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Vom Kabelknick bis zum kaputten CD-Player: Neu eröffnetes Repaircafé in Hameln zieht eine erste Bilanz

Musikalischer Elektrotüftler gesucht

Hameln. Wegwerfen war gestern: Seit Ende September gibt es in Hameln eine Einrichtung, in der Menschen ihre kaputten Alltagsgegenstände wie den defekten Toaster, einen platten Reifen oder einen Reißverschluss, der klemmt, unter professioneller Anleitung reparieren können. Diese Einrichtung nennt sich Repaircafé und ist im Mehrgenerationenhaus des Mütterzentrums beheimatet.

veröffentlicht am 16.12.2015 um 06:00 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus

An bisher drei Terminen standen 18 ehrenamtliche Bastler, Tüftler oder Handwerker als Ansprechpartner zur Verfügung und boten ihre Hilfe bei der Reparatur kaputter Sachen an. Jürgen Feuerhake, einer der Organisatoren, ist mit dem Anklang sehr zufrieden. „Bisher haben uns 35 Menschen besucht. Wir konnten in 60 Prozent der Fälle die Gegenstände reparieren.“ Inzwischen werde das Angebot in Hameln immer bekannter.

Der Diplomingenieur für Elektrotechnik berichtet, dass die Leute mit sehr unterschiedlichen Anliegen ins Repaircafé kommen. Zweimal sei eine elektrische Heckenschere repariert worden, oft seien es auch abgeknickte Kabel bei Elektrogeräten, die man mit herkömmlichen Werkzeugen nicht erneuern könne. „Einmal kam eine Frau mit einem ganz alten Dampfbügeleisen zu uns. Da wurde der Dampf noch in einem separaten Behälter extra aufbereitet“, freut sich Feuerhake über die Abwechslung.

Bei den Ehrenamtlichen habe sich inzwischen ein fester Stamm gebildet, man sei aber immer auf der Suche nach neuen Helfern. „Wir könnten noch einen Elektrotüftler gebrauchen, der sich mit dem Reparieren von CD-Playern auskennt. Ein Radio- und Fernsehtechniker wäre gut“, meint Feuerhake.

Auf bei den Spenden laufe es gut, erklärt er. „Wenn wir etwas offensiver mit der Spendendose herumgehen und den Menschen helfen konnten, sind sie sehr spendabel.“ Es sei geplant, einen neuen Trenn-Transformator und eine Nähmaschine zu kaufen. Auch eine kleine Internetseite werde wohl demnächst entstehen.

Mehr als 200 Repaircafés gibt es mittlerweile in Deutschland – Tendenz steigend. Initiator der Einrichtung in der Weserstadt war der frühere Paritäten-Geschäftsführer Norbert Raabe. Inzwischen ist er etwas in den Hintergrund getreten, beobachtet das Geschehen aber weiterhin mit Interesse. „Ich freue mich, dass es so viele nette Menschen gibt, die sich engagieren wollen.“ Er sei zufrieden mit den ersten Monaten.

Das Café öffnet jeden vierten Samstag im Monat, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Der nächste Termin ist am 23. Januar 2016.

Informationen zum Repaircafé sind bei Jürgen Feuerhake unter Telefon 0175/5836163 oder per Mail an reparatur-cafe-hameln@web.de erhältlich.

Am 28. September berichtete die Dewezet über die Eröffnung des kreisweit ersten Repaircafés in Hameln.Wal



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