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Hohe Öl- und Gaspreise / Verbraucherzentrale gibt Ratschläge, wie man Heizkosten reduziert

Richtiges Lüften schont den Geldbeutel

Wer es im Winter kuschelig warm haben will, muss zurzeit wieder tief in die Tasche greifen – zumindest dann, wenn er seine Heizung mit Öl betreibt. Denn gerade in den letzten Wochen sind die Preise noch einmal deutlich geklettert. Kosteten ein Liter Brennstoff in Hameln und Umgebung, bei einer Abnahme von 3000 Litern, vor vier Wochen noch rund 85 Cent, zogen sie am vergangenen Wochenende spürbar an: Fast fünf Cent teurer wurde der Liter, so dass seit Anfang der Woche nun rund 90 Cent gezahlt werden müssen. Ob sich die Ölpreise in absehbarer Zeit wieder entspannen, bleibt ungewiss.

veröffentlicht am 20.10.2011 um 06:00 Uhr

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Und auch die Betreiber einer Gasheizung müssen seit dem 1. Oktober tiefer in die Tasche greifen. Wegen weltweit gestiegener Rohstoffpreise für Erdgas erhöhten die Stadtwerke Hameln den Preis für die Kilowattstunde um durchschnittlich 0,55 Cent (netto). Dazu Gabriele Peters von der niedersächsischen Verbraucherzentrale: „Natürlich ist es ärgerlich, dass Energie immer teurer wird. Dagegen können sich Privatpersonen jedoch schlecht wehren. Was sie allerdings tun können, ist, mit wenigen Kniffen ihren Energieverbrauch im Alltag senken, um wenigstens einen Teil der gestiegenen Öl- und Gaspreise wieder wettzumachen.“

Deswegen rät sie: „Ein kleiner Dreh am Heizregler hat oft schon eine große Wirkung. Denn nur ein Grad weniger im Raum senkt den Energieverbrauch um circa sechs Prozent.“ Dabei seien 18 Grad im Schlafzimmer und 21 Grad im Wohnzimmer völlig ausreichend, um sich wohlzufühlen. „Gerade in Räumen, die nicht den ganzen Tag genutzt werden, sollte die Heiztemperatur unbedingt gedrosselt werden. Das spart einiges an Kosten. Hier jedoch darauf achten, dass die Zimmer nicht zu stark auskühlen, sonst steigt das Schimmelrisiko“, so die Expertin. „Auch richtiges Lüften trägt maßgeblich zur Energiekostensenkung bei. Deshalb mehrmals am Tag gut durchlüften – und das mit weit geöffnetem Fenster.“ Je nach Außentemperatur für 5 bis 20 Minuten. „Stoßweises Lüften ist deshalb viel effektiver als die beliebte Kippfensterstellung, weil schon nach kurzer Zeit genügend Luftaustausch stattgefunden hat und das Fenster wieder geschlossen werden kann. So kühlen Wände und Decken nicht zu stark aus.“

Auch durch undichte Fenster und Türen entstehen in vielen Wohnungen Wärmeverluste, die durch vermehrtes Heizen wieder ausgeglichen werden müssen. Gabriele Peters rät: „Immer genau kontrollieren, ob alle Räume frei von Zugluft sind. Ist dies nicht der Fall, sollten bei Fenstern wie Türen unbedingt die Dichtprofile überprüft und gegebenenfalls nachgebessert werden.“

Neben diesen Sofortmaßnahmen gebe es jedoch auch Verbesserungen, mit denen langfristig Energiekosten eingespart werden können. Dazu zählen, laut Peters, die Verbesserung der Wärmedämmung von Außenwänden, Dach und Geschossdecken, der Einbau von Wärmeschutzverglasungen, der Austausch von veralteten Heizungsanlagen gegen moderne oder die Anschaffung von Solarkollektoren, die die Wärmeversorgung im Haus unterstützen.

„Was ich Verbrauchern auch immer wieder rate, ist, unterschiedliche Anbieter und deren Preise zu vergleichen. Man sollte unbedingt schauen, ob man den günstigsten Tarif für seine individuellen Bedürfnisse gebucht hat. Ist dies nicht der Fall, am besten schnellstmöglich den Anbieter wechseln“, so Gabriele Peters.



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