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„Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“ kommt in die Kinos

Quirliger Pennälerspaß

Das Kino liebt Größenunterschiede. Ob den Unterschied zwischen dem Riesenaffen King Kong und einer blonden Frau, den zwischen Dinosauriern und Menschen, den zwischen einem Schiff wie der Titanic und ihren Passagieren. In einer deutschen Kinderkomödie aus dem Jahr 2015 hieß es: „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“.

veröffentlicht am 17.01.2018 um 18:24 Uhr

Oskar Keymer als Felix Vorndran und Axel Stein als Peter Vorndran in einer Szene des Films „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“. Foto: Tom Trambow/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH/dpa

Autor:

Matthias Viereck

Damals ahnte der elfjährige Schüler Felix nicht, dass der Wunsch, seine verhasste Lehrerin zu verkleinern, derart schnell in Erfüllung gehen würde. Nun kommt eine Fortsetzung der rastlosen Familienkomödie in die Kinos: „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“. Während ein Gutteil der Besetzung – darunter auch Felix-Darsteller Oskar Keymer, Anja Kling, Axel Stein und Otto Waalkes – erneut mit von der Partie ist, führt diesmal Tim Trageser anstelle von Sven Unterwaldt Regie.

Kaum, dass sich Felix am Otto-Leonhard-Gymnasium so richtig wohlfühlt, da wollen seine Eltern die Stadt auch schon wieder verlassen: Es soll nach Dubai gehen – und Felix, der ist richtig böse: „Ich wünschte, meine Eltern wären klein und ich groß, dann müssten sie alles machen, was ich ihnen sage.“ Auch diesmal kommt es zu einer wundersamen Miniaturisierung: Klein und hilflos stehen seine Eltern neben Felix‘ Bett.

Plötzlich findet sich der Teenager in der Rolle des Aufpassers wieder, sind doch seine Erschaffer völlig überfordert mit ihrem Zwergen-Dasein. Unterdessen passieren bizarre Dinge an der örtlichen Lehranstalt: Ausgerechnet die, einst wegen ihrer schwarzen Pädagogik verhasste Schulleiterin Hulda Stechbarth wird von den Toten zurück ins Leben gerufen. Unter ihrer neuerlichen Ägide, so der Plan, soll das durchliberalisierte Gymnasium wieder zurück zu alter Strenge und Disziplin finden. Gut, dass Namensgeber Otto Leonhard (Waalkes) da noch ein Wörtchen mitzureden hat. Schauspielerischer Höhepunkt indes ist der Auftritt von Andrea Sawatzki als von den Toten auferstandene Direktorin: Sawatzki legt eine preiswürdige, sowohl Furcht einflössende als auch urkomische Performance ab. Von Otto Waalkes indes, der hier mal als sprechende Büste, mal als Ölgemälde in Erscheinung treten darf, würde man gern etwas mehr sehen. „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“ leistet vor allem eines: Er macht verdammt viel Spaß. So viel Spaß, dass man gern über ein paar Schwächen hinwegsieht.

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