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Sechs Monate nach unserem Bericht: Grundschuleingang wird jetzt überwacht

Kamera sorgt für sicheren Unterricht

Obernkirchen (lsb). Sicherheit an Schulen sollte im Grunde genommen als selbstverständlich gelten. Doch denkt kaum einer daran, dass während der Unterrichtszeit an den meisten Schulen jeder das Gebäude betreten kann – ob er nun befugt ist oder nicht. Arnulf Buch, Rektor der Grundschule in Obernkirchen machte im Februar den ersten Schritt und forderte mehr Sicherheit ein. „Es darf nicht sein, dass Fremde zu jeder Zeit unkontrolliert das Haus betreten können“, erklärte er damals den Mitgliedern des Schulausschusses.

veröffentlicht am 24.08.2011 um 00:00 Uhr

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Buchs Vorstellung: Nach Unterrichtsbeginn solle der Eingang verschlossen und über eine Kamera überwacht werden. Eine Sprechanlage solle Kontakt zu Besuchern ermöglichen. Vom Sekretariat aus könne die Tür dann automatisch geöffnet werden. In der darauf folgenden Besprechung wurde deutlich, dass nichts gegen eine Investition in dieses Vorhaben spreche. Die Sicherheit der Schulkinder dürfe trotz des verschuldeten Haushalts nicht scheitern.

Mit zu dieser Entscheidung beigetragen haben, dürfte vermutlich das Erlebnis, das Stadtratsmitglied Irmhild Knoche gemacht hat: In einer Rodenberger Schule habe sie erlebt, wie ein durchgedrehter Vater sich aufgeführt habe und die Kinder somit erst später das Gebäude verlassen konnten. Und auch Beate Krantz (CDU), die selber an der Grundschule in Obernkirchen unterrichtet, habe bereits erleben dürfen, wie fremde Personen zum Beispiel die Toilette aufsuchten oder unangemeldet den Hausmeister sprechen wollten.

Nachdem Stadtkämmerer Andreas Jasper Kostenvoranschläge eingeholt hatte, kam es in den Sommerferien nun zur Installation einer Kamera am Schuleingang. Eine Firma, die in dem Bereich der Sicherheitssysteme spezialisiert ist, hat die Kamera in der ersten Ferienwoche angebracht, berichtet Dieter Dohmeier, Hausmeister der Grundschule. „Die Fachleute haben nur gute zwei, drei Tage gebraucht, da vorab das Wichtigste besprochen wurde.“

Bürgermeister Oliver Schäfer stellt erleichtert fest: „Nun ist die Sicherheit innerhalb des Gebäudes während der Unterrichtszeit gewährleistet“.

Auch die anderen vorgesehenen Arbeiten haben sich bereits erledigt. Die abgenutzten Werkbänke brauchen nun nicht mehr auswechselt werden. Noch zu Beginn des Jahres regte der stellvertretende Bürgermeister Horst Sassenberg Überlegungen an, in Zusammenarbeit eines Tischlerlehrgangs der Berufsschule die Werkbänke auszutauschen. Um mehr Platz zu schaffen, sollte außerdem die Wand zum Nebenraum durchbrochen werden. „Doch vorerst sind diese Arbeiten nicht nötig, da sich die Klassengröße in diesem Jahr stark reduziert hat und nun weniger Kinder in diesem Raum arbeiten als zuvor“, erläutert Schulleiter Buch.



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