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„Ruhet in Frieden – A Walk Among the Tombstones“ zeigt Liam Neeson in Topform

Packender Neo-Noir-Thriller ohne Klischees

Hameln. New York 1999. Matthew Scudder (Liam Neeson) ist ein gebrochener Mann. Früher einmal war er ein guter Polizist, doch seine Alkoholsucht vermasselte ihm die Karriere. Jetzt arbeitet er als Privatdetektiv, allerdings ohne Lizenz, und geht regelmäßig zu den Anonymen Alkoholikern. Seinen jüngsten Auftrag, die entführte Frau eines Drogendealers zurückzuholen, will er eigentlich ablehnen. Doch dann wird die Frau – trotz Zahlung eines Lösegeldes – ermordet, Scudder heftet sich an die Fersen der Killer. Dabei behilflich: ein Straßenjunge namens TJ, der selbst gern Detektiv wäre und sich bestens mit Computern und Internet auskennt. Scudder nimmt ihn unter seine Fittiche. Gemeinsam findet das ungleiche Duo heraus, dass zwei Psychopathen Angehörige von Drogendealern ermorden, um auf ihre Weise für Recht und Ordnung zu sorgen. Das kann Scudder nicht zulassen.

veröffentlicht am 13.11.2014 um 06:00 Uhr

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Liam Neeson einmal nicht – so wie in der „Taken“-Trilogie – als nahkampferprobter, schießkundiger Haudegen, sondern als verschlossener Biedermann mit Narben auf der Seele. Neeson ist denn auch das eigentliche Ereignis des Films. Mit schleppendem Gang, hängendem Kopf und nuschelnder Sprache umreißt er seine komplexe Figur, nur um durch einen Jungen – den Sohn, den er nie hatte – aus der Lethargie gerissen zu werden. Regisseur Scott Frank, der fast zehn Jahre an diesem Stoff arbeitete, vermeidet dabei die sonst üblichen Gangsterfilm-Klischees.

Dunkle Wolken, drohende Gewitter, regennasse Straßen, graustichige, entsättigte Farben – mit einem Mal befindet sich der Zuschauer in einem packenden Neo-Noir, der im Gewand eines Thrillers auch moralische Fragen nach Schuld und Sühne, nach Recht und Gerechtigkeit aufwirft. Ein ungewöhnlicher Krimi also. Und sehenswert noch dazu.

„Ruhet in Frieden – A Walk Among the Tombstones“ läuft Do., So., Mo. und Di. um 20.05 Uhr, Fr., Sa. und Mi. um 16 und 20.30 Uhr, Fr. und Sa. um 23 Uhr im Maxx-Kino



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