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Für jeden Geschmack etwas dabei

Käse zeigt sich von seiner besten Sorte

HAMELN. Buratina, korsischer Schafskäse, Frischkäse süß oder scharf, gefüllter Brie, Büffelmozzarella oder Bergkäse – allein schon die Namen machen Appetit auf ein Stück Käse zwischendurch. Die Sortenvielfalt ist immens. Auch auf dem Wochenmarkt an den Ständen von beispielsweise Steinlage, Zielmann oder der Bäckerei Vollkornblume.

veröffentlicht am 25.07.2017 um 16:52 Uhr
aktualisiert am 25.07.2017 um 18:30 Uhr

Die Sortenviefalt bei Käse ist immens – überzeugen Sie sich bei einem Besuch auf dm Hamelner Wochenmarkt. Foto: pixabay
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin

Jede Jahreszeit ist Käsezeit – in immer wechselnden Geschmacksrichtungen. „Ein typischer Sommerkäse ist der Bergkäse“, betont Konrad Steinlage. Besonders würzig schmecken Sorten mit Kräuterrand. Weil seine Kunden immer wieder neue Geschmackserlebnisse erfahren möchten, hat der Käsehändler aus Rietberg in Österreich im sogenannten „Heumilch-Tal Euopas“, gelegen im Bregenzer-Wald, auf der „Stie-Alm“ einen eigenen Bergkäse herstellen lassen – aus Milch von glücklichen Kühen und mit einem Rand aus getrockneten Blumen aus dem Bregenzer Wald. Weil die Alpkäserei nur im Sommer bewirtschaftet wird, ist der junge Bergkäse mit dem schönen Namen „Alm-Blume“ nur bis zum Spätsommer erhältlich.

„Während seiner Reifezeit von etwa acht Wochen in Naturkellern wird der Käse regelmäßig mit einer sanften Rotschmierekultur eingerieben“, weiß der Käsehändler von Besuchen auf der Alm. Kaum ein anderes Lebensmittel ist geschmacklich so vielfältig wie Käse. Wann und wo der erste Käse hergestellt wurde, ist unbekannt. Um ihn ranken sich einige Legenden. Eine besagt, Käse sei ein Geschenk der Götter.

So soll bei Opferzeremonien im alten Mesopotamien den Göttern frische Milch dargebracht worden sein. Die Priester ließen die Milch einige Zeit stehen, und wie von Zauberhand verwandelte sich die Milch in einen Klumpen. Ein Priester probierte und soll begeistert gewesen sein von dem Wohlgeschmack. Eine andere Geschichte sagt, dass ein steinzeitlicher Jäger im Magen eines gerade erlegten Kalbes eine weiße Masse gefunden haben soll, die sehr schmackhaft war. Es wird vermutet, dass das Kälbchen kurz vor seinem Tod Muttermilch getrunken hatte und ein besonderes Fermentierungsenzym in dem Magen des Jungtieres, nämlich das Lab, dafür sorgte, dass aus der Milch eine weiße, wohlschmeckende Masse wurde. Käse schmeckt aber nicht nur gut, er ist auch ein wertvoller Eiweißlieferant, und er enthält Mineralstoffe – allen voran Kalzium. Darüber hinaus führt er dem menschlichen Körper die Vitamine A, D, E und K zu. Ein guter Bergkäse schmeckt am besten ohne Brot – einfach naschen wie ein Stück Schokolade. Dazu ein Stück Baguette, und fertig ist ein idealer Snack.

Konrad Steinlage empfiehlt jungen Bergkäse aus dem Bregenzer Wald. Foto: sto
  • Konrad Steinlage empfiehlt jungen Bergkäse aus dem Bregenzer Wald. Foto: sto

Nach Feierabend gern mit einem Glas Wein. Lecker ist der würzige Käse aber auch in Salaten oder auf einer bunten Käseplatte – dekorativ angerichtet auf einem rustikalen Holzbrett und mit Weintrauben, Radieschen, Gurken oder Tomaten garniert.

Aber auch gegrillt ist ein guter Bergkäse ein Geschmackserlebnis. „Ich empfehle einen jungen Bergkäse, der mariniert wird mit Olivenöl, fein geschnittenem Knoblauch und frischen gehackten Kräutern“, rät Steinlage. Zubereitung: Den Käse in Scheiben von etwa einen Zentimeter schneiden und mit der Marinade bei nicht zu starker Hitze auf Alufolie oder in kleinen Grillpfännchen grillen. Alternativ den Käse in der Pfanne braten.

Mit einem frischen Salat und etwas Baguette servieren.



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