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Der Saibling schmeckt zart und edel

Kulinarisch weit vorn

HAMELN. Im Ganzen sieht er auf den ersten Blick aus wie eine Forelle. Aufgeschnitten wie eine Lachsforelle. Und doch schmeckt er anders. Wer ihn zum ersten Mal probiert, wird ihm treu bleiben, denn der Saibling ist ein kulinarischer Hochgenuss. In ihm vereinen sich die besten Eigenschaften seiner nahen Verwandten, den Lachsen. Auch sein Fleisch ist appetitlich rosafarben.

veröffentlicht am 08.08.2017 um 18:15 Uhr
aktualisiert am 09.08.2017 um 08:21 Uhr

Norbert Meyer bietet derzeit frische Saiblinge an. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin

Obwohl er einer Forelle ähnelt, hat er einen völlig anderen Geschmack. Keine Spur von „erdig“, sondern zart und edel. Zugegeben, im Preis liegt er etwas höher, aber ein kulinarisches Rendezvous mit ihm lohnt sich allemal. „Der Saibling ist teurer, weil er viel schwieriger zu farmen ist als die Forelle“, erklärt Fischhändler Norbert Meyer.

Nicht immer ist der Süßwasserfisch im Handel erhältlich. Wer ihn derzeit probieren möchte, könnte auf dem Wochenmarkt bei den Fischhändlern Glück haben. Beispielsweise am Stand von Fisch-Meyer.

Dort werden ganze Bachsaiblinge, geräucherte Bachsaiblinge und Saiblingsfilets von irischen Seesaiblingen angeboten. Etwas kleinere Exemplare stammen von einer Zucht aus Schleswig-Holstein. Ob Zucht- oder Wildwasserfische – Saiblinge benötigen viel klares, sehr sauberes und kaltes Wasser. Auf den Punkt gebracht – Saiblinge stellen hohe Ansprüche an die Wasserqualität. Deshalb vielleicht auch der hervorragende Geschmack.

Saibling soll schon die Lieblingsspeise des bayerischen König Ludwig II. gewesen sein. Foto: pixabay
  • Saibling soll schon die Lieblingsspeise des bayerischen König Ludwig II. gewesen sein. Foto: pixabay

Obendrein ist der Süßwasserfisch auch noch gesund. Er enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, ist fettarmer als andere Lachsfische, und er liefert eine große Portion an Mineralstoffen wie beispielsweise Phosphor und Eisen. Auch enthält er B-Vitamine, Vitamin D und Vitamin A, um nur einige wertvolle Inhaltsstoffe zu nennen. 100 Gramm Fleisch des Saiblings haben 155 Kalorien.

Saiblinge werden oft als eine neue Fischart bezeichnet – was aber nicht stimmt, denn schon Kaiser Barbarossa und Ludwig II von Bayern sollen den Saibling genossen haben – am liebten geräuchert. Das spricht für den guten Geschmack der Majestäten, denn geräuchert ist der Saibling ein Gedicht, gebraten oder gegrillt ein Traum.

Norbert Meyer empfiehlt, den Fisch im Ganzen in der Grillzange zu grillen oder als Filet auf der Holzplanke bei maximal 180 Grad zuzubereiten. Der Sternekoch Alfons Schuhbeck empfiehlt „Saibling in der Folie“.

Information

Rezept: Saibling in der Folie

Die Saiblinge innen und außen waschen, trocken tupfen und die Bauchhöhle mit Salz und Zitronenpfeffer würzen. Den Backofen auf 160°C vorheizen.

Zwei ausreichend große Bögen Alufolie zurechtschneiden und je einen Fisch mittig darauflegen. Petersilie, Ingwer, Knoblauch und Zitronenschale in den Bauchhöhlen verteilen. Je 1 Esslöffel Brühe über die Fische träufeln, die Alufolie darüber zusammenfalten und verschließen. Die Saiblingspäckchen auf ein Backblech setzen und im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten garen.

Die Fische sind gar, wenn sich die Rückenflossen herausziehen lassen. Die Fische aus der Folie nehmen und auf vorgewärmten Tellern anrichten. Die Saiblinge mit dem Olivenöl und etwas Zitronensaft beträufeln und nach Belieben mit etwas Salz und Zitronenpfeffer würzen.

Gut dazu schmecken Kartoffeln mit einem Joghurt-Kräuter-Dip.



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