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Was wäre die Adventszeit ohne Plätzchen

Lebkuchen, Zimtsterne und Co. – am besten selbst gemacht

HAMELN. „In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei. Zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch eine riesengroße Kleckerei. In der Weihnachtsbäckerei, in der Weihnachtsbäckerei.“ Es ist wieder so weit: In vielen Haushalten werden bewährte Rezepte für Plätzchen herausgesucht, die Zutaten eingekauft, die Kinder um den Küchentisch versammelt, die Ärmel hochgekrempelt, und dann geht es ran ans „Backwerkeln“. Was wäre die Adventszeit ohne Lebkuchen, Zimtsterne, Vanillekipferl & Co?

veröffentlicht am 21.11.2017 um 20:21 Uhr

Lebkuchen, unter anderem bestehend aus Honig, Mehl, Mandeln und Gewürzen, sind ein traditionelles Weihnachtsgebäck. Man kann damit auch leckere Knusperhäuschen basteln. Foto: pixabay
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin

Die Gewürze für den Teig gibt es nicht nur in den Geschäften – auch auf dem Wochenmarkt am Stand „Frevert Naturprodukte“ sind Zimtstangen, Nelken, Anis, Kardamom, Nelken, Ingwer, Vanillestangen sowie Muskatnüsse erhältlich; und Trockenfüchte steuern einige Obst- und Gemüsehändler bei.

Wer keine Zeit oder keine Lust zum Backen hat, kauft den süßen Knabberspaß im Supermarkt – und natürlich beim Bäcker, wo die Plätzchensaison kürzlich begonnen hat. Auch die Bäcker auf dem Wochenmarkt sind gerüstet.

„Die Zeit der Kekse beginnt bei uns meist im November, wenn das Wetter auf kalt und grau umschlägt“, betont Bäckermeister Dominik Scholz aus Deckbergen. Auf einmal haben die Kunden das Verlangen nach Keksen als kleines „Leckerchen“ zum Kaffee oder Tee. Der Verkauf schwanke dann wie markttypisch üblich je nach Wetterlage.

Dominik Scholz präsentiert auf dem Wochenmarkt sein erstes Weihnachtsgebäck. Lebkuchen darf natürlich nicht fehlen. Foto: sto
  • Dominik Scholz präsentiert auf dem Wochenmarkt sein erstes Weihnachtsgebäck. Lebkuchen darf natürlich nicht fehlen. Foto: sto
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Die Kunden lieben die Vielfalt und lassen sich deshalb gern eine „bunte Tüte“ zusammenstellen – gefüllt mit Mandelschaumtalern, Nougatcremesternen, Schwarz-WeißKeksen, Walnuss-Zimtkeksen und anderen leckeren Sorten. Auch der Klassiker Lebkuchen darf natürlich nicht fehlen. „Die Kunden schätzen seine gute Haltbarkeit und seinen würzigen Geschmack“, so der Bäckermeister. Sein Tipp: Lebkuchen in kalte Milch tunken und genießen.

Die knackigen Lebkuchen, unter anderem bestehend aus Honig, Mehl, Mandeln und Gewürzen, sind ein traditionelles Weihnachtsgebäck. Süß und köstlich duftend verbreiten sie schon beim Backen eine vorweihnachtliche Stimmung. Wenn es in der Kindheit im Haus verführerisch nach Lebkuchen duftete und Oma mit dem Gebäck etliche Wäschekörbe füllte, um nicht nur die große Familie, sondern auch die Nachbarschaft zu versorgen – dann war Weihnachten nicht mehr weit. Woher der Lebkuchen übrigens seinen Namen hat, ist nicht ganz geklärt.

Manche Experten sagen, das Wort stamme von dem altdeutschen Wort „lebbe, was „sehr süß“ bedeutet, andere wiederum halten das lateinische Wort „libum“ für wahrscheinlich, was so viel bedeutet wie „Fladen“. Lebkuchen wurden nämlich im Mittelalter in Fladenform als gesundheitsfördernd in Klosterapotheken verkauft.

Ihr Ursprung soll zurückgehen auf Honigkuchen, die in der Antike, beispielsweise in Ägypten, gegessen und sogar den Toten mit ins Grab gelegt wurden. Durch die Kreuzzüge soll das Gebäck dann auch in anderen Ländern verbreitet worden sein. Die erste Erwähnung von „Lebkuchen“ in Deutschland wurde in Ulm auf anno 1296 datiert.

Rezepte für Leb- oder Honigkuchen gibt es viele. An dieser Stelle ein Rezept für einen „Honigkuchen mit Walnüssen“ aus der Kastenform.

Information

Honigkuchen mit Walnüssen

Zutaten:

  • Ein Ei,
  • 100 Gramm Zucker,
  • 200 Gramm flüssigen Honig,
  • je eine Messerspitze Zimt und Kardamom,
  • abgeriebene Schale einer halben Zitrone,
  • 50 Gramm gehackte Walnüsse,
  • 50 Gramm getrocknete und gehackte Aprikosen,
  • 250 Gramm Mehl,
  • ein Teelöffel Backpulver,
  • Zuckerwasser,
  • kandierte Kirschen.

Zubereitung: Ei mit Zucker schaumig rühren, den erwärmten und wieder abgekühlten Honig dazugeben. Die übrigen Zutaten hinzufügen und alles zu einem nicht zu festen Teig kneten. Den Teig in eine gut gefettete und mit Paniermehl ausgestreute kleine Kastenform füllen und etwa 40 bis 50 Minuten bei, je nach Herd, 175 bis 200 Grad backen. Etwas abkühlen lassen. Aus der Form nehmen und noch warm mit Zuckerwasser oder einer Puderzuckerglasur glasieren und mit kandierten Kirschen belegen.



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