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Ein Schild im Wald gibt Wanderern Rätsel auf

Heringsschwänze auf dem Riepen

Wieso lacht eigentlich jedes Jahr am Hut-Huts-Tag der Heringsmatjes? Wer im Hamelner Stadtforst den Riepen hinaufwandert, der wird sich eventuell auch schon einmal gefragt haben, was es mit der zunächst eigenartig anmutenden Schildinschrift auf sich hat. Dort im Wald über den Riepenteichen laden zwei Bänke die Wanderer zur Rast „bei den Heringsschwänzen“ ein. Daneben findet sich besagtes Schild, auf dem erklärt wird, warum dieser Ort so getauft wurde.

veröffentlicht am 30.01.2015 um 06:00 Uhr

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Autor:

von maike schaper

Aufgestellt wurden sowohl Schild als auch Bänke vom Wangelister Lotterie Club Pech. Seit seiner Gründung im Jahr 1919 folgt der Verein drei großen Aufgaben: Die Erste ist das Lottospiel. Dies allerdings – wie der Name bereits vermuten lässt – ohne in den vergangenen fast einhundert Jahren seines Bestehens großes Glück gehabt zu haben. „Wir haben noch nie mehr als drei Richtige gehabt“, gibt der Vorsitzende Thomas Droit freimütig zu. Als weiteren Punkt wird beim Pech- Club die Geselligkeit bei regelmäßig stattfindenden Wanderungen und Feiern groß geschrieben. Diese Leidenschaft für das Wandern bringt es mit sich, dass der Männerverein sich auch das Aufstellen und die Pflege von Bänken auf die Fahnen geschrieben hat.

„Bei uns ist es Tradition, dass wir auf unserer Wanderung oberhalb der Fischteiche Rast machen und ein Fischbrötchen essen“, erzählt Droit. Um die Vereinsmitglieder während der ganztägigen Wanderung bei Kräften zu halten, wurden auf Beschluss des Verpflegungsrates schon seit 1965 Fischbrötchen mitgenommen, um sie an dieser Stelle zu verspeisen. Denn die mag jeder. „Das traditionelle Fischbrötchen war immer ein Brötchen mit Bismarckhering. Dabei wollten besonders die älteren Leute immer, dass der Hering so groß ist, dass Kopf und Schwanz noch aus dem Brötchen schauen. So kam der Platz zu seinem Namen.“ 1994 hat der damalige erste Schriftführer Fred Eichenauer einen Text zu diesem Platz gedichtet, der nun bei den Heringsschwänzen zu lesen ist.

Die Bezeichnung „Hut-Hut“ geht auf einen früheren Vorsitzenden des Vereins zurück, der seinerzeit Lokomotivführer einer Dampflok war. Jedes Mal, wenn der Wangelister mit seiner Lok an seinem Haus vorbeigefahren ist, hat

er zweimal gepfiffen, damit seine Frau wusste, dass es Zeit war, die Kartoffeln aufsetzten, bevor ihr Mann von der Arbeit kam. „Durch dieses Geräusch der Lokomotive kam der Spitzname ,Hut-Hut‘ zustande“, erklärt Droit.

Der Pech-Club betreut noch weitere Bänke und Rastplätze im Klüt und Riepen. Ottmar Heise, Leiter des Forstamtes der Stadt Hameln, freut sich über die positive Zusammenarbeit mit dem Lotterie-Club Pech: „Es ist ein Geben und Nehmen zum Wohle von Wanderern und Bevölkerung.“



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