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Der Kräutersaitling wird bei den Kunden auf dem Hamelner Wochenmarkt immer beliebter

Kulinarischer Geheimtipp

HAMELN. Speisepilze aus heimischen Wäldern sind eine wahre Delikatesse. Wer selber sammelt, kann doppelt genießen: zum einen die würzige Waldluft und zum anderen ein super frisches Pilzgericht. Aber nicht jeder hat Lust zum Sammeln, und nicht jeder kennt sich mit Pilzen aus. Zu Vorsicht sei unbedingt geraten, denn mancher Speisepilz hat einen giftigen Doppelgänger. Auf den Genuss von Pilzen braucht trotzdem niemand zu verzichten, denn derzeit sind auf dem Wochenmarkt an einigen Obst- und Gemüseständen und am Stand vom Hofladen Miserre eine Fülle an leckeren Speisepilzen erhältlich.

veröffentlicht am 24.10.2017 um 14:22 Uhr

Ralf Schreeck präsentiert eine bunte Pilzmischung mit Kräutersaitlingen. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Manchen Kunden ist es ein Rätsel, warum Steinpilze vorwiegend aus Osteuropa, nicht aber aus der Region angeboten werden, wo sie in den Wäldern doch prächtig gedeihen. Die Markthändler wissen die Antwort: „Steinpilze stehen in Deutschland unter Naturschutz und dürfen nur zum Eigenbedarf gepflückt werden.“ Das ist auch nachzulesen auf der Homepage des NABU.

Als Alternative bietet sich der Kräutersaitling an (auch Kräuterseitling geschrieben). Sein herzhaftes Aroma erinnert tatsächlich an den Steinpilz, und sein festes Fleisch bleibt auch beim Garen bissfest.

Seit einigen Jahren wird der Zuchtpilz immer erfolgreicher in Deutschland angebaut und gilt mittlerweile als kulinarischer Geheimtipp. „Er wird bei den Kunden immer beliebter“, weiß Markthändler Ralf Schreeck. Als Pilz aus der Kultur ist der Kräutersaitling übrigens nahezu das ganze Jahr über erhältlich – beispielsweise am Stand vom Hofladen Miserre.

Ralf Schreeck präsentiert eine bunte Pilzmischung mit Kräutersaitlingen. Foto: sto
  • Ralf Schreeck präsentiert eine bunte Pilzmischung mit Kräutersaitlingen. Foto: sto

Gerade auch bei gesundheitsbewussten Pilzfans erfreut sich der Kräutersaitling zunehmender Beliebtheit. Der leckere Speisepilz ist kalorienarm und enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe.

Bemerkenswert ist zum Beispiel sein hoher Gehalt an Eiweiß und Mineralstoffen. Auch wird ihm nachgesagt, dass er das Immunsystem stärken könne.

Die ursprüngliche Heimat des Kräutersaitlings liegt im mediterranen Raum. Und wie schon sein Name vermuten lässt, wächst er dort hauptsächlich auf den Wurzeln von Kräutern. In Deutschland wird der Kräutersaitling als Kulturspeisepilz bereits seit einigen Jahren angebaut. In der Küche kann der „Königsausternpilz“, wie er auch genannt wird, komplett verwendet werden – auf vielfältige Weise. Er schmeckt in Suppen, roh im Salat, hauchdünn gehobelt mit Essig und Öl als Carpaccio, als delikate Beilage zu Wild, Fleisch- und vegetarischen Gerichten, und er eignet sich zum Grillen.

Natürlich verträgt er sich auch mit anderen Pilzen – beispielsweise mit Pfifferlingen, Austernpilzen und Champignons. Schnell zuzubereiten lässt sich eine Pilzpfanne. Hier das „Rezept des Monats“ aus dem Hofladen Miserre:

Information

Pilzpfanne

Zutaten: 500 Gramm verschiedene Pilze, etwas Butter oder Öl für die Pfanne, eine große Zwiebel, Salz und Pfeffer, etwas Frischkäse, Paprikapulver.

Zubereitung: Die Pilze putzen, (bei Bedarf waschen), halbieren, große Exemplare vierteln. Die Zwiebel abziehen und würfeln. Butter oder Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Pilze mit den Zwiebeln hineingeben. Deckel auf die Pfanne setzen und die Pilze ein paar Minuten lang dünsten. Gelegentlich umrühren. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und in den Kochsud, der beim Dünsten der Pilze entsteht, ein bis zwei Esslöffel Frischkäse einrühren. Zwei bis drei Minuten weiter garen. Dazu schmeckt Brot mit Knoblauchsoße, aber oder auch Nudeln, Reis und Kartoffeln passen dazu. Tipp: Die Pilzpfanne mit klein gehackter krauser Petersilie bestreuen.



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