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Neun hilfreiche Tipps, wie die Umsetzung guter Vorsätze für 2018 gelingt

Komfortzone verlassen, Erfolge feiern

Das neue Jahr liegt fast noch jungfräulich vor uns und will mit Leben gefüllt werden. Für viele von uns ist der Jahreswechsel ein beliebter Anlass, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und zu schauen, was gut war und was einer Veränderung bedarf. Jedem neuen Jahr scheint ein Zauber innezuwohnen, verwebt mit der leisen Hoffnung auf eine Veränderung, die uns lebenswerter erscheint als das Alte, Gewohnte, Gewöhnliche.

veröffentlicht am 31.01.2018 um 14:33 Uhr

Wenn man einige Dinge beherzigt, kann man auf ein lebenswertes und liebenswertes Jahr 2018 hoffen. Foto: Ellada Azoidou

Autor:

Pea Krämer
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Der Januar lädt ein, sich etwas zu wünschen und vorzunehmen, das dem Leben einen Mehrwert gibt. Dabei ähneln sich die Bedürfnisse meistens sehr: etwas für die Gesundheit tun, endlich abnehmen, beruflich erfolgreicher sein, eine erfüllende Beziehung leben, mehr Zeit für Freunde, Familie und Hobbys haben. Wünsche wie diese stehen auf der Hitliste der guten Vorsätze ganz oben. Vieles soll anders, aber vor allem natürlich besser werden.

Mit einem Glas Sekt in der Hand, innovativen Ideen und großem Enthusiasmus prosten wir auf das neue, verheißungsvolle Jahr! Lautes, glitzerndes Feuerwerk untermalt die guten Vorsätze und gibt ihnen einen würdigen Rahmen. Was danach in den meisten Fällen geschieht, ist weniger nennenswert. Viele von uns kennen es nur zu gut: nachdem der Rausch der Silvesternacht verweht ist, die Feuer erloschen sind und die Routine des Alltags vor uns in den Startlöchern steht, hat sie uns wieder, die vertraute Gewohnheit. Monat für Monat zieht das Jahr gleichförmig an uns vorüber und mit ihm die Zeit als unser kostbarstes Gut. Im Sauseschritt stehen wir schon vor dem nächsten Weihnachten und wenn wir zurückblicken, ist doch so ziemlich alles beim Alten geblieben. Das Vertraute hat wieder einmal gesiegt!

Muss das so sein oder geht es auch anders? Woran scheitern wir? Beziehungsweise was müssen wir tun, damit wir am letzten Tag des Jahres mit einem zufriedenen Lächeln zurückschauen und sagen: „Was für ein großartiges Jahr! Ich habe alle meine guten Vorsätze ins gelebte Leben gebracht! So darf es weitergehen!“

In unserer Rubrik „Lebensweise“ schreibt Familientherapeutin Pea Krämer.
  • In unserer Rubrik „Lebensweise“ schreibt Familientherapeutin Pea Krämer.

Aus Statistiken ist bekannt, dass nur zirka fünf Prozent der Menschen ihre Wünsche und Ziele ins gelebte Leben bringen. Was machen diese Menschen anders? Ich habe mir Gedanken gemacht und möchte Ihnen ein paar Tipps geben – in der Hoffnung, dass Sie sie ausprobieren und damit erfolgreich sind!


Tipp 1: Bilanz ziehen –
Suchen Sie sich einen stillen Platz, schalten Sie Ihr Handy und sonstige Störquellen aus, machen Sie es sich gemütlich und legen Sie Stift und Papier bereit. Lassen Sie Ihre Gedanken nun durch das alte Jahr schweifen. Gehen Sie innerlich durch jeden Monat und lassen Sie alle Ereignisse noch einmal ganz lebendig werden.

Was hat Sie glücklich gemacht? Was hat Sie belastet? Gehen Sie dabei durch die einzelnen Lebensbereiche: Ihr ganz individuelles Sein, Partnerschaft, Beruf, Familie, Freunde, Hobbys. Stellen Sie jeden einzelnen Bereich mit der Frage auf den Prüfstand: „Hat mich das glücklich gemacht?“

Schreiben Sie Punkt für Punkt auf, was sie erlebt und getan haben und seien Sie ehrlich zu sich selbst. Niemand wird Ihre Notizen lesen, die sind nur für Sie bestimmt. Am Ende angekommen, schauen Sie auf Ihre fertige Liste und streichen alles, was Sie unglücklich macht.


Tipp 2: Wie – Nehmen Sie sich ein zweites leeres Blatt. Vor Ihnen liegt ein neues Jahr, das mit gelebtem Leben gefüllt werden möchte. Gehen Sie in die innere Stille mit der Frage: Wie möchte ich leben? Was macht mich glücklich? Notieren Sie alles, was Ihnen in den Sinn kommt! Doch Achtung, hier liegt eine Falle auf dem Weg zum Glück: Schnell mischt sich nämlich der Verstand ein und schreit laut: das geht doch sowieso nicht, weil … und dann kommen die tausend Einwände, die wir kennen.

Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie wollen, ohne zu fragen, ob das geht! Ich versichere Ihnen, wer etwas wirklich will, findet immer einen Weg. Andersherum gilt allerdings auch, wer etwas nicht zu einhundert Prozent will, findet immer eine Ausrede.


Tipp 3: Was – Schauen Sie sich jeden einzelnen Wunsch an und fragen Sie sich: „Was muss ich tun, um ihn umzusetzen?“ Beispiel: Ich möchte mehr für meine Gesundheit tun, weil ich mich in meinem Körper nicht mehr wohl fühle. Ich erkenne, dass ich mehr frische Luft und Bewegung brauche. Ich nehme mir vor, täglich 30 Minuten spazieren zu gehen.

Ich möchte mehr Abwechslung in mein Leben holen. Also gehe ich öfter ins Theater, lerne ein Instrument zu spielen und probiere eine neue Sache aus, die ich schon immer lernen oder ausprobieren wollte.


Tipp 4: Wer – Fragen Sie sich, wer Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen könnte. Vielleicht haben Sie einen Freund oder eine Freundin, die das hat, was Sie gerne hätten. Bitten Sie um Unterstützung!


Tipp 5: Posaunen – Erzählen Sie allen Ihren Familienangehörigen und Freunden von Ihrem Vorhaben. Das hilft, den inneren Schweinehund im Zaum zu halten, wenn Sie einmal durchhängen sollten. Sie können sich in Ihrer inneren Szene vorstellen, dass alle ihre Lieben hinter Ihnen stehen und Sie unterstützen.


Tipp 6: Coach – Bitten Sie einen Menschen Ihres Vertrauens, dass Sie ihn/sie anrufen dürfen oder eine SMS schreiben, wenn der Alltagsmuff Sie einholt und Sie lieber auf dem Sofa sitzen bleiben würden. Klären Sie vorher gemeinsam ab, was Ihnen ganz persönlich hilft, wieder ins Tun zu kommen. Beispiel: „Wenn ich unmotiviert bin, möchte ich, dass du mir vor Augen hältst, wie viel besser es mir gehen würde, wenn ich spazieren gehe!“ oder „Ich wünsche mir, dass du mich den ersten Monat begleitest.“ Das darf auch per Handy sein, wenn der Coach gerade keine Zeit hat, mit Ihnen zu gehen.


Tipp 7: Strategie ändern – Ein Sprichwort sagt: „Wenn du etwas haben möchtest, was du noch nie hattest, musst du etwas tun, was du noch nie getan hast!“ Ich glaube, das ist der zentrale Schlüssel für den „Wunscherfüllungshimmel“. In der Regel versuchen wir mit immer derselben Strategie, etwas anderes zu erreichen. Das funktioniert jedoch nicht. Nie!

Also sollten Sie sich fragen, mit welcher neuen, anderen Strategie Sie Ihr Ziel erreichen könnten. Falls Sie keine Idee haben, orientieren Sie sich an den Menschen, die bereits erreicht haben, wonach Sie streben. Schauen oder fragen Sie, was diese Menschen anders machen und kopieren Sie das.


Tipp 8: Komfortzone verlassen – Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Im vertrauten Terrain scheint eine Sicherheit zu liegen, die uns glücklich macht – oder nur scheinbar. Denn in Wahrheit macht uns zu viel Sicherheit unglücklich, träge und vor allem ängstlich. Oft richten wir uns so lange in unserer Komfortzone ein, bis es so ungemütlich wird, dass wir unglücklich werden.

Der Dalai Lama hat einmal die Empfehlung gegeben, jedes Jahr eine Reise zu einem Ort zu machen, an dem wir noch nie waren. Ich glaube, es muss nicht unbedingt ein neues Reiseziel sein, sondern auch und vielmehr etwas Neues, ganz anderes, was uns aus unserem Alltagstrott herausholt und uns neue innere und äußere Welten entdecken lässt. Das macht glücklich und hat einen wunderbaren Nebeneffekt: die erlebte Zeit wird gefühlt langsamer. Probieren Sie es aus!


Tipp 9: Erfolge feiern – Stecken Sie sich auf dem Weg durch das Jahr kleine Ziele und legen Sie gleichzeitig fest, wie Sie diese feiern möchten, wenn Sie sie erreicht haben. Und jedes Mal, wenn Sie dann etwas erreicht haben, erzählen Sie Ihren Mitmenschen davon! Das motiviert Sie und auch Ihr Umfeld. Geteilte Freude ist doppelte Freude!

Jetzt geht’s ans Tun. Das nötige Werkzeug halten Sie in der Hand. Ich wünsche Ihnen Erfolg, Freude und dass Sie den Mut und das Durchhaltevermögen behalten, wenn etwas nicht auf Anhieb gelingt. Jeder neue Tag birgt eine neue Chance und reicht Ihnen aufs Neue die Hand. In diesem Sinne ein lebenswertes und liebenswertes Jahr 2018.


www.peakraemer.de



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