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Langzeittest: Die Onlineredaktion hat ein paar Bestseller als E-Book gelesen

Keine Wälzer mehr stemmen

Hameln. Bereits vor einigen Monaten haben wir an dieser Stelle von E-Book-Readern und der digitalen Revolution auf dem Buchmarkt berichtet. Mittlerweile haben wir selbst getestet, wie gut die kleinen Computer sind und ob sie eine Chance haben, das klassische Buch abzulösen.

veröffentlicht am 16.01.2014 um 06:00 Uhr

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Autor:

Jobst Christian Höche

Wie könnte man einen Reader besser testen, als im Langzeitbetrieb. Vor dem Schlafengehen gab es „Inferno“ von Dan Brown und „Gone Girl“ von Gillian Flynn sowie einige Leseproben auf dem Tolino Shine statt als Papierversion.

Erster deutlicher Vorteil: Der Reader ist leichter als ein Buch mit mehreren Hundert Seiten und man braucht nicht beide Hände, um es auf dem Rücken liegend zu lesen.

Das E-Ink-Display ist gut zu lesen und lässt die Augen nicht müde werden, wie es beim Lesen auf einem Computerbildschirm der Fall ist. Schriftgröße und Schriftarten lassen sich ganz nach den Bedürfnissen des Lesers anpassen. Ein Klick auf die rechte Seite des Bildschirmes und die Seite wird umgeblättert. Die Hintergrundbeleuchtung des Readers leuchtet das Display gleichmäßig aus, sodass auch das Lesen in dunkleren Umgebungen problemlos möglich ist. Im Gegensatz zu Tablet- und Smartphonebildschirmen wird der Kontrast besser, je heller die Umgebung ist. So kann auch im Sonnenlicht gelesen werden.

Aber wie liest es sich denn jetzt? Gut! Das Umblättern klappt problemlos, jederzeit können Lesezeichen gesetzt werden und der Akku hält über Wochen. Der rund 100 Euro teure Reader liegt gut in der Hand und hat genug Speicherkapazität, um einige Hundert Titel aufzunehmen. Wem das nicht genug ist, der kann das digitale Buch zusätzlich mit einer Speicherkarte ausrüsten. Danach fasst das nicht einmal 200 Gramm schwere Gerät die Bücher der gesamten Stadtbibliothek. Wem das Lesefutter ausgeht, kann über das eingebaute W-LAN direkt auf einen Shop zugreifen, Leseproben herunterladen oder neue Bücher kaufen. Diese werden sofort heruntergeladen und stehen zum Lesen bereit. In Zusammenarbeit mit der Telekom bietet Tolino außerdem einen Cloudspeicher, um gekaufte Ausgaben auf einem Server zu speichern. Von hier aus können die Bücher entweder am PC, auf dem Smartphone oder auf einem anderen Reader geladen und geöffnet werden. Ob man dieses Feature tatsächlich braucht, konnten wir nicht testen, da es keine Notwendigkeit dafür gab.

Anders als der Kindle von Amazon kann der Tolino Dateien in verschiedenen Formaten öffnen, sodass bereits gekaufte Ebooks problemlos verwendet werden können. Wer die Anschaffung eines 100 Euro teuren Gerätes scheut, kann im Handel auch deutlich günstiger ein gutes Gerät erhalten. Für unter 50 Euro gibt es beispielsweise den Kobo Touch, der bis auf den Cloudspeicher und die Hintergrundbeleuchtung alle Features des Tolino bietet. In den Einstellungen zeigt sich sogar, dass noch mehr Feintuning für den optimalen Lesegenuss vorgenommen werden kann.

Fazit: Wer auf die Haptik eines gebundenen Buches, das Rascheln der Seiten und auf bleischwere Arme beim Halten eines 800 Seiten starken Wälzers verzichten kann, sollte den digitalen Geräten eine Chance geben. Wer in den Urlaub fährt, spart mit einem Reader außerdem eine ganze Menge Platz im Koffer.



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