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Fragen und Antworten zum Facebook Safety Check

In Sicherheit - oder nicht?

Nachdem am vergangenen Montagabend ein Lkw über einen Berliner Weihnachtsmarkt raste, dauerte es nicht lange, bis der Safety Check von Facebook aktiviert war. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter dieser Funktion des sozialen Netzwerks? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

veröffentlicht am 26.12.2016 um 17:58 Uhr

Wer sich in diesem Radius aufhielt und ein Facebook-Konto hat, konnte seinen Freunden mitteilen, ob er in Sicherheit ist. Foto: Screenshot/Facebook
Nicole Trodler

Autor

Nicole Trodler Onlineredakteurin zur Autorenseite
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Was ist der Safety Check?

Safety Check ist ein Angebot des sozialen Netzwerks Facebook, das am 16. Oktober 2014 eingeführt worden ist. Es informiert in Gefahrensituationen darüber, ob sich Personen, die vor Ort sein könnten, in Sicherheit befinden. Es ist kein permanentes Angebot, sondern wird nur in bestimmten Situationen aktiviert.

In welchen Fällen wird gewarnt?

Der Safety Check wurde ursprünglich für die Benachrichtigung während Naturkatastrophen eingerichtet. Im November 2015 geriet diese Regelung jedoch in die Kritik, nachdem der Safety Check auch bei den Anschlägen auf das Stade de France, den Konzertsaal Bataclan und mehrere Cafés in Paris zum Einsatz kam. Der Vorwurf: Es würde nur bei Vorkommnissen in bestimmten Ländern reagiert. Facebook kündigte schließlich an, den Safety Check künftig auch bei Katastrophen anderer Art aktivieren zu wollen.

Seit November 2016 kann der Safety Check auch durch die Facebook-Nutzer selbst aktiviert werden. Wenn beispielsweise viele Menschen über eine bestimmte Katastrophe posten, kann sich der Safety Check dadurch automatisch einstellen.

So war es nach Angaben von Facebook nach dem Vorfall in Berlin. Weil sich viele Berliner plötzlich zum Thema Sicherheit äußerten, nahm die Sicherheitsanfrage ihren Anfang. Verbreitet wurde sie dann durch eine Art Schneeballsystem. Denn wer einmal benachrichtigt wurde, konnte die Anfrage dann an seine Berliner Kontakte weiterleiten. Facebook spricht in diesem Fall von einem „Community-aktivierten Safety Check“.

Bei einem Safety Check, der auf diese Art aktiviert wird, bestimmen zunächst auch die Nutzer den Titel der Benachrichtigung. Deshalb war im sozialen Netzwerk bereits am Montagabend von einem Anschlag die Rede. Facebook-Mitarbeiter änderten den Titel schließlich auf die neutralere Formulierung „Der Vorfall am Weihnachtsmarkt in Berlin“.

Wie funktioniert der Safety Check?

Facebook-Nutzer, die sich in Gefahrengebieten aufhalten, erhalten eine Benachrichtigung und können per Klick angeben, ob sie sich in Sicherheit befinden. Der Aufenthaltsort wird dabei durch den im Nutzerprofil angegeben Ort und den Ort, an dem sich der Nutzer aufhielt, als er sich das letzte Mal einloggte, bestimmt. Freunde des Nutzers werden informiert, wenn sich jemand im Gefahrengebiet aufhält und erhalten eine weitere Information, wenn der Freund bestätigt, dass er sicher ist. Die Benachrichtigung kann auch vom Nutzer selbst noch einmal geteilt werden.

Wann wurde der Safety Check bisher aktiviert?

Die erste größere Katastrophe, bei der der Safety Check aktiviert wurde, war das Erdbeben in Nepal im April 2015. Weitere Naturkatastrophen waren Hurrikan Patricia im Oktober 2015, die Überflutungen in Indien im Jahr 2015 oder das Erdbeben in Italien im August 2016. Nach den Attentaten von Paris kam der Safety Check regelmäßig nach Anschlägen zum Einsatz. Zum Beispiel nach Bombenanschlägen in Ankara und Brüssel (Februar und März 2016), dem Anschlag auf einen Nachtclub in Orlando im Juni 2016 oder der Lkw-Todesfahrt in Nizza im August 2016. Auch während des Amoklaufs in München im Juli 2016 konnte per Safety Check gemeldet werden, ob man in Sicherheit ist.



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