weather-image
×

Einen Monat nach unserem Bericht: Wohnsituation soll konkret verbessert werden

Im Asylbewerberheim tut sich etwas

Landkreis (pk). Ein anonym versandter Brief hatte auf Missstände in dem Rintelner Asylheim in der Waldkaterallee hingewiesen. Die Bewohner hätten zum Teil nicht ausreichend Wohnraum, die Fenster seien teilweise verschimmelt und in den Duschen hätten die Nutzer keine Intimsphäre. Unsere Zeitung hat nachgehakt, was sich seit Erscheinen unseres Artikels vom 30. März in dem Asylheim verändert hat.

veröffentlicht am 27.04.2011 um 00:00 Uhr

Auf Anfrage bei Sozialarbeiter Norbert Rose, der für die beiden Asylheime in Rinteln (Bahnhofstraße und Waldkaterallee) zuständig ist, verwies er auf inzwischen „konkret gewordene Pläne“ in Bezug auf die Duschen. „Die Aufträge für den Umbau werden erteilt, die Materialien bereits beschafft, sodass in absehbarer Zeit mit den Bauarbeiten begonnen werden kann“, sagt Rose. Vorgesehen ist, für jede Duschbrause Einzelkabinen zu errichten, damit die Intimsphäre bewahrt werden kann.

Nicht so schnell behoben werden könne wohl die mitunter mangelhafte Einfachverglasung der Fenster. Für eine komplette Sanierung des Asylheims fehlten derzeit schlichtweg die nötigen Haushaltsmittel. Immerhin: Die Stadt, so Rose, habe das Asylheim nun „auf der Liste“. Abgesehen davon verfügten manche Fenster durchaus bereits über Doppelverglasung.

Darüber hinaus hat sich auch die Wohnsituation der vierköpfigen Familie, die in einem zu kleinem Zimmer wohnte, in der Zwischenzeit verändert. Die Familie wohne jetzt in einer separaten Wohnung innerhalb des Asylheims, mit Küche und Bad, teilt Rose mit. Der Sozialarbeiter weist allerdings darauf hin, dass für diese Familie von vornherein ein größeres Zimmer vorgesehen gewesen sei. „Aber aus mir unbekannten Gründen tauschte die Familie ihr größeres Zimmer ein gegen ein kleineres Zimmer, in dem die Eltern der Frau der Familie untergebracht waren“, schildert Rose, der betont, stets bemüht zu sein, „auf die Wünsche der Bewohner einzugehen“. So sei er auch durchaus der Meinung, dass für den kranken Asylbewerber (Dialysepatient) aus Ostasien ein Einzelzimmer nötig ist, da dieser eben Ruhe brauche. Rose geht davon aus, dass noch nächste Woche ein Zimmer frei werde, sodass der Dialysepatient dort einziehen kann. Inzwischen steht auch der von Ursula Helmhold (Grüne) geforderte Besichtigungstermin, um Alternativen und Verbesserungen weiter voranzubringen. Am Montag, 9. Mai, teilt die Sozialausschuss-Vorsitzende Iris van Houten-Eichler mit, werde das Asylheim vom Sozialausschuss besichtigt und im Anschluss daran besprochen, welche Maßnahmen getroffen werden müssten.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt