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Sommerliche Schönheit

Prächtig anzusehen: Die Sonnenblume

HAMELN. Vincent van Gogh hätte vermutlich seine Freude daran, würde er am Mittwoch über den Wochenmarkt schlendern. An allen Blumenständen nämlich zeigen seine Lieblingsmotive ihr schönstes Sommergesicht – geradeso, als würden sie für ein Gemälde posieren. Strahlend wie die Sonne präsentiert sich in den kommenden Wochen eine der schönsten Blume des Sommers – die Sonnenblume.

veröffentlicht am 18.07.2017 um 15:51 Uhr

Friedrich Vollmer hat Sonnenblumen aus eigenem Anbau im Sortiment. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin

Ihrem Namen macht sie alle Ehre, erinnert sie doch tatsächlich an Sonnenstrahlen. Um ihren Namen rankt sich eine schöne Geschichte aus der griechischen Mythologie. Einer Version nach soll sich ein Mädchen namens Clytia in den Sonnengott Helios verliebt haben, der ihre Liebe aber nicht erwiderte. Ihre Liebe war so groß, dass sie sich auf einen Felsen setzte und ihren Schwarm unentwegt beobachtete – sich verzehrend der Sonne zugewandt. Nach neun Tagen sollen die Götter mit ihr Erbarmen gehabt haben. Sie ließen ihr Herzeleid zu gelben und braunen Farben werden und verwandelten Clytia in eine Blume, die ihre Blüten der Sonne zuwendet – in eine „Heliantheum“, eine Sonnenblume. Die botanische Bezeichnung der zur Familie der Korbblütler gehörenden Blume „Helianthus“ setzt sich aus den griechischen Wörtern „helios“ (Sonne) sowie „anthos“ (Blume) zusammen. Sonnenblumen kommen ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika. Bereits vor mehr als 4500 Jahren sollen sie von den nordamerikanischen und mexikanischen Indianern kultiviert worden sein, um sie als Nahrung und für rituelle Zwecke zu nutzen. Erst 1552 brachten spanische Seefahrer die Kerne der Sonnenblumen mit nach Europa, wo sie als Nutz- und Zierpflanze immer beliebter wurde. Quelle: www.gartenjournal.net.

Den Seefahrern sei Dank für den schönen Import. Ohne sie gäbe es die Sonnenblumen-Bilder von van Gogh nicht, vermutlich auch kein Sonnenblumenöl, keine Kerne zum Knabbern und leider auch keine Sonnenblume als Zierpflanze. Wie schön sieht sie aus in Gärten, Parks, auf dem Balkon und als Schnittblume in der Vase. Auf dem Wochenmarkt wird sie derzeit in üppiger Pracht angeboten. Auch aus regionalem Anbau, wie beispielsweise am Stand von Friedrich Vollmer aus Herkensen. „Im April haben wir die Sonnenblumen im Gewächshaus vorgezogen und jetzt wachsen sie im Freiland“, so der Gärtnermeister.

Sonnenblumen in der Vase bringen den Sommer ins Haus. Doch was muss beachtet werden, damit sie lange frisch bleiben? „Darüber gibt es verschiedene Meinungen“, so Vollmer. Manche Blumenfreunde geben einige Tropfen Spülmittel in die Vase, andere wiederum schwören auf etwas Salz oder Zucker. Auch die Methode, die Stiele kurz in kochendes Wasser zu tauchen und anschließend in eine Vase mit lauwarm befüllten Wasser zu stellen, wird praktiziert. Probieren geht auch hier über studieren. Vollmers Tipp: Auf jeden Fall sollten die Stiele schräg angeschnitten und die meisten Blätter entfernt werden. Das senke die Verdunstung, die sonst über den Blattflächen sehr groß wäre und zum vorzeitigen Welken der Blüte beitragen würde. Außerdem sollte alle zwei Tage das Gießwasser erneuert werden. Wichtig: Sonnenblumen in der Vase sollten nicht der direkten Sonnen oder der Wärme ausgesetzt werden.

Foto: Pixabay
  • Foto: Pixabay
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