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Versorgungsdefizite und häufige Infekte meist durch ungesunde Lebensweise

Gute Ernährung stärkt Abwehrkräfte

Um häufige Infekte besonders in den nassen und kalten Wintermonaten zu vermeiden, ist ein gut funktionierendes Immunsystem die Grundvoraussetzung. Viele Patienten nehmen daher zur Unterstützung ihres Immunsystems Vitamine, Nährstoffe und Spurenelemente ein. Doch oftmals nehmen genau die Menschen Ergänzungsmittel zu sich, die sie gar nicht brauchen, weil sie schon gesundheitsbewusst leben. „Vollwertig und gesund ernährte Menschen, die viel in Bewegung sind und Kontakt mit Sonnenlicht haben, haben in der Regel keine erkennbaren Nährstoffdefizite“, so die Apothekerkammer Niedersachsen.

veröffentlicht am 15.01.2013 um 06:00 Uhr

Versorgungsdefizite bei einzelnen oder mehreren Mikronährstoffen ergeben sich zumeist aus einer ungesunden Lebensweise. Der Apotheker kann bei der Zusammenstellung eines gesunden Ernährungsplanes unterstützend zur Seite stehen. Bereits eine geringfügige Unterversorgung mit einem Spurenelement wie etwa Zink oder einem Vitamin führt zu Leistungsverlusten bei der körpereigenen Abwehr. Patienten, die sich unausgewogen ernähren, wenig bewegen oder häufig und anhaltend an Infekten leiden, profitieren von einer Ernährungsumstellung.

Dabei sollte auf eine bedarfsgerechte Versorgung mit Makronährstoffen in Form von Kohlehydraten, Eiweißen und Fetten, aber vor allem auf eine ausreichende Zufuhr von Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen geachtet werden. Viele sekundäre Pflanzenstoffe aus Gemüse und Früchten dienen ebenfalls der Gesunderhaltung, da sie das Immunsystem durch ihre zellschützenden und antioxidativen Eigenschaften unterstützen. Im Rahmen spezieller Lebensumstände, Erkrankungen oder altersbedingt kann die Einnahme von zusätzlichen Nährstoffen erforderlich werden. „Der erhöhte Bedarf an Mikro- und Makronährstoffen ist für viele Senioren, Schwangere oder Leistungssportler über die Nahrung schwerlich zu decken“, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen. Darmerkrankungen oder die Einnahme mancher Medikamente wie Säureblocker oder Antibiotika können die Aufnahme von Nährstoffen erschweren oder verhindern. In solchen Fällen dient die Zufuhr richtig ausgewählter Nährstoffe sowohl der Stärkung der Abwehrkräfte als auch dem Allgemeinbefinden. Hierbei sollte man nicht auf Werbebotschaften oder Dr. Google hören, sondern den Apotheker zurate ziehen. In einem zielgerichteten Gespräch findet der Apotheker heraus, ob der Patient eher von einer Mischung aus Vitaminen und Spurenelementen oder der Gabe einzelner Stoffe profitieren wird. Auch sollten mögliche Wechselwirkungen mit der Arzneitherapie berücksichtigt werden. Daher ist es wichtig, Rücksprache mit Arzt oder Apotheker zu halten, bevor wahllos Vitamine oder Spurenelemente eingenommen werden. Unter- und Überdosierungen lassen sich dadurch ebenso vermeiden wie sinnlose Ausgaben für nicht benötigte Mittel.

Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören rund 7000 Mitglieder an. Der Apotheker ist ein fachlich unabhängiger Heilberufler. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apothekern die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwirbt der Studierende Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie und Toxikologie. Nach drei Staatsexamina erhält er eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung kann er eine öffentliche Apotheke führen. Der Apotheker fertigt individuelle Rezepturen an, erklärt die Einnahme von Medikamenten, warnt vor Wechselwirkungen und garantiert diese Versorgung auch im Nacht- und Notdienst.



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