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Kräuter können nicht nur heilen oder in Badezusätzen duften, sie schmecken auch gut und sind gesund

Kräuter: „Das Lächeln der Erde“

HAMELN. „Blumen und Kräuter sind das Lächeln der Erde“, heißt ein Sprichwort. Kommen Blumen jedoch in bunter Pracht daher, gibt es nur wenige Kräuter, die Blüten tragen, höchstens für kurze Zeit. Spielt aber keine Rolle. Ein Lächeln entlocken die Grünpflanzen dem Betrachter aber trotzdem, denn was wäre ein Leben ohne Kräuter?

veröffentlicht am 06.06.2017 um 16:18 Uhr
aktualisiert am 06.06.2017 um 18:40 Uhr

Susanne Meyer-Mähre kümmert sich im Marienhof Esperde vorwiegend um Kräuter. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin

Ohne den Duft nach Pfefferminz, Lavendel, Basilikum oder Zitronenmelisse? Wer sie schätzt und liebt, wird auf dem Wochenmarkt bestens bedient, denn an nahezu allen Gemüse- und Blumenständen sind Kräuter derzeit in einer großen Vielfalt erhältlich – viele von ihnen auch aus eigenem Anbau.Die Klassiker wie Petersilie und Schnittlauch gehen immer. „Außerdem ist jetzt gerade Basilikumzeit“, betont Sabine Zeller vom Marienhof Esperde. Die empfindlichen Kräuter sollten am besten im Juni gepflanzt werden, denn dann sei die Erfolgsgarantie am größten. Schon kühle Temperaturen um die fünf Grad plus können ein Ärgernis für Bubikopfbasilikum, Zitronenbasilikum, rotes Basilikum und auch für das gewöhnliches Basilikum sein. Immer beliebter werden außerdem ausgefallene Kräuter, wie beispielsweise Schnittknoblauch, Ananas – und Muskatellersalbei, viele Arten von Minzen, Schokoladen-, Erdbeer-, Apfel-, Orangen-, Bergamott- und Pfefferminze.

Herrlich zum Würzen und zum Verfeinern von Desserts sind außerdem Kräuter mit Zitronengeschmack wie Zitronenbasilikum und Zitronenverbene und Zitronenmelisse.

Kräuter müssen nicht unbedingt ins Gartenbeet gepflanzt werden, ein Balkonkasten reicht auch. „Sehr beliebt ist die mediterrane Bepflanzung“, weiß Susanne Meyer-Mähre, die sich im Marienhof Esperde vorwiegend um Kräuter kümmert. In den mediterranen Kasten gehören beispielsweise Basilikum, Lavendel, Oregano und Thymian.

Lecker und leicht in der warmen Jahreszeit schmecken Kräuteromelettes. Foto: pixabay
  • Lecker und leicht in der warmen Jahreszeit schmecken Kräuteromelettes. Foto: pixabay

Kräuter spielen in der Küche seit vielen Jahrhunderten eine große Rolle. Die Verwendung von Küchenkräutern soll zum ersten Mal erwähnt worden sein in dem Kochbuch des römischen Feinschmeckers Apicius aus dem 1. Jahrhundert. Auch schon die alten Griechen kannten die Heilkraft der Kräuter. Fast jedes Kraut widmeten sie einem ihrer Götter. Majoran, Rosmarin und Thymian wurden beispielsweise der Aphrodite zugeschrieben. Auch der Arzt Hippokrates (um 460–375 vor Christus) verweist in seinen Aufzeichnungen auf ein großes Heilpflanzensortiment.

Kräuter können aber nicht nur heilen oder in Badezusätzen duften, sie schmecken auch gut, sie sind gesund und kalorienarm. Beispielsweise Basilikum, das nicht nur eine Gaumenfreude, sondern auch eine wertvolle Heilpflanze ist. Basilikum soll Entzündungen und Gelenkschmerzen lindern, Stress abbauen, den Magen beruhigen sogar multiresistente Bakterien in ihre Schranken weisen. Zusätzlich ist Basilikum eine gute Quelle für Vitamin K, Calcium, Eisen und Betacarotin. Ähnliches gilt auch für die anderen Kräuter. Eine bunte Mischung aus frischen Kräutern sollte deshalb täglich auf den Tisch kommen – beispielsweise als natürliche Würze für den Salat, als Pesto, in Suppen oder als „Füllstoff“ für Forellen, Hähnchen, Rouladen und Omelettes, um nur einiges zu nennen. Ein Tipp: Liebstöckel erspart den obligatorischen Schuss Maggi.

Lecker und leicht in der warmen Jahreszeit schmecken Kräuteromelettes.

Information

Rezept: Kräuteromelette

Rezept für vier Personen: Acht Eier, zwei Stangen geschnittenen Lauch, vier fein gehackte Frühlingszwiebeln, 100 Gramm zerkleinerten frischen Spinat, drei Esslöffel fein gehackte Petersilie, drei Esslöffel fein gehackte Kräuter nach Wahl, beispielsweise Estragon, Koriander, Schnittlauch, Kerbel und Dill, einen Esslöffel fein gehackte Walnüsse, Salz und schwarzen Pfeffer. Zubereitung: Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Eier in einer großen Schüssel schlagen. Zerkleinertes Gemüse, Kräuter und Walnüsse zugeben mit Salz und Pfeffer würzen und gründlich mischen. Ein Auflaufform einfetten und Mischung hineingeben. Abdecken und etwa 30 Minuten backen (je nach Ofen). Dann den Deckel abnehmen und noch etwa zehn Minuten weiter backen. Aus dem Ofen nehmen und warm oder kalt servieren. Bei Bedarf mit gehackten Kräutern dekorieren.sto

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