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Das sensible Mädchen ist zur Amazone geworden: „Die Bestimmung – Insurgent“

Kühl, klinisch, schematisch

Und weiter geht es in der von Veronica Roth geschriebenen „Bestimmung“-Trilogie, die vor einem Jahr mit „Die Bestimmung – Divergent“ begann. Shailene Woodley spielt erneut Tris Prior, die – man erinnere sich – keiner der fünf Kasten, von friedfertig über freimütig bis wissend, zugeordnet werden konnte und darum im zerstörten Chicago einer unbestimmten Zukunft als unabhängige Denkerin zur Bedrohung wird. Im ersten Teil schloss sie sich inkognito den furchtlosen Ferox an und kam schnell einer Verschwörung gegen die Unbestimmten, die Divergents, auf die Spur.

veröffentlicht am 19.03.2015 um 06:00 Uhr

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Autor:

Michael Ranze

Jetzt, zu Beginn des zweiten Films, ist sie – traumatisiert durch den Tod ihrer Eltern – zusammen mit Four (Theo James) auf der Flucht vor Jeanine (Kate Winslet), der Anführerin der machthungrigen Ken. Doch warum wird Tris so gnadenlos verfolgt, was macht sie für Jeanine so interessant? Schon bald soll sie es erfahren: Tris und Four werden gefangen genommen und müssen sich in der Höhle des Löwen zahlreichen Prüfungen und Gefahren unterziehen. Dabei im Mittelpunkt: eine geheimnisvolle fünfeckige Box, die vielleicht den Schlüssel zur Zukunft enthält. Doch nur eine Unbestimmte kann jede Seite und somit die ganze Box öffnen.

Schon der erste Teil der „Bestimmung“-Trilogie war nicht restlos geglückt, weil er sich kaum um die Hintergründe einer futuristischen, inhumanen Gesellschaft kümmerte, die sich in Machtkämpfen aufreibt. Aus Tris, dem sensiblen Mädchen, das unter keinen Umständen auffallen will, ist nun eine rassige Amazone geworden, die jeden Kampf annimmt. Schon ihre äußere Verwandlung, das Abschneiden der Haare zu einem androgynen Fasson-Schnitt, deutet daraufhin. In der Folge reiht sich unter der Regie von Robert Schwentke („R.E.D.: Älter. Härter. Besser.“) in sterilen Laborräumen eine Schießerei an die nächste, die halluzinatorische Simulation, kurz SIM genannt, verwandelt sich durch Special Effects in verwehende Träume, während die graue Tristesse einer dystopischen Stadtlandschaft die Atmosphäre bestimmt.

Nebenbei geht es hier auch um Freundschaft und Verrat, um neue Allianzen und Misstrauen. Doch so richtig Spaß macht „Die Bestimmung – Insurgent“ nicht. Dafür ist der Film viel zu kühl, zu klinisch, zu schematisch inszeniert.

„Die Bestimmung – Insurgent 3D“ läuft im Hamelner Maxx-Kino täglich um 17.45 und 20.45 Uhr, Fr. und Sa. auch um 22.45 Uhr.



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