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Stadt erhält mündliche Zusage für Unterstützung / Baustart könnte in gut einem Jahr sein

Geld vom Land für die Hamel-Quere

TÜNDERN. Alt, marode und eine Gefahrenquelle: Die Löwenbrücke in Tündern – Bestandteil des viel frequentierten Weser-Radwegs – soll Platz machen für eine neue und sichere Flussquerung über die Fluthamel. Doch bis es so weit ist, fließt noch viel Wasser unter dem Bauwerk hindurch. Eine gute Nachricht darf die Stadt Hameln aber immerhin verkünden: Es liegt inzwischen eine mündliche Zusage für die beantragten Fördermittel vor. „Es müssen jetzt noch ein paar Unterlagen eingereicht werden. Wenn dies erfolgt ist, dann kann nächstes Jahr der Bau beginnen“, teilt eine Stadtsprecherin auf Anfrage mit. Bei einer ersten Vorplanung kalkulierte die Stadt mit Baukosten von 500 000 Euro, wollte diese Summe aber nach unten drücken. Das Geld vom Land ist also ein erhoffter Geldsegen und eine Entlastung für die eigene leere Kasse.

veröffentlicht am 11.05.2016 um 06:00 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus

Mitarbeiter der Stadt werden die Löwenbrücke in der kommenden Zeit in Augenschein nehmen, weil noch einige Dinge geklärt werden müssen. So stellt sich die Frage, ob für den Neubau möglicherweise Bäume in der Umgebung gefällt werden müssten. „Sobald wir eine schriftliche Zusage über die Fördermittel haben, können wir in die Ausführungsplanung gehen und die Ausschreibung vorbereiten“, sagt die Sprecherin. Bereits im November 2014 hatte die Hamelner Politik grünes Licht für die neue Löwenbrücke gegeben und 48 000 Euro für Planungskosten in den Haushalt eingestellt. Die Planung gestaltet sich aber aus verschiedenen Gründen nicht einfach. So muss die Stadt bei dem Projekt den Hochwasser- und Naturschutz berücksichtigen. Auch müssen diverse Vorschriften für einen Radweg – zum Beispiel hinsichtlich der Steigung – beachtet werden. Am Standort der Löwenbrücke gebe es „viele Randbedingungen, die vom Standard abweichen“, heißt es aus dem Rathaus. Im Jahr 2017 sollen die Arbeiten für den Neubau starten. Einen genauen Zeitplan gibt es aber noch nicht. Angedacht sei ein Bau in den Sommermonaten, weil die Gefahr von Hochwasser dann geringer ist als im Winter. Die neue Brücke muss nicht mehr so steil ausfallen, weil die Fluthamel in diesem Bereich nicht mehr schiffbar ist. Zudem will die Stadtverwaltung die Brücke breiter bauen und auf den witterungsanfälligen Baustoff Holz verzichten. Denn das Holz hat für einige Probleme gesorgt. So sind Trittleisten locker oder gar nicht mehr vorhanden; bei schlechtem Wetter wird das glatte Material sehr rutschig. Es soll bereits einige schwere Unfälle gegeben haben.

Die Löwenbrücke wurde 1983 in einer unbürokratischen Aktion von Einwohnern und Handwerkern erbaut und ist nach Werner Bruns benannt. Der umtriebige langjährige Ortsbürgermeister und stellvertretende Landrat trug den Beinamen „Löwe von Tündern“.

Bericht vom 3. November 2015.



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