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Kopf nicht in den Nacken legen / Wenn die Blutung nicht aufhört: zum Arzt

Nasenbluten ist nicht immer harmlos

Jeder von uns hatte schon einmal Nasenbluten. Das ist schnell passiert. Man hat sich kräftig die Nase geputzt, und schon tropft Blut. Was macht man dagegen? Ist es eigentlich gefährlich, wenn die Nase blutet? Hier sind einige Tipps, wie man sich richtig verhält und wann der Weg zum Arzt angezeigt ist:

veröffentlicht am 26.06.2012 um 00:00 Uhr

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Welche Ursachen gibt es für Nasenbluten? Leichte Gefäßverletzung beim Naseputzen, durch „bohren“, trockene Raumluft, Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen, Infektionen wie Grippe, hoher Blutdruck, Vitamin-C-Mangel sind einige der Möglichkeiten.

Erste Hilfe:

Aufrecht hinsetzen und den Kopf nach vorne. Mit Wasser getränkte Watte oder ein Papiertaschentuch zusammendrehen und in die Nase stecken, das befeuchtet die Nasenschleimhäute und saugt das Blut auf. 15 Minuten in der Nase lassen. Zur Blutstillung soll der Betroffene dann die Nasenflügel mit den Fingern einige Zeit fest zusammendrücken, bis das Blut geronnen ist. Gleichzeitig eine Kompresse oder ein kaltes Tuch in den Nacken legen, die Kälte sorgt für verengte Blutgefäße und hilft damit, die Blutung zu stoppen. Wenn Blut in den Rachenraum geflossen ist, möglichst nicht schlucken, sondern ausspucken. Ist die Blutung zum Stillstand gekommen, in den nächsten Stunden nicht die Nase putzen, den Kopf vorbeugen oder Bücken, um erneutes Nasenbluten zu vermeiden.

Wichtig: Den Kopf nicht in den Nacken legen, wie es früher empfohlen wurde. Das Blut fließt dann in die Speiseröhre und in den Magen, kann verklumpen und Übelkeit und Erbrechen auslösen. Damit wird der Druck auf die Nasenschleimhaut wieder verstärkt und das Stoppen der Blutung wird verhindert.

Vorbeugung:

Wer häufiger Nasenbluten hat, kann vorbeugen: Beim Schnäuzen immer sanft vorgehen, „trompeten“ baut zu viel Druck auf. Die Nasenschleimhaut ist sehr empfindlich und gut durchblutet. Auch mechanische Reize wie Nasebohren möglichst vermeiden. Hartnäckige Borken können mit Nasensalben aufgeweicht werden, die es in der Apotheke zu kaufen gibt. Regelmäßig den Blutdruck kontrollieren, hoher Blutdruck kann Nasenbluten auslösen. Die Raumluft feucht halten. Regelmäßig Lüften. Viel trinken. Vitaminreiche Ernährung. Die Einnahme der Anti-Baby-Pille kann die Neigung zu Nasenbluten verstärken. Gegebenenfalls den Arzt fragen.

Wann ist ein Arztbesuch angeraten?

Wenn die Blutung nach 15 bis 20 Minuten noch nicht aufgehört hat oder das Bluten beidseitig ist, muss der Arzt aufgesucht werden. Denn das Nasenbluten könnte auch ein Zeichen für eine andere Erkrankung sein. Verschluckt man sich am Blut, kann das bei geschwächten Personen bis zur Bewusstlosigkeit führen. Der Notarzt ist in dem Fall unerlässlich.

Tritt häufiger Nasenbluten auf, sollte vom Hausarzt in jedem Fall abgeklärt werden, ob eine weitere Untersuchung oder Behandlung erforderlich ist und ob eine ernst zu nehmende Krankheit vorliegt. blc



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