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Außerdem widmet sich der Wochenrückblick heute dem Umgang mit Sprache und Toten

Gespaltene Persönlichkeiten und Bauchweh

So, zum Wochenende erst mal ein neues Auto für den Herbst und damit stilvoll zum Shoppen nach Hannover. Danach eine Lokalrunde nach der anderen und dann das Internet leerkaufen. Was Stadt und Landkreis können, das lässt sich prima auch im Privaten erledigen. Die Kohle muss raus und zwar mit vollen Händen. Sparen kann man ja dann an anderer Stelle, wenn es mal eng werden sollte. Bevor es aufgeht zum Einkaufswahnsinn, hier noch ein paar besinnliche Zeilen zur vergangenen Woche:

veröffentlicht am 29.09.2012 um 06:00 Uhr

Autor:

Jobst Christian Höche

„Heute koch ich, morgen back‘ ich… übermorgen habe ich wahnsinnige Bauchschmerzen.“ Zu diesem Ergebnis kommt man zumindest, wenn man dem Rezeptvorschlag für Apfelkuchen von unserer Redakteurin Christa Koch folgt. Statt eines Tütchens Backpulver empfahl sie versehentlich die Gabe von gleich vier Beuteln des Triebmittels. Wem der Bauch nach dem Genuss von drei Stücken Kuchen noch grummelt, der kann sich in der Redaktion melden und bekommt als Gegenmittel 500 Gramm Magentabletten in Wasser.

Wehen spalten die Persönlichkeit: In einer Pressemitteilung der Stadt Detmold zum Thema Familienpatin war jüngst Folgendes zu lesen: „Viele Frauen haben eine Fülle an Erfahrungen und wissen, was es heißt, plötzlich Mutter/Vater/Eltern zu sein.“ Eine Frau, vier Persönlichkeiten. Nicht schlecht, Herr Specht. Bestellen diese Frauen einen Tisch für vier Persönlichkeiten mit nur einem Stuhl? Endlich können Frauen auch die Sicht der Männer verstehen. Schön ist aber, dass die Stadt Detmold einräumt, dass auch Frauen eine Fülle von Erfahrungen machen. Es lebe die Emanzipation!

Es kommt auf den Inhalt an: Das stimmt meistens, aber man kann es sich auch schon in der Anrede mit dem Adressaten verderben. Nicht immer ist ein Ansprechpartner parat, wenn man Infos verschicken will, und man greift auf „Sehr geehrte Damen und Herren“ zurück. Es geht aber auch anders: „Sehr geehrte Frau Online“, schrieb eine Firma, die nun automatisch im Spam-Filter landet.

Vor- und Nachteile gibt es in allen Situationen. Eine Ausnahme bildet der Mord an einem Menschen. Damit das deutlich wird, weist die Polizei Nienburg explizit daraufhin und schreibt von einem „Mord zum Nachteil des Opfers“. Ist aber eigentlich klar, oder? Wäre der Mord zum Nachteil des Täters gewesen, hätte es ja auch kein Opfer außer dem Täter selbst gegeben. Und Selbstmord ist rechtlich straffrei, damit also kein Verbrechen mehr. Verrückt!



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