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Mietpreise „noch bezahlbar“

Wohnungsmarkt: Angebot und Nachfrage in Schaumburg weitgehend ausgeglichen

veröffentlicht am 21.09.2013 um 00:00 Uhr

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Autor:

von stefan rothe

Landkreis. Als weitgehend ausgeglichen beschreiben Experten den Mietwohnungsmarkt in Schaumburg. „Angebot und Nachfrage halten sich derzeit im Großen und Ganzen die Waage“, sagt beispielsweise Heinz-Helmut Steege, Geschäftsführer der kreiseigenen Wohnbau GmbH.

„Wir können bei Nachfragen den Bedarf in der Regel schnell decken“, führt Steege aus. Wartelisten gebe es, von sehr speziellen Bedürfnissen abgesehen, so gut wie keine. Die Wohnbau GmbH verwaltet kreisweit rund 850 Mietwohnungen.

Als „an sich ausgewogen“ beobachtet auch Andrea Wulf, Mietimmobilien-Expertin der Volksbank Hameln-Stadthagen, die hiesige Marktlage. Entscheidend sei der Standort. Bei bevorzugten Wohnlagen wie dem Villenviertel oder dem Areal um den Ziegeleiteich in Stadthagen gebe es „durchaus eine verstärkte Nachfrage“. Das gelte umso mehr, wenn es sich um Häuser handele, die nach 1990 gebaut worden sind.

Stimmt, bestätigt Immobilien-Makler Carsten Winkelhake. Der Standort und der Zustand der Häuser entscheide über die Vermarktungschancen. Die Nachfrage nach in diesem Sinne attraktiven Mietwohnungen sei groß. „Aber wir haben hier natürlich selbst dann keine Warteschlangen vor den Wohnungstüren wie bei Besichtigungsterminen etwa in Berlin“, fügt er hinzu. In Arealen wie rings um die Hüttenstraße oder in abgelegenen Randlagen komme es auch zu Leerständen, ergänzt Wulf. „Da werden teilweise Einkaufsgutscheine als Belohnung für potenzielle Mieter angeboten“, hat sie im Internet beobachtet.

Die Höhe der Nebenkosten sei ein entscheidendes Kriterium dafür, wie schnell eine Mietimmobilie zu vermarkten sei, so Wulf. Je besser eine Wohnung auf Energieeffizienz getrimmt sei, umso schneller lasse sie sich vermieten. Ältere, wenig sanierte Objekte hingegen stünden schon mal einige Zeit leer.

„Wir sind eine ländliche Region und daher ist der Mietwohnraum in Schaumburg noch bezahlbar“, führt Winkelhake ins Thema Mietpreise ein. Zwar sei im vergangenen Jahr eine Erhöhung um kreisweit durchschnittlich 50 Cent pro Quadratmeter zu beobachten gewesen. Gleichwohl schwanken die Sätze aktuell nach Informationen Winkelhakes in den städtischen Gebieten Schaumburgs so zwischen fünf und sechs Euro pro Quadratmeter. In den Samtgemeinden liege der Mietzins in der Regel „aber noch deutlich darunter“, so der Makler.

Als „sehr viel billiger als in Hannover“ beziffert auch Steege die hiesigen Mietpreise. „Zwischen 4,50 und 5,50 Euro“ liegen sie nach Beobachtung des Immobilien-Experten. Dass gerade Studenten in der Landeshauptstadt kaum Wohnraum zu angemessenen Preisen finden, könnte die Wohnbau laut Steege zum Handeln bewegen. „Wir überlegen, hier Wohnungen für Studenten-WGs anzubieten, wenn der erweiterte Großraumtarif das Pendeln mit der Bahn bald noch attraktiver macht“.



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