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Die ganze Kraft des Sommers

Leckere Weintrauben am Markttag

HAMELN. „Trauben, die ess ich gern, das kannst du glauben. Süßer als Mandelkern schmecken die Trauben“, schwärmt Hoffmann von Fallersleben (1798 bis 1874) in einem seiner Gedichte. Auch Goethe hat die Trauben geliebt – hauptsächlich jedoch in flüssiger Form. Um seine Gesundheit zu stärken, soll er ein Freund der „Meraner Traubenkur“ gewesen sein. Sie empfiehlt, zehn Tage lang je einen Liter Federweißen auf vier Portionen verteilt zu trinken. Weintrauben schmecken aber auch ohne alkoholische Prozente und gesünder sind sie so pur genossen vermutlich allemal.

veröffentlicht am 12.09.2017 um 17:20 Uhr

An allen Obstständen des Wochenmarkts haben Trauben derzeit Hochsaison. Auch am Stand von Ralf Schreeck. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin

Wer also seiner Gesundheit mit dem Verzehr von Trauben etwas Gutes tun möchte, sollte jetzt zugreifen, denn Tafeltrauben werden derzeit in Hülle und Fülle in den Supermärkten angeboten. Besonders groß jedoch ist die Auswahl auf dem Wochenmarkt. An sämtlichen Obstständen haben die leckeren Früchte aus südlichen Ländern wie Italien, Frankreich oder der Türkei derzeit Hochsaison. Beispielsweise am Stand von Ralf Schreeck.

Ob die Trauben auch süß seien, wird der Händler häufig gefragt. „Probieren Sie doch mal“, antwortet er, pflückt ein paar Früchtchen vom Stiel und überreicht sie den skeptischen Kunden. Tatsächlich, sie sind herrlich süß und schmecken nach „mehr“. Auch die kernlosen Trauben. Wer es weniger süß mag, lässt sich vom Händler beraten. Nicht jede Traube schmeckt gleich, zumal es viele Sorten gibt, aber jede Traube ist gesund, da in ihr die ganze Kraft des Sommers steckt. Tafeltrauben enthalten Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan, Phosphor und Eisen sowie viel Vitamin B und Vitamin C – besonders in ihren Kernen und in ihrer Haut. Auch enthalten sie hochwertige Pflanzenstoffe wie Quercetin und Resveratrol, die sich ebenfalls positiv auf die Gesundheit auswirken und jung und fit erhalten sollen. Als Urheimat der Trauben gelten Transkaukasien und Mittelasien. Dort haben sich Arten entwickelt, die als Vorfahren der heutigen Tafeltrauben gelten. Angebaut wurde die Rebe bereits vor 5000 Jahren im alten Ägypten. Sie diente damals vorwiegend der Weinherstellung. Auch Griechen und Römer kannten schon den gesundheitlichen Wert dieser Frucht. Auch in der Bibel wird an mehreren Stellen über Trauben berichtet. Sie sollen beispielsweise im Garten Eden gewachsen sein, ebenso wie Datteln, Oliven, Feigen und Granatäpfel. Bei den alten Essenern, einer Glaubensgemeinschaft, zu der Jesus gehört haben soll, sollen Trauben ein wichtiges Grundnahrungsmittel gewesen sein. Da den Essenern ein langes Leben nachgesagt wird, gelten Trauben als Nahrung langlebiger Völker, wie im Forum „Zentrum der Gesundheit“ nachgelesen werden kann.

Information

Traubencreme

Trauben schmecken nicht nur pur super lecker, auch zu Gelee verarbeitet sind sie ein Genuss. Ebenso in Torten oder Desserts. Schnell gemacht ist eine Traubencreme. Die dafür benötigten rohen Eier sollten ebenfalls auf dem Wochenmarkt gekauft werden, da sie wirklich frisch sein müssen. Zutaten für vier Personen: 300 g kernlose (oder entkernte) rote Trauben, vier Eigelb, drei EL Zucker, vier EL Marsala, Madeira oder süßen Sherry. Alternativ: roter Traubensaft. Zubereitung: Die Trauben gut waschen und mit einem Küchentuch vorsichtig trockenreiben. Dann auf vier Dessertgläser verteilen. Große Trauben halbieren. Die (frischen!) Eigelbe in einer Schüssel leicht verrühren. Zucker und Süßwein (oder etwas Saft) dazugeben und alles gut vermischen. Die Schüssel ins Wasserbad stellen und die Creme rühren, bis sie dick und cremig ist. Nun die Eiercreme auf die Dessertgläser verteilen und noch warm servieren. Löffelbiskuits in die Creme getaucht, runden den Genuss ab.



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