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Bergsteigerdrama „Everest“ von Baltasar Kormákur mit beeindruckenden Bildern

Kunstvolle Qual

Hameln. Er ist der größte Berg der Erde, 8846 Meter hoch, erhaben, gewaltig, unbewegt und sehr bedrohlich: der Mount Everest. Das Schicksal der Menschen interessiert ihn nicht, gleichgültig prallt alles an ihm ab. Auch jene wahren Ereignisse im Mai 1996, auf die sich der neue Film des Isländers Baltasar Kormákur bezieht: Gleich zwei Expeditionen mit insgesamt 30 Alpinisten waren nach erfolgreicher Gipfelerklimmung beim Abstieg in einen Schneesturm geraten, acht Menschen starben.

veröffentlicht am 17.09.2015 um 06:00 Uhr

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Vor diesem Hintergrund erzählt Kormákur die Geschichte der beiden erfahrenen Bergsteiger Rob Hall (Jason Clarke) und Scott Fischer (Jake Gyllenhaal), die den Everest bereits mehrmals bestiegen haben und für viel Geld, nämlich 70 000 Dollar, solvente Abenteurer auf den Berg führen. Zu den Teilnehmern gehören in diesem Jahr der Texaner Beck (Josh Brolin), der gelangweilt ist von seinem Alltag und an Depressionen leidet. Durch den Gipfelsturm erhofft er sich neuen Lebensmut erhofft. Doug Hansen (John Hawkes), ein Postbote, musste im Jahr zuvor kurz vor dem Gipfel erschöpft aufgeben und versucht es nun erneut. Nicht zu vergessen der Journalist Jon Krakauer (Michael Kelly), der später über die Ereignisse schreiben wird.

Kormákur nimmt sich zunächst sehr viel Zeit, seine Protagonisten einzuführen und ihre Motive zu erklären. Zunächst geht es von Basislager zu Basislager – bis es bei einer Gletscherspalten-Überquerung zur ersten Irritation kommt: Der Andrang mit 30 Bergsteigern ist so groß, dass sie in bitterer Kälte schlicht und einfach im Stau stehen. Ein bewusster Seitenhieb gegen die Kommerzialisierung des Bergsteigens, gegen die Herabwürdigung des Everest zum Tourismusberg. Gleitende Hubschrauberflüge machen in atemberaubenden 3D-Panoramen noch einmal die majestätische Schönheit des Himalaja deutlich, während Zuhause oder im Basislager Ehefrauen, Freundinnen und Helferinnen auf neue Nachrichten warten.

Die Erklimmung des Gipfels ist relativ unspektakulär, doch mit dem Abstieg und einem unerwarteten Schneesturm setzt der nackte Kampf ums Überleben ein. Die Schneeflocken scheinen dem Zuschauer ins Gesicht zu wehen, der Wind kreischt unaufhörlich. Das macht den Film zu einer fast schon körperlichen Erfahrung. Beeindruckt verlässt man das Kino.

Der Film „Everest“ läuft täglich um 15, 17.30, und 20 Uhr im Hamelner Maxx-Kino, freitags und samstags auch um 22.30 Uhr.

Jason Clarke bringt als Bergführer Rob Hall solvente Abenteurer auf den Mount Everest. dpa



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