landesweit mit Konfettiparaden gefeiert. Präsident John F. Kennedy, der seinen Landsleuten die Mondlandung bis Ende des Jahrzehnts versprach, empfing den damaligen Oberstleutnant mit Pauken und Trompeten. Dabei war der Flug alles andere als reibungslos verlaufen. Der Start sowie der Eintritt in die Umlaufbahn klappten zwar plangemäß und nach knapp 90 Minuten hatte Glenn die erste Erdumrundung gemeistert – doch das automatische Steuersystem wollte nicht recht mitspielen. Glenn musste auf Handsteuerung umschalten. Dramatisch wurde es bei der Landung: Das Bremsgerät löste sich vor dem Wiedereintritt in die Atmosphäre nicht. Doch der Hitzeschild hielt, die Katastrophe blieb aus. Glenn sicherte sich mit seinem Flug einen Ehrenplatz in der US-Raumfahrtgeschichte. Weiteren bemannten Erdumkreisungen stand somit nichts mehr im Weg. Flüge zum Mond allerdings waren immer wieder von Rückschlägen geprägt. So berichtete unsere Zeitung vor 40 Jahren, am 27. Februar 1962, von einem missglückten Flug der US-Sonde „Ranger III“. Sie sollte Nahaufnahmen vom Mond zur Erde senden, verfehlte aber ihre Umlaufbahn – Projekt gescheitert.

Im Jahr 1966 gelang den Sowjets mit der Mondfähre „Luna 9“ die erste Landung auf dem Mond. Obwohl die Raumfahrt der UdSSR ihrem amerikanischen Pendant immer einen Schritt voraus war, gelang der US-Weltraumbehörde NASA im Jahr 1969 der Clou: Im Juli landet „Apollo 11“ auf dem Mond. Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Trabanten.

Kennedy hatte doch recht behalten, und seit Anfang der 90er Jahre arbeiten die ehemaligen Konkurrenten des Weltraums zusammen, so etwa bei der internationalen Raumstation ISS. ll/dpa



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