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Hundertjährige: „Ich komme aus dem Feiern gar nicht raus“

HAMELN. Liebe Verwandte im Rücken und gute Freunde zum Meinungsaustausch – das sind zwei der wichtigsten Dinge, um 100 Jahre alt zu werden. Das sagte Hilde Risel anlässlich ihrer Geburtstagsfeier in der Julius-Tönebön-Stiftung.

veröffentlicht am 04.02.2020 um 07:00 Uhr

„Ich ernähre mich gesund und habe auch im Rentenalter viel Sport getrieben“, erzählte Risel. „Wenn alles schweigt, und einer spricht, dann nennt man das auch Unterricht. Aber danach habe ich im Alter nie gehandelt. Ich habe mich in einem kleinen Lesekreis stets geistig selber fit gehalten. Wir haben Bücher gelesen und den anderen Teilnehmern eine Inhaltsangabe vorgetragen, das fordert das Gehirn“, schwärmte sie aus alten Zeiten. Hamelns Bürgermeister Gerhard Paschwitz überbrachte die Glückwünsche der Stadt Hameln und einen Brief des Ministerpräsidenten Weil. „Ich bewundere Ihre geistige Frische“, so Paschwitz. Auch Pastor Uwe Rumberg-Schimmelpfeng überbrachte Glückwünsche.

„Der Bundespräsident hat mir sogar einen Brief geschrieben“, freute sich die Jubilarin im Kreise der Gäste und ihrer Neffen Thomas Risel (ehemaliger Pastor in Hameln), der aus Zürich angereist war, sowie Peter Risel aus Emmerthal. Die größere Feier der 1920 in Berlin geborenen Hilde Risel fand mit Gästen und Verwandten aus Bremen, Wernigerode, Dresden, Köln, Hamburg und Nürnberg statt. „Ich komme aus dem Feiern gar nicht mehr raus“, freute sich das Geburtstagskind.

Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Breslau und ging dort von 1926 bis 1930 zur Grundschule. Nachdem sie das Abitur in der Tasche hatte, studierte sie mit Vollendung der Diplomarbeit Chemie an der Uni Breslau und flüchtete im Januar 1945 nach Halle/Saale zu Verwandten. Dort arbeitete sie in einem Chemieunternehmen, bevor sie ab 1952 an der Humboldt-Universität in Berlin als Diplomchemikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Deutschen Akademie der Wissenschaften tätig war. 1988 zog es sie dann nach Hameln in die Heimat ihrer Familie, wo sie sich seit Januar 2015 als Bewohnerin in der Julius-Tönebön-Stiftung sehr wohl fühlt.kke



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